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PF 19: (v.l.n.r.): Martin Sprengseis-Kogler (PF19), Barbara Gruszkiewicz (BearingPoint), Johannes Weinzierl (RLB OÖ) und Christian Bruck (BearingPoint)

Payment: Europa im Schatten der Großen?

Payment ist ein zentrales Element für jede Volkswirtschaft – einer der häufigsten Prozesse. Das Zahlverhalten der Konsumenten ändert sich kontinuierlich, während Europa bei diesen Entwicklungen im Schatten der großen Payment-Schemes aus Amerika oder Asien steht.

Welche Chancen ergeben sich aus der Payment Strategie der EU? Und wie sehen neue Trends, wie Alternative Payments, Mehrwertdienste oder Nachhaltigkeit im Shopping für Österreich aus? Ist Kollaboration der neue Weg aus der Krise?

Diese Fragen stellte sich die P19 Payment Pioneers mit Birgit Kraft-Kinz, Studienleiterin und Geschäftsführerin der KraftKinz GmbH in der vorliegenden Studie: „Die fortschreitende Digitalisierung, nicht zuletzt aufgrund der COVID19 Pandemie, pusht Payment in die digitale Welt. Das erfordert eine enge Kollaboration zwischen unterschiedlichen Stakeholdern und macht unsere Payment Pioneers zu Schlüsselfiguren.“

Die einhellige Meinung liegt auf der Hand: „Kollaboration ist eindeutig der Motor von Innovationen. Daher braucht es eine enge Zusammenarbeit aller Stakeholder“, sagt Christian Bruck, Partner BearingPoint Österreich und Experte für Instant Payments. „Als Beispiel schaffen wir einen neuen digitalen Prozess, mit dem man optimale Transparenz, Minimierung der Kosten für die Zahlungseingangsbearbeitung und eine Forcierung der Account-to-Account Zahlungen durch eine einfache Integration ins Online-Banking ermöglichen kann. So hat man keine Papierrechnungen mehr und einen vollständig integrierten und digitalisierten Rechnungsempfangs- und Bezahlprozess mit hoher Convenience und zusätzlich auch eine nachhaltige Reduzierung des CO2-Fußabdrucks um zwei Drittel.“ „Die Aufholjagd hat begonnen und wir müssen die Basis für Innovationen über Kollaboration und Austausch legen“, sagt PF19-Initiator Martin Sprengseis-Kogler, Managing Partner von bluesource, einem Unternehmen, das innovative Lösungen im Payment Bereich baut. Die Relevanz eines eigenen „europäischen Payment Schemes“ wird mit 77,8% Zustimmung als ebenso relevant eingestuft.

Wertschöpfung in Österreich

Denn genau darum geht es: die Wertschöpfung des Payment-Vorganges soll und muss in Österreich/Europa bleiben. Mit einer Zustimmung von 78,8% sehen die Befragten eine sehr hohe Bedeutung für Payment im Land. Den Banken und dem Handel wird eine ähnliche Wahrnehmung für Payment als wichtigen Umsatztreiber zugeschrieben (Banken 62,8% / Handel 66,3%).

Verknüpfung

Bancomat SpA (Italien), Twint (Schweiz) und Bluecode (Österreich und Deutschland) unterzeichneten jüngst ein Memorandum über einen Proof-of-Concept zur Interoperabilität der Systeme belegt. Das Ziel ist es, die Verbindung von Bancomat Pay® mit den mobilen Bezahlsystemen in benachbarten Ländern auf Basis der Vorgaben der European Mobile Payment Association (EMPSA) zu prüfen. Dies knüpft an die Ankündigung von Twint und Bluecode aus dem letzten Jahr an, einen gemeinsamen Korridor zu eröffnen, in dem sich die jeweiligen Nutzer frei in den Händlernetzwerken der DACH-Region bewegen können. Bancomat Pay® testet nun seine Integration in diesen Korridor. Gleichzeitig arbeiten MobilePay aus Dänemark, Vipps aus Norwegen und Swish aus Schweden an einem ähnlichen Korridor in Skandinavien, der noch 2022 an den Start gehen soll. Sämtliche genannten Initiativen basieren auf den EMPSA-Vorgaben, die die Kompatibilität sicherstellen und die allgemeine Interoperabilität mobiler Zahlungssysteme in Europa gewährleisten. 

Das Ziel von EMPSA ist es, Konsumenten die Nutzung von Mobile-Payment-Systemen mitsamt deren maßgeschneiderten Vorteilen anhand eines Roaming-Systems über Landesgrenzen hinweg zu ermöglichen, sodass sie sich frei und nahtlos in einem gemeinsamen Händlernetzwerk bewegen können.

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Veröffentlicht am

12.11.2021