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Michael Brönner, Country Manager von Mastercard Austria und Piotr Kwasniak, zuständig für Business Development Digital bei Mastercard Austria, präsentierten den Digital Payment Index 2022 im Looshaus in Wien.

Mastercard: Lupe auf digitales Bezahlen

Zum ersten Mal in Österreich wird im Rahmen einer Studie - Digital Payment Index - das digitale Bezahlverhalten der Österreicher untersucht.

Mastercard will es wissen: wie verhalten sich die Kunden, wenn sie nicht mit Bargeld bezahlen? Welche Bezahlt nutzen sie? Wie oft und wann und gibt es Unterschiede zwischen dem PoS und e-commerce?

Der Digital Payment Index (kurz DPI) - made by Mastercard - wird nun jährlich durchgeführt und nutzt Händlern, Banken und auch dem Anbieter Mastercard das Verhalten der Konsumenten besser zu verstehen. Drei Kategorien wurden hier unter die Lupe genommen: die Infrastruktur (Terminal, ...), das Wissen über alle Möglichkeiten und schließlich die Nutzung. Und man sollte es nicht glauben, es gibt in allen Bereichen Unterschiede, vor allem zwischen stationär und online. Und mit einer Neuheit - die erst erprobt wird, aber kommen soll - wartet Mastercard auch auf: „Click to Pay“ ist ein digitaler Guest Check out, bei dem man nicht mehr alle Daten mühevoll angeben muss, die aber am eigenen Device hinterlegt sind - Nicht beim Händler. Auch hier ist Sicherheit groß geschrieben.

Ergebnisse im Detail

Die Infrastruktur für bargeldloses Zahlen ist in Österreich laut DPI bereits stark ausgebaut. Im stationären Handel sind Bargeld und Kartenzahlung die beiden nahezu flächendeckend vorhandenen Bezahlmethoden. Bei Kartenzahlungen ist das kontaktlose Bezahlen an fast allen Akzeptanzstellen (99 %) möglich. Große Handelsketten sind hinsichtlich Kartenakzeptanz führend, während einige kleinere Betriebe, wie beispielsweise einzelne Gastronomen oder Taxibetreiber, etwas seltener Kartenzahlung anbieten.
„Nachdem der Handel bei der Kartenakzeptanz bereits sehr gut aufgestellt ist, liegt unser Fokus für die kommenden Jahre auf dem Ausbau der Akzeptanz in spezielleren Anwendungsfällen, wie beispielsweise bei Kleinsthändlern oder Veranstaltungen“, erklärt Piotr Kwasniak, verantwortlich für Business Development Digital bei Mastercard Austria. „Ein Schlüssel dazu ist unser ‚Tap on Phone‘- Konzept. Es ermöglicht UserInnen, ihr Mobiltelefon als Terminal zu verwenden, auf das KonsumentInnen zum Zahlen einfach ihre Karten tappen können.“ Spannend auch für alle Händler, die auf Dorffesten ihre Waren anbieten und wo es rasche gehen soll, wenn es ums Bezahlen geht.

Generell wissen Österreicher um die diversen digitalen Zahlungsmöglichkeiten gut Bescheid. Gerade bei neueren Onlinebezahlmethoden gibt es aber noch Lücken. Stark ausgeprägt ist auch das Wissen rund um Themen zur Sicherheit bei Kartenzahlung, wie beispielsweise der Kartensperrung. Auch die E-Commerce Studie aus 20212 zeigt: Für 49 % hat Sicherheit beim Online-Bezahlen die höchste Priorität, 95 % sind diesbezüglich mit der Zwei-Faktor- Authentifizierung zufrieden. Während 83 % angeben, sich mit Kartenzahlungen sehr gut auszukennen, sind es bei der Zahlung mit einem Wearable nur 36 % und 26 % beim Bezahlen mit Barcode.

Bei der tatsächlichen Nutzung digitaler Zahlungsmethoden verzeichnet Österreich einen Score von 50: Während 96 % der Österreicher eine Bankomatkarte nutzen, ist die Annahme neuerer digitaler Zahlungsmethoden noch ausbaufähig.

Kontaktloses Bezahlen liegt eindeutig im Trend: Vor allem durch die Corona-Pandemie beschleunigt, werden mittlerweile 86 % aller Kartentransaktionen kontaktlos getätigt.

Mit der Umstellung der Bankomatkarte von Maestro auf das Nachfolgeprodukt Debit Mastercard, wurde die Bankomatkarte onlinefähig. 87 % der Konsumenten kennen ihre Online-Funktion, mehr als die Hälfte der Onlinenutzer hinterlegen die Bankomatkarte bereits bei Onlineshops.

Das Bezahlen mit dem Handy nimmt ebenfalls zu, dennoch ist die Nutzung von Mobile Wallets mit 22 % noch nicht sehr weit verbreitet. Mobiles Zahlen wird vor allem von Jugendlichen genutzt: 34 % der österreichischen Jugendlichen zahlen mit ihrem Handy, weitere 29 % wollen dies in Zukunft tun.

Obwohl die Österreicher zunehmend in den bargeldlosen Zahlungsverkehr vordringen, weisen die DPI-Ergebnisse auch die weiterhin hohe Relevanz von Bargeld auf: Bargeldbehebungen (47 Mrd. EUR) stellen in Relation zu Kartenzahlungen (41 Mrd. EUR) mehr als die Hälfte des Transaktionsvolumens über Karten dar.

„Unser Ziel ist es, Konsumenten die optimale Wahlmöglichkeit zwischen Bargeld und den verschiedenen Formen der Kartenzahlung zu bieten. Und das möglichst in jeder Einkaufssituation und bei jedem Händler“, sagt Michael Brönner, Country Manager von Mastercard Österreich.

Abschließend nimmt Mastercard Stellung zum vieldiskutierten Thema „Wertschöpfung durch europäische Bezahlsystem“: Viel Geld wird in Europa und auch in Österreich investiert: das beginnt bei einem großen Mitarbeiterstamm und geht hin bis zu großen und wichtigen Sponsorings von Events. Die  European Payment Initiative scheint dem Vernehmen nach zwar ein europäisches Bezahlsystem forcieren zu wollen, aber die bisherigen Ergebnisse lassen noch auf sich warten.

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Veröffentlicht am

24.06.2022