Pixabay Shopping Center in Taipeh, Asien

Hightech Shoppingcenter werden grün

Trends im EKZ-Bereich versprechen grüne Entwicklungen.

Die europaweit größte Messe für Einzelhandelsimmobilien, die MAPIC in Cannes ist das wichtigste Trendbarometer für den Markt der Einzelhandelsimmobilien. Auch heuer im November konnte man erkennen, wohin der weg der Einkaufszentren gehen muss, um den Kunden bei Laune zu halten. EHL Immobilien hat einige Trends zusammengefasst. Grundaussagen sind: die vorhandenen Flächen sind flexibel gestaltbar und nutzbar, Technik spielt eine große Rolle.

„In ganz Europa zeigt sich, dass die Onlinekonkurrenz zwar zum Umdenken zwingt, aber sie wird nicht zum großen Killer für Handelszonen. Das Schlagwort Rethinking Retail ist allenthalben zu vernehmen und tatsächlich werden Einkaufsstraßen und Einkaufszentren der Zukunft zwar anders aussehen als die der Gegenwart, aber sie können dank innovativer neuer Konzepte genauso erfolgreich sein wie bisher", so Leiter des Geschäftsbereichs Einzelhandelsimmobilien bei EHL, Mario Schwaiger.

Die Trends im Überblick

  1. Zurück in die Stadt
    Groß im Kommen sind „City Malls“, mit denen das Konzept des bisher zumeist peripher gelegenen Einkaufszentrums zurück in innerstädtische Lagen gebracht wird. Dabei wird in der Regel aber ein breiterer Nutzungsmix mit Einzelhandel, Gastro, Erholung, Freizeit und Entertainment angestrebt. Teilweise geht die Initiative dabei auch von der Stadtplanung aus.
    Hintergrund dieser Entwicklung ist in erster Linie das geänderte Mobilitätsverhalten, insbesondere die steigende Zahl von Haushalten in der Stadt, in denen es kein Auto mehr gibt. Für diese sind innerstädtische Einkaufsmöglichkeiten weitaus attraktiver als Shopping Center am Stadtrand.
     
  2. Immobilien mit Greta-Effekt
    Nachhaltigkeit und Umweltverträglichkeit sind zu Schlüsselthemen bei Neuentwicklungen geworden, teils wegen behördlicher Auflagen, teils wegen des Drucks seitens der Öffentlichkeit und der Konsumenten. Die große Herausforderung besteht darin, Nachhaltigkeit und Attraktivität für Besucher zu kombinieren. Begrünte und begehbare Dachflächen, teilweise mit Gastronomie, neue Baumaterialien wie z. B. Holz, größerer Anteil von Grünflächen statt Parkplätzen, sind nur einige Ansätze.
     
  3. Das Handy shoppt mit
    Die Auswertung von Besucherdaten wie Verweildauer, Frequenzmessungen, Wegprofile der Kunden etc. gewinnt rasant an Bedeutung und wird zu einem immer wichtigeren Tool für die Optimierung des Mietermix. Dabei kann besser als bisher nicht nur analysiert werden, welche Mieter in ein Zentrum passen, sondern auch, wo sie angesiedelt werden müssen, um ein optimales Gesamtergebnis zu erzielen. Gleichzeitig eröffnen diese Datenauswertungen für Mieter auch neue Marketingmöglichkeiten.
     
  4. Hightech-Entertainment
    Die Nachfrage nach Flächen für E-Sports-Arenen, Virtual-Reality-Räume und große Gaming-Zonen steigt rasant und diese Branchen haben durchaus das Potenzial, für Einkaufszentren und Einkaufsstraßen ähnliche Bedeutung zu erlangen wir klassische Einzelhandelsbranchen. Ein zusätzlicher Aspekt ist, dass diese Angebote vor allem Vertreter einer besonders Internet-affinen Generation in Einkaufszonen locken, die ihre Einkäufe in einem überdurchschnittlich hohen Maß online vornehmen.
     
  5. Ja zu A(sien)
    Der europäische Einzelhandel wird derzeit noch fast vollständig von europäischen und amerikanischen Ketten dominiert, doch immer mehr versuchen nun auch große und wirtschaftlich sehr starke asiatische Retailer, hier Fuß zu fassen. Dabei suchen sie oft europäische Partner, um mit diesen gemeinsam ein Filialnetz auszurollen oder Shops zu betreiben.
Mario Schwaiger, Bereichsleiter Einzelhandelsimmobilien, EHL Gewerbeimmobilien GmbH:
H Ö I

Veröffentlicht am

26.11.2019