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Wiesbauer erreicht Vorjahres-Niveau

Wiesbauer erreicht Vorjahres-Niveau

Mit einem Gruppenumsatz von 185 Mio. Euro konnte Wiesbauer im letzen Jahr das Vorjahresergebnis halten.

Es war ein schwieriges Jahr, aber Wiesbauer konnte den Umsatz halten. Neben den aufwändigen Schutz- und Hygienemaßnahmen sowie dem allgemeinen Arbeitskräftemangel hat Wiesbauer mit starken Preiserhöhungen bei den Produktnebenkosten zu kämpfen. Trotzdem: Wiesbauer konnte sich gut behaupten und mit einem Gruppenumsatz von 185 Mio. Euro das Vorjahresniveau weitgehend halten (2020: 186 Mio. Euro). „Das ist in dieser schwierigen Zeit als Erfolg zu werten und verdankt sich unserem guten Krisenmanagement“, erklärt Geschäftsführer Thomas Schmiedbauer.

Aufteilung im Detail

Mehr als die Hälfte des Gesamtumsatzes (105 Mio. Euro) entfällt auf den Wiener Stammbetrieb, die Wiesbauer Österreichische Wurstspezialitäten GmbH. Bei Wiesbauer Gourmet in Niederösterreich konnte das Ergebnis auf 52 Mio. Euro sogar leicht gesteigert werden. Dennoch ist der Gastro-Fleischspezialist weiterhin sehr schwer von den gesetzlichen Schließungen und Einschränkungen der Gastronomie betroffen. Den Rest des Umsatzes teilen sich Wiesbauer-Dunahus in Ungarn (18 Mio. Euro) und die im Salzburger Land beheimatete Landmetzgerei Senninger (10 Mio. Euro).

Enormer Kostendruck

Die Industrie an sich - so auch Wiesbauer - steht vor einem enormen Kostendruck. Die steigenden Kosten lassen kaum mehr lebensnotwendige Gewinnmargen zu. Neben den Rohstoffpreisen sind zuletzt insbesondere die Preise für Verpackungen, Logistik und Energie extrem stark gestiegen – und sie steigen weiter. Allein die Kosten für Strom und Gas werden sich aufgrund von Tarifanpassungen dieses Jahr für Wiesbauer fast verdoppeln.

Große Sorge bereitet dem Geschäftsführer außerdem die fehlende Verfügbarkeit von Verpackungsmaterialien. Nicht nur, dass die Preise für Kartonagen und Folien um 30 % gestiegen sind, es kommt aufgrund des weltweit steigenden Verbrauchs auch immer öfter zu Lieferschwierigkeiten. Das führt zu fehlender Planbarkeit. „Kürzlich musste ich bei einem bestehenden Auftrag, zu ohnehin schon erhöhten Preisen, eine zusätzliche Preiserhöhung von 14 % akzeptieren – für eine Folien-Bestellung im September 2021, die noch dazu erst im kommenden Februar geliefert wird. Aber hätte ich mich geweigert, würde ich das nötige Verpackungsmaterial gar nicht bekommen und könnte somit keinen Kunden wunschgemäß mit Produkten beliefern“, erzählt Thomas Schmiedbauer.

Appell: Preissteigerungen notwendig

Deshalb der Appell: Preiserhöhungen im Handel sind unumgänglich und essentiell für die gesamte Nahrungsmittelbranche. „Preisanpassungen sind notwendig für die Beständigkeit und Sicherung der Qualität – denn bester Geschmack ist die oberste Priorität bei Wiesbauer. Bei all unseren Produkten ist eine Preissteigerung von ca. 8 bis 10 % notwendig, um weiterhin erfolgreich wirtschaften zu können“, so Thomas Schmiedbauer. Sollten in den nächsten Wochen auch noch die Rohstoffpreise steigen, wäre ein noch deutlich höherer Aufschlag nötig.
Schmiedbauer appelliert deshalb an die Handelspartner für eine faire Preisgestaltung und blickt trotz allem zuversichtlich in die Zukunft: „Mit unserer Expertise und dem täglichen unermüdlichen Einsatz unserer insgesamt 770 Mitarbeiter werden wir die Situation auch 2022 erfolgreich meistern!“

 

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Veröffentlicht am

14.01.2022