Nachhaltiger Fischfang

Rio Mare engagiert sich gemeinsam mit dem WWF für den Schutz der Meere. Bis 2024 will Bolton Food 100 % des verarbeiteten Thunfisches aus nachhaltiger Fischerei beziehen.

In Österreich ist Bolton Austria mit Rio Mare seit Jahren Vorreiter in Sachen Nachhaltigkeit: Schon seit 2016 werden alle Rio Mare-Thunfischprodukte für den österreichischen Markt ausschließlich aus nachhaltig operierenden Skipjack-Thunfisch-Fischereien bezogen. „Bereits seit 2016 stammen alle unsere Thunfisch-Produkte entweder aus selektiv mit der Angel befischten Thunfisch-Beständen oder aus nachhaltiger MSC-zertifizierter Fischerei. Wir verarbeiten seit mehr als zehn Jahren ausschließlich Skipjack-Thunfisch, haben dann so schnell wie möglich auf Angelfang umgestellt und sind seit 2014 mit MSC-zertifizierten Produkten am Markt vertreten“, erklärt Jörg Grossauer, Country Manager Bolton Austria für Rio Mare in Österreich. „Unser ungebrochenes Engagement für nachhaltige Fischereierzeugnisse schätzen auch unsere Handelspartner, bei denen wir prominent im Thunfischregal vertreten sind. Zudem fragen immer mehr Konsumenten Produkte nach, die nachhaltig sind und über beste Qualität verfügen“, so Grossauer weiter, „das zeichnet Rio Mare aus und hat uns zu Europas Nr. 1 bei Dosen-Thunfisch gemacht.“

100 % nachhaltig bis 2024

Jetzt setzt sich Bolton Food auch international noch stärker für die Verfolgung und Erweiterung der nachhaltigen Rohstoff-Strategie ein. Das Engagement für bestandsschonende Fischerei bildet den Kern des umfassenden CSR-Projekts „Qualität mit Verantwortung“ (Responsible Quality Projekt). Hauptinhalte dabei sind nachhaltige Fangmethoden ohne Beifang, der Schutz des marinen Ökosystems, der Umweltschutz sowie die Achtung des Menschen und eine ausgewogene Ernährung.

Im Dezember 2016 hat man dazu eine internationale Partnerschaft mit dem WWF geschlossen, in deren Rahmen weitere, konkrete Maßnahmen definiert und umgesetzt werden sollen. Ein wichtiger Meilenstein dieser Partnerschaft wurde nach nur zwei Jahren erreicht: Rio Mare bezieht bereits 50 % der Thunfische aus nachhaltigen Quellen. „Seit Jahren engagieren wir uns für nachhaltige Fischerei und den Schutz des Meeresökosystems“, betont Luciano Pirovano, Direktor für Nachhaltigkeitsentwicklung bei Bolton Food. „Die international ausgerichtete Partnerschaft zielt darauf ab, das Unternehmen durch Projekte zur Verbesserung der Fischereien zu einer nachhaltigen Beschaffung zu führen und einen Beitrag zur positiven Veränderung der gesamten Lieferkette für Fischereiprodukte zu leisten.“
Dieser Weg wird konsequent fortgeführt: Das erklärte Ziel ist dabei, bis zum Jahr 2024 100 % der verarbeiteten Fische aus MSC-zertifizierten Fischereien oder Fischereiverbesserungs-projekten (Robust Fishery Improvement Projects – Robust FIPs) zu beziehen. Und das gilt nicht nur für Thunfisch, sondern auch für alle anderen im Unternehmen verarbeiteten Fischarten wie Lachs, Makrelen und Sardinen. Darüber hinaus hat sich Rio Mare im Rahmen der Zusammenarbeit mit dem WWF verpflichtet, die Transparenz und Rückverfolgbarkeit entlang der gesamten Lieferkette weiter zu erhöhen. Bereits heute verfügt das Unternehmen mit Hauptsitz in Mailand über eines der fortschrittlichsten, ISO22005-zertifizierten Rückverfolgbarkeits- Systeme für Thunfisch.

Insgesamt verarbeitet Bolton Food für Rio Mare jährlich rund 5 Mio. Tonnen Thunfisch, das entspricht etwa 15 % der Weltproduktion. In Österreich beträgt das Umsatzvolumen für Dosenfisch im LEH 115,4 Mio. Euro (Nielsen, inkl. H/L, KW 52/18), der durchschnittliche Pro-Kopf-Verbrauch von Thunfisch liegt hierzulande bei knapp 0,8 kg (Nielsen, Scanner Data).

WWF-Naturschutzprojekt „Tetepare Island“

Neben der nachhaltigen Fischerei engagiert sich Bolton Food auch für die Erhaltung der biologischen Vielfalt und die wirtschaftliche Entwicklung der lokalen Fanggebiete. Aus diesem Grund unterstützt das Unternehmen das WWF-Naturschutzprojekt „Tetepare Island“ zur Schaffung eines Meeresschutzgebietes. Mit diesem Projekt soll die rechtliche Anerkennung von Tetepare Island, auch bekannt als „die letzte wilde Insel“ der Salomonen, sowie den umliegenden Gewässern als „Schutzgebiet“ innerhalb des „National Protected Areas Act“ der Salomonen erreicht werden. Die Rio Mare-Fischerei auf den Salomonen wurde kürzlich ebenfalls MSC-zertifiziert.

„Die Ozeane müssen auch für künftige Generationen als wesentliche Ressource erhalten bleiben“, ruft Axel Hein, Meeresexperte des WWF Österreich, zu mehr Verantwortungsbewusstsein auch seitens der Konsumenten auf. „In diesem Sinne beabsichtigen wir mit der internationalen Partnerschaft zwischen Rio Mare und dem WWF, die Best Practice Beispiele untereinander abzustimmen. Unser Ziel ist es, die gesamte Branche dazu zu veranlassen, dem Weg der Nachhaltigkeit zu folgen. Wir glauben, dass nur so verantwortungsvolle Fischerei möglich ist und unsere Ozeane geschützt werden können.“ In diesem Zusammenhang warnt der Experte auch vor einer weiteren Verschmutzung der Meere durch Plastik: „Wenn wir das Problem nicht eindämmen, haben wir bis 2015 mehr Plastik als Fische im Meer!“

Veröffentlicht am

19.06.2019