ÖHV sagt: Wiener wollen am Sonntag shoppen

ÖHV: Wiener wollen am Sonntag shoppen

Die Österreichische Hoteliervereinigung (ÖHV) beruft sich auf eine Studie von marketagent.at.

Klare Worte von der Chefin: „Wien ist Weltstadt und muss sich vor keiner anderen Metropole verstecken. Nur bei den Einkaufsmöglichkeiten verkaufen wir uns unter Wert. Das haben auch die Wienerinnen und Wiener erkannt und wünschen sich endlich moderne Regelungen“, so Michaela Reitterer, Präsidentin der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV). Ihr zu Seite steht der Geschäftsführer der Sacher-Gruppe, Mattias Winkler, der unzählige Kundenkontakte pro Tag in seinen Unternehmen hat: "Es ist bekannt, dass unsere internationalen Gäste bei zeitgemäßen Öffnungszeiten mehr Geld in Wien ausgeben würden. Aber die ÖHV-Umfrage bestätigt erstmals, was viele schon lange vermuten: Auch die Wienerinnen und Wiener nutzen diese Gelegenheit im Urlaub gerne. Dass sie mehrheitlich die Sonntagsöffnung in Wien befürworten, sollte ein Anstoß für die Politik sein“.

Beide berufen sich auf eine Studie von marketagent.at. die besagt, dass 54 % für die Sonntagsöffnung in Wien sind, 56 % würden die Möglichkeit nutzen, am Sonntag einzukaufen. 9 von 10 Wienern shoppen im Urlaub auch am Sonntag. Nun sieht man die Politik der nahen Zukunft gefordert auch im Hinblick auf die Jugend. "Bei den Jungen ist die Mehrheit pro Sonntagsöffnung stark ausgeprägt. Sie sind das ja vom Online-Einkauf gewohnt“, so Reitterer. Aus volkswirtschaftlicher Sicht wäre es jedenfalls sinnvoll, Steuern und Arbeitsplätze nach Wien zu holen. Einen weiteren positiven Effekt sieht sie in der Entzerrung der Touristenströme. Jedenfalls bliebe es die Entscheidung der Händler und ihrer Mitarbeiter, sich die Wochenenden freizuhalten.

Die Gewerkschaft kontert

Laut jüngsten Umfragen der GPA-djp lehnt eine Mehrheit von weit über 90 % der Wiener Handelsangestellten eine Arbeit an Sonntagen ab. „Wir nehmen diesen eindeutigen Wunsch der Angestellten ernst und werden einer Verschlechterung der Arbeits- und Lebensqualität der Betroffenen nicht zustimmen“, reagiert die Bundesvorsitzende der Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-djp), Barbara Teiber, auf die Forderung der Hoteliervereinigung. 

Veröffentlicht am

05.09.2019