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Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig hat heute das 110 Mio. Euro Versorgungssicherungspaket für die heimische Landwirtschaft vorgestellt: "Damit unterstützen wir unsere Bäuerinnen und Bauern, damit sie weiter produzieren und die Menschen mit regionalen Lebensmitteln versorgen können."

Totschnig: Paket stärkt Lebensmittelproduktion

Mit einem Versorgungssicherungspaket für Österreichs Bauern wird die regionale Lebensmittelproduktion gestärkt.

Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig stellt die 110 Mio. Euro Unterstützung für die regionale Landwirtschaft vor:  „Konkret unterstützen wir unsere Bäuerinnen und Bauern mit einem Versorgungssicherungsbeitrag. Alle Bäuerinnen und Bauern, die einen Mehrfachantrag für 2022 gestellt haben, erhalten – auf Basis der beantragten beihilfefähigen Flächen und Großvieheinheiten – diesen Beitrag automatisch Ende des Jahres über die AMA ausgezahlt. So entlasten wir die heimische Landwirtschaft, federn die Teuerung ab und stärken die Wettbewerbsfähigkeit unserer Betriebe im europäischen und internationalen Umfeld“, so Totschnig. 

„Das Versorgungssicherungs-Paket ist eine wichtige und notwendige Maßnahme, damit unsere bäuerlichen Familienbetriebe auch weiterhin ausreichend Lebensmittel für Österreich gewährleisten können“, betont Landwirtschaftskammer Österreich (LKÖ)-Präsident Josef Moosbrugger. „Das nun vorgelegte Versorgungssicherungspaket unterstützt die bäuerlichen Betriebe, die enormen Kostensteigerungen tragen zu können und sie vor überhasteten und verzweifelten Betriebsentscheidungen zu bewahren. „Es ist eine Tatsache, dass die Preise für unverzichtbare Betriebsmittel wie Energie, Treibstoffe, Dünge-, Pflanzenschutz- und Futtermittel, aber auch Investitionen und Reparaturen spätestens seit der Ukraine-Krise regelrecht durch die Decke schießen und viele Bauernfamilien nicht wissen, wie sie diese enormen Kostensteigerungen bewältigen können. Unsere Bäuerinnen und Bauern müssen lange bevor sie etwas abrechnen können, in Vorleistung gehen. Wir sind sehr froh, dass ein Teil der Zusatzkosten von der Bundesregierung anerkannt und den Betrieben nun bei ihrer Arbeit zur Versorgung der Bevölkerung unter die Arme gegriffen wird“, unterstreicht Moosbrugger. 

Der Versicherungsbeitrag im Detail

Der Versorgungssicherungsbeitrag bemisst sich aus einer flächenbezogenen und einer tierbezogenen Komponente. Der tierbezogene Beitrag liegt bei 14 Euro je Großvieheinheit. Der flächenbezogene Beitrag variiert je nach Flächennutzung. Der durchschnittliche Versorgungssicherungsbeitrag je Betrieb beträgt ca. 1.000 Euro. Beispiele: 

  • Ein Ackerbaubetrieb mit 40 ha Ackerfläche und Zuschlag für 5 ha Hackfrüchte erhält ca. 1.280 Euro.
  • Ein Milchviehbetrieb mit 35 ha mehrmähdiger Wiese und 30 Großvieheinheiten Milchkühe erhält 1.770 Euro.
  • Ein Veredelungsbetrieb Schweinemast mit 30 ha Acker, Zuschlag für 15 ha Hackfrüchte und 60 Großvieheinheiten Mastschweine erhält ca. 2.000 Euro.
  • Ein Mutterkuhbetrieb mit 10 ha mehrmähdiger Wiese, 10 ha einmähdiger Wiese und 24 Großvieheinheiten Mutterkühe erhält ca. 885 Euro.

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Veröffentlicht am

17.06.2022