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Initiative Bares ist Wahres

Spar engagiert sich für Barzahlung

Gemeinsam mit Lebensmittelhändler Spar und der Bundessparte Handel in der WKO will die Münze Österreich die Vorteile von Barzahlungen deutlich machen.

Autorin: Michaela Schellner

"Das Thema Bargeld sieht sich dauernder Kritik der Kreditkartengesellschaften ausgesetzt. Wir möchten die Dinge ins rechte Licht rücken und die Vorteile dieser Bezahlart aufzeigen", erklärt Münze Österreich-Generaldirektor Mag. Gerhard Starsich vor Journalisten. Am Firmenstandort in Wien wurde zu diesem Zweck die neue Initiative "Bares ist Wahres" vorgestellt, für die die erfolgreiche Münzprägestätte zum Start namhafte Partner gewinnen konnte.

Kampagnenpartner: Spar und Bundessparte Handel

Mit dabei sind nämlich Lebensmittelhändler Spar und die Bundessparte Handel in der WKO vertreten durch Obmann Rainer Trefelik. Das sei aber nur der Anfang, wie Starsich auf Nachfrage von retailreport.at bekräftigte. Nach und nach würden neue Partner dazukommen. "Sie dürfen gespannt sein, jetzt erfolgt einmal der Startschuss", so der Münze Österreich-Generaldirektor, für den Barzahlung zahlreiche Vorteile mit sich bringe.

Barzahlung: Gut für die Umwelt und die Wirtschaft

So sei die Nutzung von Bargeld nicht nur umweltfreundlicher - Stichwort benötigte Rechenleistung für Kartenzahlungen und 50 Jahre Lebensdauer einer Münze; sie fördere auch den Wirtschaftsstandort Österreich, sichere Jobs und hinterlasse keine digitalen Spuren.

"Alle sprechen vom Bekenntnis zu regionalen Produkten und von der Bedeutung des Themas Datenschutz. Wer bewusst einkauft, darf also auch die Bezahlart nicht außen vor lassen", erklärt Starsich. Aktuellen Studien zufolge geben 70 Prozent der Konsumenten an, verstärkt bei lokalen Händlern einkaufen zu wollen und 68 Prozent setzen stärker als vor der Krise auf Regionalität und heimische Artikel. Zudem fließe der Gewinn der im Besitz der Republik Österreich befindlichen Münze Österreich - prognostiziert werden für 2021 60 Millionen Euro - zu 100 Prozent in die Staatskasse des Finanzministeriums.

Disagio-Gebühren drücken Gewinn für Händler

Wenn die Konsumenten bar bezahlen, dann kommt das aber auch jedem einzelnen Händler zugute, wie Trefelik erklärt. "Die Disagio-Gebühren bei Kartenzahlungen steigen wieder. Bei Bankomatkarten-Transaktionen starten sie bei 0,3 Prozent vom Umsatz; bei Kreditkarten-Zahlungen erreichen die Werte mittlerweile bis zu 2,5 bzw. 3 Prozent", so der Bundessparten-Obmann. Damit wirke sich Barzahlung auch auf die Preisgestaltung aus, denn die mit der Bargeldzahlung einhergehenden höheren Gewinne jedes einzelnen Händlers ließen sich in attraktivere Preise investieren, wovon wiederum die Konsumenten profitieren würden.

Spar: Bargeldanteil am Umsatz liegt bei 50 Prozent

Auch wenn die Corona-Pandemie Kartenzahlungen attraktiver gemacht hat - deren Anteil kletterte von 30 auf 50 Prozent - werden bei Spar immer noch rund 50 Prozent (Umsatzanteil) der Einkäufe bar bezahlt. In rund 800 Standorten des Lebensmittelriesen gibt es Geldausgabeautomaten, davon alleine 140 in Wiener Filialen. Ab sofort werden beginnend in der Bundeshauptstadt vorerst in Interspar- und Eurospar-Standorten die Warentrennstäbe an den Kassen auf die Kampagne aufmerksam machen.

Warum man sich an der Initiative beteiligt, beantwortet Spar-Finanzvorstand Hans K. Reisch wie folgt: "Während der Corona-Krise haben wir auch kontaktloses Bezahlen über die verschiedensten Möglichkeiten befürwortet. Jetzt wollen wir auch auf die Vorteile von Bargeld aufmerksam machen. Es geht uns um die Wahlfreiheit, die wir weder in die eine, noch in die andere Richtung einschränken möchten."

Bares ist Wahres: Spar-Finanzvorstand Hans K. Reisch

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Veröffentlicht am

26.10.2021