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Mag. Thomas Zechner, Geschäftsführer Markant Österreich

Markant: Bedürfnisse hinter den Zahlen

Das Geschäftsmodell der Markant AG/Markant Österreich hat sich über die Jahre hinweg gewandelt. Heute zählt die Gruppe zu den größten Regulierern im Handel.

Die Bedürfnisse im Handel und in der Industrie ändern sich laufend, so schnell wie in den letzten beiden Jahren haben sich die Rahmenbedingungen jedoch nicht verändert. Dabei ist die Corona-Pandemie nur ein Teil der schwierigen Einflüsse unter der die Branche zu kämpfen hat. Viel mehr beschäftigen aktuell Rohstoffpreise, Verfügbarkeiten und Bedrohungen durch Cybercrime und Blackouts die Wirtschaft. „Genau hier setzen wir in der Gruppe an“, lässt Mag. Thomas Zechner, Geschäftsführer der Markant Österreich optimistisch für sein Unternehmen in die Zukunft blicken. „Als internationaler Regulierer mit den Hauptgeschäftsfeldern Zahlungsservice, Zahlungsbürgschaft und Produktdatenmanagement sehen wir überall Potential. Auch in der Entwicklung von Handelsmarken für unsere Händler. Wir erkennen die Bedürfnisse unserer Mitglieder, die hinter den Zahlen stecken und wir versuchen – auch erfolgreich – das große Ganze zu sehen“, so Zechner, der seit 2017 Geschäftsführer in Österreich ist.

Sidestep Zahlen hinter der Markant

Die Mitglieder, von denen wir hier sprechen, sind an der Zahl rund 44 aktive Händler in Österreich. 2500 Lieferanten-Verträge werden regelmäßig verrechnet und der heimische Regulierungsumsatz 2021 betrug 2,5 Mrd. Euro. Vom Standort im zweiten Wiener Gemeindebezirk werden auch die Länder Ungarn (dm, Müller, Rossmann), Kroatien (dm, Kaufland), Slowenien und teilweise Italien (Stammdaten für dm Italien) betreut, die 2021 einen Regulierungsumsatz von 110 Mio. Euro vorweisen konnten und somit eine Steigerung von 50% erreichten (Ungarn, Kroatien und Slowenien, ohne Italien). Ein Novum: ab Oktober 2022 kommt Serbien in der Betreuung dazu.

Die Markant AG hat folgende Erfolge vorzuweisen: der Regulierungsumsatz beträgt 58 Mrd. Euro (+8%), der Umsatz der Handelspartner an sich liegt bei 130 Mio. Euro. Es sind 15.000 Lieferanten-Verträge im Portfolio. Bedient werden rund 200 Händler in 10 Standorten.

„Nicht in allen Ländern regulieren wir Umsätze, sind aber EDI-Partner, dm wird in allen Ländern durch die Markant Service International serviciert“, erklärt Thomas Zechner die Besonderheiten. „Aber eine Sache hat sich manifestiert: wir kaufen – außer unserer Marke „jeden Tag“, die international im Einsatz ist, nichts mehr ein“, so Zechner. Die Markant AG managt Eigenmarken für andere. „In Luxemburg und Belgien sind wie mit 5-6 Händlern in Verhandlung und in Spanien managen wir Frucht und Gemüse im Auftrag von Händlern unter der Marke Iberiana“, schließt nun der Geschäftsführer den Überblicks-Kreis. Dienstleistung liegt also dem Markant-Management im Blut.

Dienstleistung bis in die kleinste Zelle

Die Dynamik der Lieferanten ist enorm. „500-1000 Lieferanten sind in den letzten Jahren dazu gekommen. Der Grund liegt auf der Hand: Internationalität, Regionalität und Lokalität“, erklärt Thomas Zechner.

Kleine Landwirte müssen sich demnach nicht mehr mit einem aufwendigen Datenaustauschprozess (elektronische Bestellungen, Lieferscheine und Rechnungen) im Rahmen von Einlistungen bei ihren Kunden befassen – dies kann sehr simple und effiziente Weise – die Markant abwickeln. „Nehmen wir das Beispiel MPreis: Hier wurden viele kleine Lieferanten – Landwirte, Imker, Gewerbetreibende – über unser eigenes WebEDI-Tool mit allen Digitalisierungsschnittstellen von MPREIS verbunden. Dies ermöglich nun kleinen Landwirten vom Traktor aus mit einem Smart-Tablet seine Artikelstammdaten anzugeben, Rechnungen zu verschicken und den Beleglauf zu kontrollieren“, formuliert es Thomas Zechner spitz. Dadurch verlieren auch die kleinsten Unternehmen ihre Angst vor den Händlern und haben keine Hemmung mehr mit ihnen partnerschaftlichen Austausch zu pflegen. „Und der Händler ist zufrieden, weil er die regionalen und lokalen Produkte schnell und ohne Mehraufwand einlisten kann“.

Markant als Multiplikator

In allen Ländern und Gebieten sind die Händler in der Digitalisierung unterschiedlich weit in ihrer Entwicklung. Deshalb ist Markant der Multiplikator, der in Zukunft noch mehr auf Digitalisierung setzt. „2021 hatten wir den Rekordumsatz von 2,5 Mrd. Euro Regulierungsumsatz, das war ein Plus von 12,3% - und das trotz Problemen bedingt durch Covid in der Gastronomie und im C&C-Handel“, so Zechner. „Als im 4. Quartal 2021 der Tourismus wieder anlief, merkten wir die Steigerung sofort“. Auch hier gilt: der Herausforderung der Kleinteiligkeit bei Handel und Industrie muss man sich als Regulierer stellen. „Für 2022 erwarten wir eine gute Entwicklung, aber wie nachhaltig positiv die Zahlen sind, wird sich zeigen“, meint Zechner.

Welche Dienstleistungen sind en vogue?

Das Produktinformationsmanagement knüpft bei EDI an – auch was kleine Lieferanten betrifft. Das ist auch im Sinne der Nachhaltigkeit, denn je näher technisch ein Lieferant zum Händler ist, desto besser und nachhaltiger ist das.

Ein großer Trend ist die Herkunft: der Ursprung von Fleisch, Eiern und Milch ist schon Voraussetzung, um Erfolg zu haben. Bei verarbeiteten Lebensmitteln kommt die verpflichtende Herkunftsangabe in der GV mit 2023. „Die Gastronomie hat damit einen erheblichen Handlungsbedarf, um Daten bereitzustellen – auch hier unterstützen wir tatkräftig“, erklärt der Markant-Chef. Dabei werden Fragen aufgeworfen wie: Ist das Produkt zum Beispiel Bio-zertifiziert oder der Hersteller?

Und auch das Lieferkettensorgfaltsgesetz wird in Zukunft die Hersteller und Händler noch beschäftigen. „Die EU wird diesbezüglich deutlich strenger werden, darauf müssen wir uns einstellen“.

Und nicht zuletzt ist das Thema Cybercrime für so manche Händler noch ein Randthema, das aber sehr schnell zum zentralen Punkt werden kann: nämlich dann, wenn etwas passiert. „Vor einiger Zeit hatte ein Händler aus Deutschland eine Cyber-Attacke und verlor alle Daten. Nur die Kassen funktionierten noch. Mit Hilfe unserer Regulierungs-Daten, Stammdaten und EDI-Systeme konnten wir recht schnell aus der Misere helfen“, berichtet Thomas Zechner. Cyberdefense ist das Schlagwort der Zukunft: Was muss ich tun, damit ich trotz Attacke Ware bestellen, verkaufen und verrechnen kann? Nicht zuletzt steht auch hier Markant als Dienstleister und Datenretter zur Seite. „Lassen Sie sich überraschen, bald werden wir ein neues Tool präsentieren, das genau hier ansetzt“, meint Geschäftsführer Thomas Zechner abschließend.

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Veröffentlicht am

24.06.2022