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Der RollPac wird vorgestellt: Gudbrand Arnesen (TOMRA), KR Christian Prauchner (Eurospar), Gerald Geiger (Leiter des Bereiches Bau, Energie und Technik bei Spar Österreich ), Tor Martin Myrhaug (TOMRA), Andreas Kellner (TOMRA)

TOMRA: gut vorbereitet für das Einweg-Pfand

Gemeinsam mit Spar Österreich startete TOMRA ein Projekt, das im „TOMRA RollPac“ mündete. Die Innovation wird allen Händlern zur Verfügung gestellt.

Das Einweg-Pfand: da es unumgänglich ab 1.1. 2025 kommen wird, ist es besser sich als Händler bzw. als Inverkehrbringer der PET- und Alu-Gebinde (die „EWP Recycling Pfand Österreich“ – kurz EWP informiert lückenlos) damit abzufinden UND das Beste daraus zu machen. Der Großteil der heimischen Lebensmittelhändler hat nicht nur die Staatliche Förderung genützt, sondern sich bereits intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt. Spar ist noch einen Schritt weitergegangen und hat mit dem Leergutrücknahme-Spezialisten TOMRA eine Marktinnovation entwickelt, in die die Wünsche und Bedürfnisse des Marktführers im Lebensmittelhandel in Österreich eingeflossen sind: es ist das erste vertikale und somit besonders platzsparende TOMRA Pfandraumsystem, der RollPac.

Was ist der RollPac? Was kann der RollPac?

Eurospar-Kaufmann KR Christian Prauchner stellte seinen Markt in Pöchlarn zur Verfügung, um den RollPac zum ersten Mal in Anwendung zu präsentieren: „Prinzipiell testen wir als Eurospar Prauchner schon seit einigen Monaten die Rücknahme von PET-Flaschen im Markt, damit wir ein Gefühl dafür bekommen, wie der Konsument ‚tickt‘. Und ich kann sagen, die Rücknahme der PET- und Alu-Gebinde wird gut und gerne angenommen. Deshalb waren wir auch sehr froh, dass wir zu den ersten gehören, die den neuen RollPac testen und vorstellen können“. Christian Prauchner sieht nämlich in einer reibungsfreien Nutzung der Leergut-Automaten einen starken Wettbewerbsvorteil gegenüber Mitbewerbern. Denn: wo der Kunde seine Leergut-Gebinde zurückbringen kann, dort geht er auch einkaufen. Prauchner wird sogar soweit gehen, dass er sich neben dem klassischen Leergut-Automaten für Mehrweg und Einweg-Pfand auch ein „Stand alone“-Leergut-Gerät (T70 Dual) für 0,5-Liter PET und Dosen-Gebinde leistet, um das Jausengeschäft von Schülern und Berufstätigen zu beschleunigen – deren Mittagspausen sind nämlich kostbare Zeit und die Rücknahme muss rasch gehen.

Wie bereits erwähnt, ist RollPac das erste vertikale und somit besonders platzsparende TOMRA Pfandraumsystem. Da Materialien ausschließlich in Rolltainern gesammelt und verdichtet werden, entfällt bei RollPac das schwere Heben von Säcken durch das Marktpersonal. TOMRA RollPac ist die erste Pfandraumlösung, welche mit den im Handel etablierten, Aufbewahrungs- und Transport-Rolltainern kompatibel ist. Dies begünstigt rasche Prozesse: Der jeweilige Rolltainer wird nach der Warenanlieferung, mit einem Sack versehen, in den TOMRA RollPac geschoben. Sobald dieser mit verdichteten Einweggebinden gefüllt ist, wird der gesamte Rolltainer an das Logistikzentrum des Händlers retourniert. Jeglicher Sackwechsel im Markt entfällt. Das Gerät ist somit einfach und leicht bedienbar, zudem fügt es sich nahtlos in jede bestehende Lagerrauminfrastruktur ein. Zusätzlich zu bereits bisher in Österreich von TOMRA-Automaten zurückgenommenen Mehrweg-Gebinden wird der TOMRA RollPac künftig die gesammelten Einwegflaschen und -dosen sortieren, verdichten und lagern. Bei RollPac ist der dafür nötige Platzaufwand minimal: Durch die vertikale Sammlung und Integration des Rolltainers in der Hintergrund-Anlage ist eine Installation auf kleinem Raum und minimalem Umbau möglich.

RollPac Tests zeigen: bis zu siebenmal schnellere Prozesse

TOMRA RollPac wird seit Juni 2023 im Handel in Deutschland und Österreich getestet, da die Nutzung von Rolltainern in beiden Ländern etabliert ist. In insgesamt fünf Märkten sind Testanlagen installiert. Die Vorteile des RollPac sind klar erkennbar. Messungen zeigen, dass der Wechsel von Sammel-Rolltainern – die „berühmten“ Gitterkombis, wie sie im Handel genannt werden - in nur 20 Sekunden möglich ist, damit ist der Prozess bis zu siebenmal schneller als bei anderen Pfandraumlösungen ohne Rollbehälter möglich. Mitarbeitende bestätigen wiederholt, dass durch die Leichtigkeit des Bewegens, d.h. durch das Rollen des Sammelcontainers, der Wechsel zudem kraftsparend und ganz einfach von einer Person umsetzbar ist.

Der benötigte Platz alleine für den RollPAc ist 3x3 Meter, dazu kommen Zugang, Schnittstelle zum Kunden und Manipulations-Platz.

Wie weit ist Spar?

Das Roll Out für die neue Art der Leergut-Automaten ist bei Spar schon sehr weit fortgeschritten. 1500 Standorte (dabei sind manche doppelt bestückt mit Automaten, also rund 1800 Stück) gilt es zu installieren. Die Investition liegt bei rund 60 Mio. Euro. Man ist mit dem RollPac bei mehr als 95% der Standorte vertreten. Spar und Eurospar-Märkte sind die Kunden des RollPac.
Bei Interspar und Maximarkt geht es um andere Lösungen, Multipack-Lösungen, die mit Palletten arbeiten.

TOMRA
TOMRA RollPac

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geschrieben am

08.05.2024