dm Teilkonzern Zentrale bliebt in Salzburg

dm CEE bleibt in Salzburg

dm Teilkonzern CEE Zentrale bliebt in Salzburg und Österreich ist von der Strategieänderung nicht betroffen.

Einige Unsicherheiten waren bei dm drogeriemarkt in den vergangenen Tagen und Wochen zu spüren: bleibt die Zentrale des Teilkonzerns in Salzburg - respektive Österreich? Was passiert, wenn in Deutschland Erich Harsch das Unternehmen verlässt? Und werden sich die Preise auch in Österreich verändern?

Zunächst: die Zentrale bliebt in Österreich und weiter in Salzburg, wie das Unternehmen gestern bekannt gab. Nur wenige Meter neben dem derzeitigen Headquarter in Wals-Himmelreich wird das frühere Baumax-Gebäude völlig neu adaptiert und um zwei Etagen aufgestockt - das ist einBekenntnis zum Standort. „Auf einer Fläche von rund 9000 m2 erhalten wir hier die Möglichkeit, ein höchst attraktives Arbeitsumfeld für die rund 500 Mitarbeiter unserer Zentrale und ein modernes Weiterbildungszentrum für unsere fast 7000 Mitarbeiter in ganz Österreich zu entwickeln. Gleichzeitig schaffen wir Reserven für künftige Entwicklungen und Anforderungen“, freut sich dm Geschäftsführer Thomas Köck, zuständig für das Ressort Expansion. Die gute Anbindung an das Öffi-Netz der Stadt Salzburg sowie die Nähe zur Autobahn seien wichtige Kriterien bei der Wahl des Standortes gewesen. "Die Internationalisierung der Mitarbeiter und die neuen Arbeitsweisen im Zeitalter der Digitalisierung bringt auch eine intensive Zusammenarbeit mit unseren Kollegen in Deutschland und den Verbundenen Ländern in Südosteuropa mit sich – auch dadurch verändern sich die Anforderungen an räumliche und technische Ausstattungen für Videokonferenzen und anderes mehr. All dem werden wir durch innovative Raumkonzepte und eine technische Ausstattung am neuesten Stand der Technik Rechnung tragen“, so Thomas Köck.

Beginn in drei Jahren

Ab sofort wird dm intern mit der Planung begonnen: „Wir werden im Verlauf der weiteren Planungsarbeiten mit allen Abteilungen Anforderungen, Wünsche und Anregungen für die Konzeption der Räume und deren Ausstattung erarbeiten“, berichtet Andrea Renezeder,  Bauprojektmanagerin bei dm und zuständig für die Realisierung der neuen dm Zentrale. Baubeginn soll im Jahr 2021 sein, bis zur Übersiedlung wird es noch gut drei Jahre dauern.

30 Jahre Enns

Währenddessen läuft das Verteilzentrum in Enns am Schnürchen. Der Logistikbetrieb zählt zu den modernsten Standorten Europas – ein Erfolg, der jetzt im Rahmen des 30-jährigen Jubiläums gefeiert wurde. Auf 30.000 m2 Lagerfläche, die rund vier Fußballfeldern entsprechen, finden bis zu 13.000 Artikel Platz, die täglich von 45 Speditionsfahrzeugen ausgeliefert werden. 29.000 Paletten bahnen sich monatlich ihren Weg in die dm Filialen. Nachhaltigkeit ist einer der Schwerpunkte im Verteilzentrum. So konnten bisher mit der Umstellung auf energiesparende Förderfahrzeuge, einem durchdachten Konzept für Abfallvermeidung und Recycling oder auch dem Wechsel von Einmal-Verpackungen auf Vielweg-Boxen bereits entscheidende Schritte gemacht werden. Seit Mitte Juni ist die neue Photovoltaik-Anlage am Dach des Verteilzentrums in Betrieb und produziert Solarstrom.

Preise bleiben in Österreich unangetastet

Auf die Frage nach Deutschland, wie die Meldung über die erhöhten Preise zu verstehen sei, meint Christoph Werner, bei dm in Deutschland als Geschäftsführer verantwortlich für das Ressort Marketing - Beschaffung: "Im Einzelhandel ändern sich die Preise permanent, bei Anbietern mit Sonderangebotsstrategie sogar für wenige Stunden oder Tage ganz rabiat. Seit vielen Jahren ist es unser Bemühen, für unsere Kunden in ihrem Einkaufsumfeld die günstigste Einkaufsquelle für drogistische Produkte zu sein. Jeder Verantwortliche eines dm-Marktes ist deshalb ermächtigt, autonom Entscheidungen bei der Preisgestaltung zu treffen, damit er diesem Anspruch in seinem Marktumfeld gerecht werden kann. Das bedeutet, dass unsere Dauerpreise keine nationalen Einheitspreise sind. Wenn ein dm-Markt die Verkaufspreise gemäß der jeweiligen Situation variiert, dann gelten diese aber immer für mindestens vier Monate – ganz gemäß unserem Dauerpreisversprechen. Ein entsprechender Datumsvermerk befindet sich auf jedem Preisetikett. Bei mehr als 12.500 Artikeln und einer Dynamisierung der Sortiments-Gestaltung aufgrund attraktiver neuer Produkte von etablierten Markenartiklern wie innovationsfreudigen Startups finden auch im Rahmen unserer Dauerpreis-Strategie sehr viele Veränderungen der Verkaufspreise statt. Es ist Alltagsarbeit der Kolleginnen und Kollegen als Verantwortliche für den jeweiligen Sortimentsbereich bzw. für ihre jeweiligen dm-Märkte, Preise neu festzulegen. Laut unseren aktuellen Preiserhebungen von 6500 Produkten, sind wir – gemäß unserer Strategie – der preiswerteste Anbieter von Drogeriewaren in Deutschland. Das vereinzelte Reduzieren von Markenartikeln bei Discountern führt nicht zu einer Veränderung der Marktanteile pro Discounter – im Gegenteil: Unser Marktanteil steigt nach wie vor.“

Aus der Zentrale in Österreich heißt es: "dm Österreich ist von der genannten Strategieänderung nicht betroffen, da wir die Preise für die österreichischen Filialen und den österreichischen Online Shop meindm.at selber festlegen."

Thomas Köck, Vorstand dm Österreich, zuständig für Expansion

Veröffentlicht am

19.09.2019