Teevielfalt zum Tag des Tees

Mehr Tee denn je

Mit diesen Worten begeht der Österreichische Teeverband den 8. November. Und es stimmt: Langsam und stetig findet sich mehr Tee in den Tassen der Österreicher wieder.

Während weltweit Schwarztee und Grüntee den meisten Absatz finden, spricht sich der österreichische Konsument am liebsten für Kräuter- und Früchtetee aus. Mit ein Grund dafür ist mit Sicherheit das hohe Vertrauen in die Rohstoffe aus Österreich, die ich in vielen Tee-Marken wiederfinden. Dazu kommt ein starker Trend Richtung Bio-Tee, den ebenfalls viele Produzenten aufgegriffen haben.

Tee in Zahlen

Insgesamt konsumierten die Österreicher zwischen September 2019 und September 2020 rund 542 Millionen Teebeutel, das entspricht einem Zuwachs gegenüber dem Vorjahr um 6,3 %. Dies schlägt sich auch im klaren Umsatzwachstum von 10 % nieder und beläuft sich für die vergangenen 12 Monate auf über 58 Millionen Euro. Zusammen decken die Segmente Kräuter- und Früchtetee rund 80 % des Marktes ab. Bei der Zubereitung wünscht sich der österreichische Teetrinker Convenience, rund 90 bis 95 % setzen auf den bewährten Teebeutel. Auch wenn loser Tee immer mehr Anhänger findet, bleibt er nach wie vor ein Nischenprodukt.

Gesamt Tee im Beutel macht einen Umsatz von 58.087.300 Euro (Plus 10% zum VJ), einen Absatz von 541.944.604 Teebeutel (Plus 6,3 % zum VJ).

Kräutertee macht einen Umsatz von 28.119.400 € (Plus 13%) und Absatz von 240.038.029 TB (Plus von 7,7 %).

Grüntee: Umsatz 3.219.800 € (Plus 6,4 %); Absatz 33.590.112 TB (Plus von 7,5 %)

Schwarztee: Umsatz 7.260.900 € (Plus 6,3 %); Absatz 82.168.854 TB (Plus von 6,3 %)

Früchtetee: Umsatz 19.487.300 € (Plus 7,7%); Absatz 186.147.609 TB (Plus von 4,4%)

(Quelle: Nielsen rollierendes Jahr von KW 36/ 2019 bis KW 36/2020; Basis Lebensmitteleinzelhandel excl. Hofer/Lidl).

„Ist der österreichische Teemarkt normalerweise stark von saisonalem Verbrauch geprägt, so präsentiert sich 2020 auch in Puncto Teekonsum als Ausnahmejahr.  So hat die aktuelle Pandemie einerseits bereits bestehende Trends weiter verstärkt – wie zum Beispiel der Trend des Konsumenten zu einem gesunden Lebensstil zu finden und bewusster zu leben.  Darüber hinaus haben aber auch Homeoffice , die Einschränkungen in der Gastronomie und der Reisetätigkeiten neue Möglichkeiten für einen verstärkten Teegenuss in den eigenen vier Wänden geschaffen“, erklärt Dr. Johann Brunner, Geschäftsführer des Österreichischen Teeverbandes.

Blick über die Grenzen

Tee ist nach Wasser das weitverbreitetste Getränk – pro Sekunde werden weltweit 15.000 Tassen getrunken. Auf Teeplantagen herrschen häufig sehr schlechte Arbeitsbedingungen. Und auch Tee-Kleinbauernfamilien brauchen dringend Unterstützung. Dafür steht Fairtrade ein. Denn auch die Produzenten brauchen dringend Unterstützung. Tee wird sowohl in Teegärten als auch von Kleinbauernfamilien angepflanzt. Kleinbauernfamilien benötigen oft zusätzliche Unterstützung, um mit dem Preisdruck und der besseren Produktqualität von Teegärten mithalten zu können. Viele Teepflückerinnen und Teepflücker in den Teegärten sind sowohl finanziell als auch zur Deckung ihrer Grundbedürfnisse stark von ihren Arbeitgebern abhängig, da sie zumeist auf den Grundstücken der Teegartenbesitzer leben. Prekäre Arbeitsbedingungen und eine Bezahlung unter dem Mindestlohn sind keine Seltenheit.
Nicht nur die sozialen Verbesserungen stehen bei Fairtrade im Mittelpunkt, auch die Umweltaspekte kommen nicht zu kurz.

Durch Fairtrade-Standards zu den Themen Abfallmanagement, Boden- und Wasserschutz, Schutz der biologischen Vielfalt, Verbot gentechnisch modifizierten Saatguts, Verbot gefährlicher Pestizide etc. wird die Umwelt geschützt. Der Schutz des Menschen steht dabei im Vordergrund.

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Veröffentlicht am

08.11.2020