Max Hölbl, Sprecher des Forum Wellpappe Austria

Wellpappe: Österreich top

Insgesamt haben die Wellpappe Unternehmen Austria im ersten Halbjahr ein Umsatzminus erlebt, das aus dem Ausland kommt.

Von Jänner bis Juni dieses Jahres haben die österreichischen Wellpappe-Unternehmen insgesamt 515 Mio. m2 Wellpappe produziert, um 1,2 % weniger verglichen mit 2018. Für diese Entwicklung sprechen mehrere Gründe, so Max Hölbl, Sprecher des Forum Wellpappe Austria. „Dieses Ergebnis müssen wir vor dem Hintergrund eines äußerst starken Vergleichshalbjahres 2018 sehen“, sagt Hölbl. „Nach wie vor können wir in der Branche von einer sehr hohen Auslastung der Betriebe sprechen“. Aber: Die Wellpappe Unternehmen konnten im ersten Halbjahr 2019 den Inlandsabsatz um 1,1 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum steigern. Der Export ist hingegen rückläufig. Ein weiterer Grund für das leichte Absatzminus ist die aktuelle konjunkturelle Verlangsamung der Wirtschaft in Deutschland. „Wir sind eine stark exportorientierte Branche und daher auch von der Entwicklung unseres Nachbarn abhängig. Da machen sich geringe Konjunkturschwankungen bei den Betrieben unserer Mitglieder bemerkbar“, so Hölbl. Trotzdem bleibt Max Hölbl optimistisch. Für das laufende Jahr rechnet er mit einem Absatzplus der Forum Wellpappe Austria Mitglieder von rund 1 %. „Dies begründet sich in einem nach wie vor starkem Konsum sowie Rückenwind für die Branche durch das wachsende E-Commerce Geschäft. Wir sehen auch einen Trend Richtung mehr Wellpappe anstatt anderer Verpackungsmaterialien durch das Thema Nachhaltigkeit“.

Veröffentlicht am

20.08.2019