Schwerpunktthema Kosmetik

Natürlich stehen alle auf Kosmetik

Warengruppe Kosmetik: Markt in Österreich ist vielfältig, sowohl beim Angebot der Marken, als auch bei den Einkaufsstätten.

230 Euro gab ein österreichischer Privathaushalt dafür im Jahr 2019 durchschnittlich aus. Gesamt sind das rund 850 Millionen für gepflegtes Aussehen. Pro Jahr werden durchschnittlich 26 Mal Kosmetik und Körperpflegeprodukte erworben. Das entspricht einer Einkaufsfrequenz von etwa zweimal pro Monat.
Das besagt eine Gfk-Studie über das Haushaltspanel, das von der Plattform Kosmetik Transparent in Auftrag gegeben wurde. Die wesentlichen Ergebnisse:
Die Konsumenten setzen vermehrt auf Natürlichkeit in den Produkten. Aber sie müssen wirksam sein.

Fast die Hälfte aller österreichischen Haushalte kauft gemäß GfK-Marktforschung zumindest einmal im Jahr Naturkosmetik oder naturnahe Kosmetik. Im Jahr 2010 erzielten Naturkosmetik und naturnahe Kosmetik eine Marktdurchdringung von 41 %, im Jahr 2019 bereits 48,9 %. Zwar hat Naturkosmetik im Jahr 2019 im Vergleich zu 2018 Käufer verloren, allerdings geben diese mehr aus.

69 % der Frauen und 56 % der Männer schätzen Produkte auf natürlicher Basis und ohne chemische Zusätze. Für 76 %der Österreicher gehören die Sicherheit und Verträglichkeit von Körperpflege- oder Kosmetikprodukten zu hoher Qualität selbstverständlich dazu.

Wer hat die höchste Reichweite?

  • Die höchste Käuferreichweite weisen Badezusätze wie Duschbäder und -gels mit 76,4 % auf,
  • gefolgt von Shampoos mit 72,4 %.
  • Deos und Antitranspirantien rangieren mit 63,1 % auf Platz 3 in der Käuferreichweite.
  • Gesichtsreinigung und Duschgele gelten als essenzielle Körperpflegeprodukte. Sie werden immer gebraucht.
  • Zum Verwöhnen gönnt man sich spezielle Gesichtspflegeprodukte wir Antifalten-Cremen oder Masken, Haarkuren und Pflegekonzentrate oder Körperpflege für trockene und sensible Haut.
     

Die Österreicher kaufen ihre Kosmetikprodukte vornehmlich und umsatzmäßig am meisten im Drogeriefachhandel ein (60,2 %). Auf Rang zwei kommt der Lebensmittelhandel ohne Discount (20,2 %),danach Kosmetikfachgeschäfte und Parfümerien (7 %). Erst auf Platz 4 liegen die Discounter mit einem Umsatzanteil von 6,2 %, gefolgt von Apotheken (3,5 %) und anderen Einkaufskanälen wie Online-Shopping (3 %).

Die einzelnen Kosmetikbereiche

Haare (Shampoos, Pflege, Styling, Farbe und Tönen): 81 % aller österreichischen Haushalte kaufen zumindest einmal im Jahr ein Produkt aus dieser Kategorie und gaben dafür im Jahr 2019 rund 44 Euro aus. Insgesamt geben die österreichischen Haushalte für die Haarpflege rund 138 Millionen Euro aus.

Zahn- und Mundhygiene (Zahnpasta, -seide und -sticks, Mundwasser, elektronische und Hand-Zahnbürsten): 87 % aller österreichischen Haushalte kaufen zumindest einmal im Jahr ein Produkt für ihre Zahn- und Mundhygiene und gaben dafür 2019 etwa 43 Euro aus. Insgesamt beläuft sich der Absatz von Mund- und Zahnpflegeprodukten auf circa 142 Millionen Euro.

Hautpflege (Gesicht, Körper, Lippen und Sonnenschutz): Fast 72 % aller österreichischen Haushalte kaufen zumindest einmal im Jahr ein Produkt für die Hautpflege und gaben dafür 2019 fast 70 Euro aus. Insgesamt beläuft sich der Absatz für Hautpflege auf rund 190 Millionen Euro.

Restlichen Bereich, zu dem Duschgels, Dekorative Kosmetik, Deos und Antitranspirantien, Rasur, Fußpflege, Duft und Bartpflege zählen: Fast 93 % der österreichischen Haushalte kaufen zumindest einmal im Jahr ein Produkt aus dieser Kategorie und gaben dafür 2019 fast 108 Euro aus. Insgesamt beläuft sich der Absatz auf rund 380 Millionen Euro.

Corona-Krise

Einen Blick in die heimischen Badezimmer wagte das Marktforschungsunternehmen marketagent.at zu Zeiten von Corona und stellte fest: Mehr Hygiene, weniger Styling.

  • Mehr als ein Drittel der Befragten verwendete Handcreme häufiger als vor der Corona-Ausgangsbeschränkung, mehr als 60 % zumindest gleich häufig wie immer.
  • Fast 12% der Befragten duschten öfter, rund 82 % stellten sich gleich häufig unter die Dusche.
  • 8% putzen sogar häufiger die Zähne, 90 % putzen unverändert häufig.
  • Mehr als 7% greifen häufiger zu Mundwasser.
  • Fast 8% waschen häufiger die Haare.

Veröffentlicht am

30.06.2020