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Top Spirit Geschäftsführer Dr. Eugen Lamprecht

Top Spirit: außergewöhnliche Lösungen

Schlumberger-Tochter Top Spirit hat hohe Resilienz in Zeiten von aktuellen Herausforderungen. Geschäftsführer Eugen Lamprecht im Gespräch.

Noch nicht ganz ein Jahr ist Dr. Eugen Lamprecht Geschäftsführer bei Schlumberger-Tochter Top Spirit und für den Handel/Lebensmittelhandel verantwortlich: mitten in den Hoch-Zeiten der Corona-Pandemie übernahm er die Funktion. Für einen Hersteller und Distributeur von Schaumwein, Wein und Spirituosen ist das eine Berg- und Talfahrt. Auf der einen Seite litt die Gastronomie stark unter den Lockdowns und diversen Covid-Maßnahmen, auf der anderen Seite erlebte der Lebensmittelhandel umsatztechnisch seine besten Monate überhaupt. „In einem normalen Jahr verteilen sich unsere Umsätze auf 2/3 Lebensmittelhandel und 1/3 Gastronomie. Mit der Pandemie hat sich das ziemlich verschoben auf 75-80% Lebensmittelhandel und 20-25% Gastronomie“, beschreibt Eugen Lamprecht den aktuellen Markt. Im Vorjahr wurden in Österreich 1,5 Mio. Flaschen Schlumberger verkauft – eine enorme Volumina-Steigerung.

Handel bleibt auch 2022 stabil

Im ersten Quartal 2022 (Jänner-März/Q1/2022) erlebt Top Spirit als Schlumberger-Vertriebstochter einen „Uplift“ in der Gastronomie (+30%). Da möchte man annehmen, dass der Handel zu Gunsten von Out-of-home verlor – doch weit gefehlt: die Umsätze im Handel blieben stabil, wenn auch das Plateau offensichtlich erreicht wurde. Die Absätze erlebten sogar ein Plus von 3% zu 2021. „Allerdings ist die gesamte Kategorie des Schaumwein-Marktes im Volumen um 9% und im Wert um 6% zurückgegangen“, so Lamprecht. „Nicht so im Hause Schlumberger. Wir konnten den Marktanteil Umsatz um 1,1% über alle Schaumwein-Marken des Hauses Schlumberger steigern.“ Zu den größten Gewinnern zählt in den letzten Monaten neben der Marke Hochriegl auch die Wasser-Sparte (z.B. Evian). Schlumberger Sekt und Goldeck hatten zu kämpfen und auch die Kategorie Champagner verlor im Vergleich zu Q1/21 um 19,2%. „Das muss man allerdings in Relation sehen, denn schon im 1. Quartal 2021 legte der Champagner-Markt im Vergleich zu 2020 um 36% zu. Zudem betrifft es nur die im Handel gelisteten Standardchampagner der großen Produzenten, in der Gastronomie und insbesondere bezogen auf das Champagnerluxussegment erleben wir einen regelrechten Boom. Und ein weiteres Phänomen ist zu beachten: im ersten Quartal 2022 liegen wir im Schaumweinbereich mit 20% über dem ersten Quartal 2020, das ja noch keine Lockdown-Auswirkungen hatte“. Das bedeutet: der Trend bleibt; Schaumwein wird nicht mehr nur zu Anlässen getrunken, sondern entwickelt sich zu einem „everytime“-Getränk.

Die Trends im Markt

Für eine Kurskorrektur in Richtung ganzjährigem Schaumwein-Genuss hat auch Schlumberger selbst gesorgt. Nimmt man nur das Beispiel „Sparkling Spring“ her, so wurde hier ein weiterer Saisonschwerpunkt geschaffen. „Alle zwei Jahren präsentieren wir zu diesem Zweck eine neue „Sparkling Spring“-Edition“, so Lamprecht. Diese ist bis dato ausgezeichnet angekommen.

Auch den Trend in Richtung „Premium“ spürt im Verkauf, vor allem bei Spirituosen ist die Wertigkeit bei den Konsumenten wichtiger geworden. „Hier haben wir es mit einer Corona-Auswirkung zu tun: der Verbraucher genießt zu Hause gute Qualität und substituiert somit den Außer-Haus-Genuss“, erklärt Eugen Lamprecht. Aktuell spürt man auch noch keine Kaufzurückhaltung durch Preise, wie lange – das wird sich zeigen. „Was es aber gab war eine aggressive Preisschlacht im Handel 2021, das hat die Volumina in der Kategorie angehoben“.

Mit Trends kommen die Innovationen

Die Top Spirit-Experten beobachten das Konsumverhalten und den Markt genau und bewegen auch die Kategorie an sich in die ertragreiche Richtung, gepaart mit Nachhaltigkeit und Wertschöpfung, die in Österreich bleibt. Der Marktführer Top Spirit ist demnach auch innovationsgetrieben und bietet dem Handel außergewöhnliche Lösungen, die immer up-to-date sind. „Die aktuellen Trends Premiumisierung, weniger Alkohol, Spritz-Getränke oder etwa der anhaltende Gin-Trend stehen immer wieder im Mittelpunkt“, so Lamprecht. Die jüngsten Innovationen entsprechen genau den Trends: Schlumberger Bio Grüner Veltliner (ohne Aufpreis) ist ein Schritt in Richtung Nachhaltigkeit; Hochriegl Oh’Secco – Rosato & Bianco lebt „Dolce Vita auf österreichische Art“ vor; Hochriegl Alkoholfrei Rosé geht nach dem großen Trend zu Alkoholfrei & Rosé-Schaumweinen und der neue Gurktaler Sanddorn ist ein österreichischer Alpen-Sprizz als Alternative zu Aperol.

Liköre per se sind im Steigen begriffen. So gibt es nicht nur gute Nachrichten von „Gurktaler“, sondern auch von Mozart Likör, der in Q1 ein 45%iges Wachstum erlebte. Bei Mozart Likör kommt demnächst eine neue Sorte auf den Markt.

Aktuelle Themen: Preise und Verfügbarkeiten

Wie jeden anderen Hersteller auch trifft Schlumberger/Top Spirit die aktuelle Krise mit einhergehenden Preissteigerungen ebenfalls stark. Die meisten Verpackungsmaterialen – bis auf Korken – kommen ausnahmslos aus Österreich, aber wie man weiß, steigen auch hier die Preise enorm. „Wir haben bereits heuer die Preise gemeinsam mit dem Handel angehoben. Die Gründe dafür lagen auf der Hand und wir haben sie auch transparent gemacht: Transport, Verpackung und vor allem Glas haben sich im Einkauf stark verteuert. Einen Teil der Teuerungen federt die Preiserhöhung ab, einen Teil nicht, aber eine zweite Preiserhöhung wird es 2022 nicht mehr geben. 2023 mit hoher Wahrscheinlichkeit.“, so Lamprecht.

Für so manche Vertriebsmarke gab es bis dato keine Preiserhöhung, „wir haben auch den Prinzipalen von vorne herein gesagt, dass sie nicht unbedingt mit einer Preiserhöhung rechnen dürfen“, so Lamprecht. Stammt ein Produkt aus einem weltweiten großen Konzern, so sind Preiserhöhungen in Österreichs Handel ein schwieriges Unterfangen – dabei geht es aber nicht nur Top Spirit so.

Triage im Lager

Was aber in naher Zukunft noch viel wichtiger werden wird, um am Markt zu reüssieren, das ist die Verfügbarkeit der Ware. „Wir lagern ein, wo es nur geht, um für den Herbst und vor allem die Vorweihnachtszeit gerüstet zu sein“, sagt Lamprecht. Viermal so viel wie sonst wird gelagert, die Reichweiten somit erhöht. „Es fühlt sich an wie Triage im Lager, wer zuerst kommt und gut zahlt, der bekommt Lagerplätze“, beschreibt der Geschäftsführer die aktuelle Situation. Fakt ist, dass von Oktober bis Dezember Schaumwein und Spirituosen im Handel verfügbar sein müssen.

Ausblick

Einem freudigen Ereignis sieht das Hause Schlumberger heuer noch entgegen: der 180. Geburtstag naht. Eine Kampagne startet dazu im September im Handel. Viel sei noch nicht verraten nur „dass wir uns für die Kampagne in einem völlig neuen Kleid zeigen“, macht Eugen Lamprecht neugierig.

Fakten (Quelle: Nielsen Schaumwein Total excl. H/L 2021

Sektmarkt mit Abstand treibende Kraft im Handel (MA Absatz steigt +2,5% auf 73%)
Frizzante nach Absatz rücklaufig (MA Absatz rücklaufig -2,7% auf 24,9%)
Champagner wächst (+23,1% Absatz/+24,4% Umsatz), jedoch auf niedrigem Niveau (+0,2% auf 2,1% Marktanteil nach Menge)
Rosé bleibt stärkster Trend (+28,9% Menge; MA mit +2,5% auf Marktanteil 17,2%)  
Süß (+13,9% Menge), Brut (+24,8% Menge) und Extra Trocken (+16,7% Menge)

ebenfalls mit starkem Wachstum:
Hochriegl bleibt absatzstärkste österr. Sektmarke im LEH (+19,7% vs. VJ Absatz)
Schlumberger als umsatzstärkste österr. Sektmarke im LEH (+17,2 Umsatzwachstum)

Die Neuheiten aus dem Hause Schlumberger

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Veröffentlicht am

03.06.2022