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Offener Brief von 121 Händlern an die Bundesregierung

Non Food: Offener Brief an die Bundesregierung

121 Non-Food Handelsunternehmen appellieren mit dem Handelsverband an die Bundesregierung: Energiekostenzuschuss darf nicht nur "Industriekostenzuschuss" sein!

Die schwindelerregend hohen Energiepreise gefährden nicht nur den Wohlstand der österreichischen Bevölkerung, sie stellen auch die größte Herausforderung für alle Unternehmen des Landes dar. Der Handel, der hierzulande insgesamt 600.000 Menschen beschäftigt, kämpft mit einer Vervielfachung der Stromkosten. 6.000 Geschäften droht bis Jahresende die Schließung. Viele weitere stoßen an ihre wirtschaftlichen Grenzen. Daher appelliert der Handelsverband gemeinsam mit 121 Handelsunternehmen aller Größenklassen und Sektoren an die Bundesregierung, den Energiekostenzuschuss treffsicherer auszugestalten und endlich von den beihilferechtlichen Möglichkeiten der EU im Vollumfang Gebrauch zu machen. 

Im Kern geht es um 6 Forderungen:

1.     Wegfall des zusätzlichen 3% bzw. 0,5 %-Kriteriums in Stufe 1 und 2 beim Energiekostenzuschuss, da dies keine Vorgabe der EU ist. Alternativ: Wesentliche Erhöhung der Ausnahmegrenze von 700.000 Euro.

2.     Wegfall der willkürlichen Grenze in Stufe 1, dass die Energiekosten des Unternehmens 8 Millionen Euro nicht übersteigen dürfen.

3.     Abstellen auf Betriebe anstatt auf das "Gesamtunternehmern" bei der Berechnung der Zuschüsse.

4.     Vereinfachung der Berechnung + längere Antragsfrist (kein "first come, first served"-Prinzip bei Auszahlung der Förderung).

5.     Besserer Einbezug des Handels in künftige Förderungen ab Oktober 2022 bzw. für 2023 unter größtmöglicher Ausnutzung des überarbeiteten befristeten Krisenrahmens der EU für den Handel.

6.     Weiterentwicklung des Merit-Order Systems auf EU-Ebene.

Den Brief finden Sie im Anhang.

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Veröffentlicht am

03.11.2022