Hofer brandet seine Ware selbst

Lasertechnologie bei Hofer

Erste Natural Branding-Anlage Österreichs für Hofer im Einsatz.

Im Burgenland wurde die erste Natural Branding-Anlage Österreichs in Betrieb genommen. Durch die Beschriftung mittels oberflächlichem Branding der Schale kann das Angebot an losem Obst und Gemüse entscheidend ausgebaut werden, so sind künftig auch Bio-Salatgurken mit der natürlichen Beschriftung erhältlich.

 

Hofer Branding Anlage

Bereits seit August 2018 testet der Lebensmittelhändler Natural Branding - ein oberflächliches Branding an der Schale von Obst- und Gemüseprodukten. Dadurch kann auf die notwendige Deklaration mittels Verpackungsfolie oder Sticker verzichtet werden. Die Früchte kommen somit komplett ohne Verpackung aus, trotzdem ist die Unterscheidung zwischen konventionellen und Bio-Produkten möglich.

Nun wurden die Weichen gestellt, um den Einsatz dieser umweltfreundlichen Kennzeichnung weiter auszubauen: In enger Zusammenarbeit mit seinem Lieferanten Vio Organic hat Hofer die erste Natural Branding-Anlage Österreichs im burgenländischen St. Andrä am Zicksee in Betrieb genommen. Im Rahmen der „Hofer Verpackungsmission: Vermeiden. Wiederverwenden. Recyceln.“ wurde das Ziel verabschiedet, die Auswahl an unverpacktem Obst und Gemüse in den nächsten Jahren stetig auszuweiten, was durch die Inbetriebnahme der innovativen Anlage nun weiter vorangetrieben wird.

Rund 3000 bis 3500 Früchte durchlaufen die Natural Branding-Anlage pro Stunde. Auf einem Zuführband werden Avocados, Mangos und Co. entweder einzeln oder in Kisten in das Innere der Maschine transportiert, wo sie mit einer 3D-Kamera vermessen werden. Der tatsächliche Branding-Prozess dauert nicht länger als ein Wimpernschlag: Innerhalb von 0,5 Sekunden bringt der Laser das Logo auf der Schale an. Nachdem die Früchte die Maschine auf einem Abführband verlassen haben, sind sie für den weiteren Transport in die Hofer-Filialen bereit. Natürlich ist die gebrandete Stelle lebensmitteltechnisch absolut unbedenklich, jede Frucht kann wie gewohnt gegessen werden. 

Geplant ist ein umfassender Ausbau des Angebots, denn für die innovative Beschriftung sind z.B. auch Kohlrabi, Zucchini, Kürbis und Süßkartoffel geeignet. Darüber hinaus wird das Branding auf Paprika, Melanzani, Tomaten, Karfiol, Brokkoli und Knoblauch getestet. Nach einem erfolgreichen ersten Testlauf werden österreichische Bio-Salatgurken mit Branding und somit ohne Sticker erhältlich sein. Sollte die natürliche Beschriftung auch bei Bio-Gurken aus dem europäischen Ausland funktionieren, hat Hofer das klare Ziel, durch das Branding die Verpackungsfolie und somit jährlich rund 62 Tonnen Kunststoff einzusparen.  

Veröffentlicht am

07.06.2019