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Fairtrade fordert Solidarität und Unterstützung für Bauern vor Ort, wie hier in Peru bei der Bananenernte.

Fairtrade fordert Solidarität

Aufgrund der Pandemie bietet Fairtrade Unterstützung und fordert Solidarität für kleinbäuerliche Betriebe und Beschäftigte in Asien, Afrika und Lateinamerika.

Die Corona-Krise hat die Länder, wo zahlreiche Rohstoffe für unsere Lebensmittel herkommen, besonders hart getroffen. In Ländern des Globalen Südens, wo Social Distancing und Home Office oft nicht möglich sind, sind soziale und wirtschaftliche Folgen besonders gravierend. Fairtrade fordert mehr Solidarität mit benachteiligten Ländern. Nur gemeinsam lassen sich Folgen der Krise wie steigende Armut und Kinderarbeit abmildern.

15 Millionen Euro für Soforthilfe und Wiederaufbau

Rund 15 Millionen Euro für Soforthilfe und Wiederaufbau hat Fairtrade als globales Netzwerk aus eigenen Mitteln und mithilfe externer Geldgeber akquiriert, darunter das Bundesministerium für Entwicklung und Zusammenarbeit (BMZ) in Deutschland. Die Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit unterstützt die Umsetzung vor Ort. Von Aufklärung bis Desinfektionsmittel – es wird finanzielle Unterstützung für Grundlegendes gebraucht.
Über 700 Produzentenorganisationen in 59 Ländern haben bereits Mittel erhalten, beispielsweise Ausrüstung für Hygiene und Schutz vor Ansteckung, Lebensmittel oder Unterstützung für Aufklärungskampagnen.

Solidarität mit dem globalen Süden

Weder kleinbäuerliche Familienbetriebe, noch Beschäftigte auf Plantagen haben einen Puffer, um solche Krisen abzumildern. Wo Menschen nicht viel mehr als das absolute Minimum von zwei US-Dollar pro Tag zum Leben haben, sind Jobverlust, höhere Lebensmittelpreise, Ausgangssperren und Mobilitätseinschränkungen existenzbedrohend. Fairtrade ruft Politik und Wirtschaft, Konsumenten auf, sich gezielt dafür einzusetzen, die Folgen der Pandemie in den Ländern des Globalen Südens abzumildern. Dazu gehört, faire Handelsbedingungen zu fördern und im Alltag auf faire Produkte zu achten.

Geld für Investitionen dringend gebraucht

In Asien erhielten unter anderem Fairtrade-zertifizierte Tee- und Kaffeeorganisationen Hygiene-Ausrüstung wie Schutzkleidung und Masken, außerdem Nahrungsmittel, Wasserfilter und Schulmaterial. Die Gelder für Soforthilfe und längerfristige Aufbaumaßnahmen werden dringend gebraucht, bestätigt Sanjeet Khurana, COO des asiatischen Fairtrade-Produzentennetzwerks NAPP, die die Umsetzung von Projekten vor Ort unterstützt. Zum Wiederaufbau gehören aber auch Trainings zu Klimaanpassung, Fruchtwechsel und Anbau in Mischkulturen: „Das trägt dazu bei, die Produktivität zu verbessern und Kosten zu verringern, um so Nachhaltigkeit langfristig zu sichern“, betonte Khurana.

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Veröffentlicht am

12.03.2021