Wein aus Österreich Sturm

Weinselig in den Herbst

In der Weinbranche geht es nicht nur im Glas stürmisch zu, es gibt viel Neues.

Die Österreichische Weinmarketing, bekommt mit Jänner mit Chris Yorke einen neuen Chef, Willi Klinger geht zu Wein&Co., Winzer Krems räumte mit seiner Vergangenheit auf und Lenz Moser verpasste sich einen neuen optischen Auftritt.
Und weitere Themen stehen auf dem Tapet: Carnuntum wird das nächste DAC-Weinbaugebiet und einigt sich auf die drei Stufen Gebietswein, Ortswein, Riedenwein. Dabei setzt man auf renommierte Sorten: beim Weißwein Chardonnay, Weißburgunder und Grüner Veltliner, beim Rotwein Zweigelt und Blaufränkisch. Nach gründlichen Überlegungen und regionaler Konsensfindung legte man einen DAC-Verordnungsentwurf vor, der nun von der Bundesministerin für Nachhaltigkeit und Tourismus Maria Patek unterzeichnet wurde. Damit wird Carnuntum zum 14. österreichischen Weinbaugebiet mit spezifischem Schutz für gebietstypische Weine.

Neuer Auftritt der Wein Steiermark

Das Marketing von Wein Steiermark wird neu überarbeitet und die Dachmarke erhält auch einen neuen Auftritt: Steiermark Wein. Wein vom Berg. Mit Hand und Herz. 

Das Logo und der Claim erzählen von der harten Arbeit in den steirischen Weinbergen, der "die Welt die guten Weine verdankt, welche in der Ebene niemals so gelingen würden." Handarbeit und Individualität ist es, was diese Weine so besonders werden lässt. Spannend zu wissen: Die steirischen DAC-Gebiete sind die ersten und bislang einzigen Gebiete Österreichs, in welchen die Handlese der Trauben verpflichtend vorgeschrieben ist. Für den neuen Auftritt gibt es zahlreiche Lektüre: ein eigenes Dossier, Folder Broschüren und eine neu überarbeitete Website: https://www.steiermark.wine/de

Appell an Weinhandel

 „Österreichs Winzerinnen und Winzer freuen sich heuer auf einen guten, vollreifen Weinjahrgang. Im Vergleich zur großen vorjährigen Ernte wird dieses Jahr eine durchschnittliche Weinmenge in der Größenordnung von rund 2,4 Mio. Hektoliter erwartet“, erklärte Österreichs Weinbaupräsident Johannes Schmuckenschlager zum Weinjahrgang 2019 und ergänzte: „Ich richte einen dringenden Appell an den Weinhandel, vernünftige, kostendeckende Traubenpreise zu bezahlen. Andernfalls besteht die Gefahr, dass in diesem Segment verstärkt gerodet wird.“

Der Vegetationsverlauf des Weinjahrganges 2019 lässt einen vollreifen Weinjahrgang erwarten. Durch die Trockenheit nach der Blüte im Juni und auch im Juli sind die Beerendurchmesser etwas kleiner, was auch sehr aromatische Weine erwarten lässt. Durch die Verschiebung der Reife in einen normalen, etwas kühleren Zeitraum rechnen die Winzer mit hohen Zuckerkonzentrationen, aber auch mit einem ausreichenden Maß an Säure, weswegen heuer sehr harmonische und ausgewogene Weine erwartet werden können. Es ist durchaus anzunehmen, dass die Weine heuer neben guter Reife und vollem Körper auch Finesse und Frische haben werden, weil zur Fruchttiefe auch ein gutes Säurerückgrat dazukommen könnte.

Veröffentlicht am

01.10.2019