Mestemacher ist international erfolgreich

Brot für die Seele

Das Familienunternehmen Mestemacher aus Gütersloh erkennt Trends sehr für und nutzt diese für Innovationen.

Mestemacher ist den deutschsprachigen Konsumenten vornehmlich als Pumpernickel-Produzent bekannt und in diesem Bereich sogar Weltmarktführer. 2018 erreichte das Unternehmen sogar den High Score an Umsatz mit 162,8 Mio. Euro (+2,8% über dem Vorjahr). Wie kommt es, dass ein Hersteller von Brot- und Backwaren in diesem schwierigen Umfeld eine so gute Entwicklung aufweisen kann?

Die Antwort ist, dass sich das Unternehmen nicht nur den Trends verschrieben hat, sondern auch der „Corporate Social responsibility“ der Verantwortung Menschen gegenüber. Dabei geht es schon lange nicht mehr um Mitarbeiter alleine, sondern auch um die Gesellschaft. Seit vielen Jahren zeichnet Mestemacher unter der Ägide der Firmenchefin Prof. Dr. Ulrike Detmers Personen aus, die sich in ihrem Bereich besonders hervorheben. Es geht dabei um die „Managerin des Jahres“, den „Spitzenvater des Jahres“, den „Kita-Preis“, „Gemeinsam leben“ (Gleichstellung), oder auch Initiativen gegen Hunger oder die Krankheit Demenz. Erst jüngst Anfang Dezember 2019 hat man nun zum dritten Mal die Verleihung „Gemeinsam leben“ vorgenommen.  „Egozentrik und Doppelmoral schwächen nachhaltigen Wertzuwachs. Leben nach dem Wir-Prinzip bewirkt das Gegenteil.“, hebt die Initiatorin Prof. Dr. Ulrike Detmers bei der Siegerehrung im Hotel de Rome, Berlin, hervor. 

Prof. Dr. Ulrike Detmers

 

Innovationen gut überlegt

Dass man selbstverständlich nicht nur von sozialen Aktivitäten leben kann und soziales Engagement mit wirtschaftlicher Denke Hand in Hand gehen müssen, das zeigen die laufenden Innovationen im Hause Mestemacher in Gütersloh. Dabei handelt es sich nicht einfach um Geschmacksvarianten der Brote oder Line Extensions – nein, man hinterfrägt die Trends und Gewohnheiten der Konsumenten und bringt sie mit den Möglichkeiten im Lebensmittelhandel in Einklang. Das Schlagwort der Neuheiten ist schnell erkannt: Lifestyle-Produkte. So steht es auch im Firmenclaim.

Die Brote sind gesundheits- convenienceorientiert.  Und gruppieren sich in sb-verpackte vorgeschnittene und pasteurisierte Spezialbrote, TK-Blechkuchen, Knäckebrote und Müslis. Der Exportanteil beträgt rund 29 %. Der grenzüberschreitende Verkauf bezieht sich insbesondere auf die Produktkategorie sb-verpackte und ungeöffnet langhaltbare Spezialbrote. 

Die Veränderung des Verzehrs von Backwaren und Getreideprodukten wie Brot sowie die Neigung zu gesünderen und umweltschonenderen Lebensmitteln sind Hauptfaktoren, die den Global Baked Food & Cereals Market beeinflussen. „100 % Plant Based“, d.h. Lebensmittel aus pflanzlichen Zutaten, werden zunehmend global verzehrt. Das Brotportfolio der Großbäckerei-Gruppe, das größtenteils aus der Hauptzutat Roggen besteht, ist bis auf wenige Ausnahmen „100 % Plant Based“, also pflanzlich und ohne tierische Produkte. 

Einen Schritt weiter geht die Neuheit „Unser Pures“, ein Brot, das ohne Mehl oder Hefe auskommt und auch vegan ist. Es ist eine wertvolle Quelle an Eiweiß und Omega 3 Fettsäuren.

Ein besonderes Geschmackserlebnis ist das Trauben-Nuss-Brot, ein Roggenvollkornbrot mit 10% Rosinen und 10% Haselnüssen. 

Der Geselle an der Seite heißt Pflaumen Walnuss Brot und enthält 12% Pflaumen und 8% Walnüsse. 

Nachhaltig gedacht von Anfang an

Und nicht zuletzt geht es im Unternehmen um den nachhaltigen Gedanken der Produkte. Mit seiner Verpackung, auf die Mestemacher seit Jahren schwört, ist man auf der Welle „gegen Lebensmittelverschwendung“ nun ganz vorne dabei: die Brote haben die ideale Verpackungsgröße und sind alleine durch die Wiederverschließbarkeit bestens geeignet zum Bevorraten. 

Für die Zukunft plant Mestemacher wie auch bereits andere Unternehmen und Händler das 2017 in Frankreich eingeführte „Nutri-Score-System“ anzuwenden und auf der Verpackung sichtbar zu machen. 

Veröffentlicht am

05.12.2019