Manner Geschäftsbericht 2020

Ein hartes Jahr für die rosa Schnitte

Die rosa Schnitte steht sinnbildlich für die Marke Manner, die im letzten Jahr aufgrund aller Corona-Maßnahmen Einbußen hatte.

Zum Unternehmen Josef Manner & Comp. AG zählen Marken wie Manner, Casali, Victor Schmidt, Ildefonso, Napoli.. Sie alle haben im letzen Jahr 2020, das ja bekanntlicherweise von Corona-Maßnahmen weltweit bestimmt war, gelitten. Auch wenn im Hauptexport-Markt Deutschland die Umsätze anstiegen, so konnte der Verlust im Heimmarkt Österreich nicht wettgemacht werden. Hier sieht man abermals schön, welche Trägermarke Manner für österreichische Tradition und Herkunft ist, wenn es normalerweise in Tonnen von ausländischen Touristen gekauft wird. 

Aber im Detail, die Daten aus dem Geschäftsbericht: 
Im Geschäftsjahr 2020 ist der Umsatz gegenüber dem Vorjahr um -2,2% von T€ 222.056 auf T€ 217.222 gesunken. Die sehr erfreuliche Steigerung im EU-Ausland konnte die Rückgänge am Heimatmarkt und jene der Drittländer nicht kompensieren. Die Folge ist eine auf 62,5% gesteigerte Exportquote, verglichen zum Wert des Vorjahres von 58,1%.

2020 ergaben sich sowohl das EBT mit T€ 2.630 (Vorjahr: T€ 7.118) als auch das EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) mit T€ 3.050 (Vorjahr: T€ 7.363) reduziert in Relation zu den Werten aus 2019. Wie erwähnt, ist es vorrangig COVID-19, das die Entwicklung in 2020 begründet.

Durch den Umsatzrückgang ist auch die Betriebsleistung im Vergleich zum Vorjahr um -1,1% gesunken. Nachfragebedingt haben sich die Warenbestände zum Ende des Jahres 2020 stärker erhöht. Die staatlichen Zuschüsse betreffend der COVID-19-Kurzarbeit führen zu gesteigerten sonstigen betrieblichen Erträgen.

Neben den Preisen für Kakao und Haselnuss sind auch nahezu alle anderen eingesetzten Rohstoffe im Preisniveau merklich angestiegen. Der Anteil der Rohstoffkosten in Prozent zur Betriebsleistung steigt daher auf 33,4%, verglichen zu 29,3% in der Vorperiode.

Die Veränderung des Personalaufwands von -2,9% (Vorjahr: 5,5%) ergibt sich aus der niedrigeren Betriebsleistung. Die gegenläufigen Kollektivvertragserhöhungen konnten daher entsprechend kompensiert werden.

Die Stärkung der Unternehmensmarken durch Werbung und Verkaufsförderungen wird als langfristiges, strategisches Engagement erachtet. Insofern wurde der dafür vorgesehene Etat in unveränderter Höhe veranschlagt und auch umgesetzt.

Starteten die Manner Shops zu Beginn 2020 hoch erfolgreich mit einem Umsatzplus von 15% zum Vorjahr, war das weitere Jahr massiv durch die Pandemie geprägt. Im ersten Lockdown mussten sämtliche Manner Shops geschlossen bleiben, in den darauffolgenden Lockdowns durften diese betrieben werden.

Die Kurzarbeitsregelung wurde umgehend für die Shopmitarbeiter in Anspruch genommen. Sämtliche Kosten wurden auf ein Minimum reduziert und nur die notwendigen Investitionen getätigt. Um die Kaufakte während der Lockdowns zu steigern, wurde „click & collect“ implementiert und spezielle Angebote z.B. Back-Box forciert.

Veröffentlicht am

30.04.2021