Hochsaison bei Sekt und Schaumwein

Hochsaison bei Sekt und Schaumwein

Das Bewusstsein um den heimischen Sekt steigt, die Herkunft wird immer wichtiger.

Mit dem Sekt und Schaumwein ist es so, wie mit dem Handel an sich: Wer jetzt seine Umsätze nicht macht, der kann sie nicht mehr aufholen. Für die Sektproduzenten ist die Zeit vor Weihnachten und rund um den Jahreswechsel die wichtigste, gefolgt von der Ballsaison.

Laut einer Nielsen Analyse sind die Sektpreise in den vergangenen zwei Jahren stetig gestiegen - laut FMCG-Preisindex. Im Frühjahr 2019 lagen die Preise sogar um 11% über dem Preisniveau von Anfang 2017. In der Weihnachtszeit- und Silvesterzeit wurden die Preise durch Aktionen wieder stark abgeschwächt. Das wiederholt sich mit großer Annahme auch 2019.

Schlumberger stellt auch Ende des Jahres seinen Sektreport vor: Bereits seit dem Jahr 2014 gibt das Traditionshaus Schlumberger den jährlichen Sektreport beim market Institut in Auftrag. Ziel ist es, das Trink- und Konsumverhalten von Sekt in der österreichischen Bevölkerung ab 18 Jahren zu untersuchen, Entwicklungen festzustellen und Trends zu erkennen. 

Über 90 % der österreichischen Bevölkerung ab 18 Jahren trinken zumindest gelegentlich Sekt – ein Viertel davon monatlich, immerhin rund 5 % sogar wöchentlich. Das wichtigste Kriterium für die Auswahl und den Kauf des Sekts ist nach wie vor der Geschmack (85 %). Ein Genussprodukt muss einfach gut schmecken. An zweiter Stelle folgt dann die Herkunft des Schaumweins (70 %). Als einziges Kaufkriterium gewinnt die Herkunft seit der ersten Befragung 2014 übrigens jährlich mehr und mehr an Bedeutung. Diese Entwicklung bestätigt den Trend hin zu Regionalität und zeigt, dass das Bewusstsein für die Qualität heimischer Sektprodukte kontinuierlich wächst. Vor allem jene, die mindestens einmal im Monat Sekt trinken, achten verstärkt auf die Herkunft. Knapp 80 % der Befragten, und damit mehr als im Vorjahr, kaufen am liebsten heimischen Sekt. Dabei achten ältere Generationen stärker auf österreichische Produkte als jüngere. Weit abgeschlagen liegen Italien (16 %) und Frankreich (3 %) als präferierte Herkunftsländer für Sekt. Als drittwichtigste Kaufkriterium führen Konsumenten die Qualität des Sekts an.

Bewusstseinsbildung zeigt Wirkung – Zahlungsbereitschaft steigt

Der Flaschenpreis beeinträchtigt die Kaufentscheidung hingegen weniger. Durchschnittlich werden im Supermarkt € 7,8 für Sekt ausgegeben, in der Vinothek € 14,40 und in der gehobenen Gastronomie € 34,30. Die Zahlungsbereitschaft ist im Vergleich zum Vorjahr generell gestiegen – im Lebensmittelhandel um 4 %, im Fachhandel sogar um rund 7 %.

Wichtigste Einkaufsquelle ist und bleibt der Supermarkt (64 %). Doch auch Vinotheken und der Ab-Hof Verkauf gewinnen an Bedeutung. Die große Auswahl und die persönliche Beratung ist vor allem für Sektkennern ein wesentlicher Vorteil. Ein Fünftel der Sekttrinker bevorzugt übrigens sortenreine Schaumweine. Ebenso achten rund 20 % bei der Auswahl darauf, dass das Produkt möglichst histaminarm ist. Beides zeigt, dass sich Herr und Frau Österreicher vermehrt mit dem Thema beschäftigen und Sekt zunehmend bewusster getrunken wird.

Veröffentlicht am

18.12.2019