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AMA-Gütesiegel: Alles Gute für das Schwein!

Handel unterstützt „neues“ AMA-Gütesiegel

Bis 2030 will das AMA-Gütesiegel bei Schweinefleisch nun eine massive Weiterentwicklung abgeschlossen haben, der Handel geht den Weg mit.

Es war in vieler Munde: das AMA-Gütesiegel für Schweinefleisch wird sich bis 2030 stufenweise weiterentwickeln. Warum erst bis 2030? Ein Stufenplan bis 2030 gibt Landwirten die notwendige Zeit für Umbauten. Das gibt den Landwirten auch Planungssicherheit.

Kurz nochmals die Ziele:

Ab sofort gibt es eine Erweiterung um ein zusätzliches, freiwilliges Modul in der Richtlinie zu "Mehr Tierwohl" mit 100% mehr Platz im Stall. Ein Modul mit 60% mehr Platz gibt es bereits seit einigen Jahren. Bei beiden Systemen sind zusätzlich eingestreute Liegeflächen vorgeschrieben.

  1. Bis 2030 sollen insgesamt 1 Mio. Schweine aus biologischer Haltung beziehungsweise aus den freiwilligen AMA-Gütesiegel-Modulen "Mehr Tierwohl" stammen und vermarktet werden.
  2. Bis Ende 2026 vollständige Einbindung aller Zuchtsauen- und Aufzuchtbetriebe in das AMA-Gütesiegel.
  3. Beitrag zur Zielerreichung der österreichischen Eiweißstrategie: Bis 2030 Reduktion der Importe von Übersee-Soja um 50%. Das bedeutet eine Erhöhung des Selbstversorgungsgrades mit Eiweißfuttermitteln über alle Tierkategorien auf 90%. Damit soll ein wesentlicher Beitrag in Sachen Klimaschutz, Unterstützung der regionalen Kreislaufwirtschaft und der kleinstrukturierten Produktion als Differenzierungsmerkmal der heimischen Herstellungsweise und Qualität geschaffen werden.
  4. Sukzessive Umrüstung aller Schweinemastbetriebe im AMA-Gütesiegel auf Haltungssysteme ohne Vollspaltenböden, das heißt endgültiges Aus für Vollspaltenböden im AMA-Gütesiegel bis Ende 2032.
     

Was Josef Moosbrugger, Präsident der Landwirtschaftskammer (LK) Österreich als mutigen Schritt der AMA bezeichnet, hat im Falle des „neuen“ AMA-Gütesiegels als Basis eine Partnerschaft zwischen AMA, Handel und Landwirtschaftskammer. Bei der Spar sieht man die Weiterentwicklung des AMA-Gütesiegels als wichtigen Schritt, ist doch der Marktführer im heimischen Lebensmittelhandel mit Tann ein wichtiger Abnehmer und Mitgestalter der Siegels. Auch der Nachfolger von Tann-Chef Helmut Gattringer, der im Jänner 2021 in Pension ging, sieht das neue AMA-Gütesiegel als wichtigen Schritt: Dipl. Ing. (FH) Leopold Scharmer ruft mit Tann und somit der Spar die Konsumenten auf, auch weiterhin zu heimischem Fleisch zu greifen und so einen Beitrag für mehr Tierwohl zu leisten. Mit Tierwohl kann niemals zu früh begonnen werden.

„Der neue Stufenplan für das AMA-Gütesiegel-Schwein bringt noch mehr Tierwohl und Klimaschutz in unsere Regale“, so Spar-Vorstand Hans K. Reisch, verantwortlich für die Tann-Fleischverarbeitungsbetriebe von Spar. In den Verhandlungen zur Weiterentwicklung unterstützte Spar eine stufenweise und mittelfristige Einführung von strengeren Anforderungen an die Tierhaltung, anstelle von schlagartigen Umstellungen, die Landwirten wenig Zeit für Adaptionen gegeben hätten. Spar befürchtete sonst ein Aufgeben weiterer landwirtschaftlicher Betriebe und mehr Importe von ausländischem Billig- Schweinefleisch. „Die Weiterentwicklung der Schweinemast ist nur gemeinsam mit Handel und Konsumenten möglich, denn die Mehrkosten für die Landwirtschaft werden sich im Preis widerspiegeln. Daher ist ein konstruktiver Austausch mit den relevanten Beteiligten in der heimischen Lieferkette so wichtig“, so DI Dr. Johann Schlederer, Geschäftsführer des Verbands landwirtschaftlicher Verarbeitungsbetriebe und Chef der Schweinebörse.

Gaby Fritsch, bei Berger Schinken für Verkauf und Marketing zuständig: „Wir begrüßen das AMA Gütesiegel Modul zu mehr Tierwohl mit 100% mehr Platz und sind fest davon überzeugt, dass es nicht nur ein Gebot der Stunde, sondern absolut richtungsweisend für die Zukunft ist. Umso mehr, da wir bei Berger bereits jetzt schon Frischfleisch sowie Schinken- und Wurstprodukte aus Tierwohl mit 100% mehr Platz, Liegebereich mit Stroh, Auslauf und regionalem gentechnikfreiem Futter anbieten.“

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Veröffentlicht am

22.07.2021