Tag des Tees

Tag des Tees

Besonders in den vergangenen Jahren erfreut sich Tee – getragen vom allgemeinen Gesundheits- und Lifestyletrend – immer größerer Beliebtheit.

Durch den Trend zu Gesundheit und Lifestyle-Feeling steigt der Wunsch nach einer Tasse Tee und somit wird auch das Angebot vielfältiger. Nicht nur Bio, sondern auch neue Sorten kommen immer mehr in die Regale des Lebensmittelhandels und Drogeriefachhandels. Vor allem die jüngere Zielgruppe liebt Tee als passende Ergänzung eines gesunden und gleichzeitig urbanen Lebensstils.

Im Jahr 2018 wurden weltweit rund 273 Mrd. Liter Tee konsumiert. Laut Prognose soll der Teekonsum bis zum Jahr 2021 auf rund 297 Mrd. Liter pro Jahr steigen. 

Österreich: Während die Marktzahlen klar Kräutertee als Nummer 1 ranken, geben sowohl die Österreichische Verbraucher Analyse (2018) als auch die aktuelle Umfrage (Marketagent.com im Auftrag von Demmers Teehaus im Juni/Juli 2019) Früchtetee leicht den Vorzug. Zusammen decken die Segmente Kräuter- und Früchtetee rund 80 % des Marktes ab.

Weniger prominent sind hierzulande Schwarztee und Grüner Tee, die direkt aus der Teepflanze Camellia sinensis hergestellt werden und damit als „echter“ Tee gelten (Kräuter- und Früchtetees fallen im Fachjargon unter „teeähnliche“ Erzeugnisse).

Bei der Zubereitung wünscht sich der österreichische Teetrinker Convenience, rund 90 bis 95 % setzen auf den bewährten Teebeutel. Auch wenn loser Tee immer mehr Anhänger findet, bleibt er nach wie vor ein Nischenprodukt.

„Der österreichische Teemarkt ist immer noch stark von einem saisonalen Verbrauch geprägt. Von Oktober bis Jänner wird überdurchschnittlich viel Tee getrunken. Nichtsdestotrotz etabliert sich Tee zunehmend als Ganzjahresgetränk, weil er Vielfalt und hohe Qualität bietet sowie den Aspekt eines gesunden Lebensstils fördert“, erklärt Dr. Johann Brunner, Geschäftsführer des Österreichischen Teeverbandes.

Welche Trends gibt es bei Tee?

Superfood weiter auf Vormarsch: ob exotisch oder heimisch, sind der große Trend in der Ernährung, der uns noch länger begleiten wird. Oftmals dienen dabei auch andere Teekulturen aus der ganzen Welt als Inspiration. Ganz neu sind Kombinationen mit Algen, zum Beispiel Spirulina. Tees mit Superfood-Zutaten werden auch als „Functional Teas/ Infusions“ – also Tees mit funktionalen Inhaltsstoffen und Zusätzen, die einen Mehrwert für Körper und/oder Geist liefern sollen – bezeichnet und tragen dazu bei, dass Tee sich mittlerweile ein echtes Lifestyle-Produkt etabliert hat. 

Hanf : zählt zu den ältesten Nutz- und Heilpflanzen der Welt und ist wirtschaftlich gesehen einer der am stärksten wachsenden Märkte der letzten Jahre. Cannabidiol (CBD), der nicht psychoaktive Wirkstoff, der dem Hanf von Natur aus innewohnt, findet Anwendung in einer Vielzahl von Lebensmittel, darunter auch Tee. Neben einem aromatischen Geschmack, der auch gut mit weiteren Kräutern harmoniert, wird Hanftee eine beruhigende und entspannende Wirkung nachgesagt. Auch auf die Verdauung soll er sich positiv auswirken.  

Gemüse im Tee: Vegan war und ist Tee -  solange keine Milch hinzugefügt wird - seit je her. Doch getrieben von dem allgemeinen Hype um vegetarische und vegane Ernährung hält nun auch Gemüse aller Art Einzug in die Teetasse. Ob Rote Beete, Karotte oder Brokkoli – zusammen mit Kräutern wie Ingwer, Thymian oder auch Minze werden sie zum salz- und kalorienarmen Trinkgenuss.

Kräftiger Geschmack am Vormarsch: Der Mensch ist ein Gewohnheitstier und so ist es auch der „klassische“ Teetrinker, der unaromatisierte Grüntee- und Schwarzteesorten bevorzugt. Doch schon in den vergangenen Saisonen fanden intensiv schmeckende Tees mit besonderen Aromen viele Anhänger. Dies wird sich auch in der kommenden Saison nicht ändern.

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Veröffentlicht am

09.11.2019