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Nein zu Glyphosat-Verlängerung: (v.l.n.r.) Geschäftsführerin Frutura Obst und Gemüse, Mag. (FH) Katrin Hohensinner-Häupl, Geschäftsführer Greenpeace Zentral- und Osteuropa Mag. Alexander Egit, Stv.-Geschäftsführer Verein Arche Noah DI Bernd Kajtna, Spitzenforscher für Bienengesundheit an der Universität Graz Mag. Dr. Robert Brodschneider, Spar-Vorstand Mag. Markus Kaser und Präsident des Österreichischen Erwerbsimkerbundes und Obmann von Biene Österreich DI Dr. Stefan Mandl.

Nein zu Glyphosat-Verlängerung

Die Zulassung für Glyphosat in der Europäischen Union sollte eigentlich Ende des Jahres auslaufen. Die EU-Kommission will sie nun verlängern, obwohl viele Staaten nicht zugestimmt haben.

Gegen die Verlängerung der Nutzung von Glyphosat in der EU sind nicht nur NGOs, sondern auch Spar. Der Spar-Bienenrat verfasste nun einen Offenen Brief an die Österreichische Bundesregierung, um aufzuzeigen, dass eine Verlängerung des Pestizides für viele Bereiche schädlich ist. In dem Brief heißt es unter anderem:

"Wir, der Spar-Bienenrat, bestehend aus Vertreterinnen und Vertretern der Wirtschaft, Landwirtschaft, Umweltschutz, Wissenschaft, Forschung sowie Gesellschaft wenden uns heute mit dem für unsere Umwelt und auch unsere Gesundheit wesentlichen Thema des generellen Glyphosatverbots an Sie.

Unter Krebsforschungsexpertinnen, Ökologen sowie Fachleuten der Bienenforschung und Bestäubungsbiologie wie auch unter ausgewiesenen Forscherinnen weiterer naturwissenschaftlicher Fachrichtungen besteht der Konsens, dass das Pestizid Glyphosat enormes Risiko für unsere Umwelt und unsere Gesundheit darstellt. Und dennoch ist Glyphosat in der EU und auch in Österreich in der Landwirtschaft nach wie vor zugelassen und weltweit bedauerlicherweise das meistverwendete Unkrautvernichtungsmittel. Nun hat die Europäische Kommission die Entscheidung über eine erneute Zulassung von Glyphosat um ein Jahr verschoben.

Dies Verschiebung ist umso bedenklicher, als darüber wissenschaftlicher Konsens besteht, dass jede weitere Verzögerung von effektiven Maßnahmen zur Eindämmung der Klima- und Biodiversitätskrise, das Risiko negativer irreversibler, Auswirkungen auf die langfristige Ernährungssicherheit erhöht.

Wir möchten daher im Hinblick auf eine erneute Zulassung von Glyphosat nochmals auszugsweise auf die schwerwiegenden Auswirkungen des Pestizids hinweisen und Sie auffordern, sich auf EU-Ebene für ein Verbot von Glyphosat in der EU einzusetzen."

Mit 15. Dezember sollte die Entscheidung seitens der EU fixiert sein. 

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Veröffentlicht am

17.11.2022