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Das Projekt „Österreichische Mehrweg-Bouteille“ mit Beteiligung des Logistikverbund-Mehrweg arbeitet aktuell an der Einführung eines offenen Mehrwegsystems für 0,75-l-Weinflaschen. Erste Exemplare werden Anfang 2025 im Rahmen eines Pilotversuchs erhältlich sein.

L-MW-Projekt „Mehrweg-Bouteille"

Das Projekt „Österreichische Mehrweg-Bouteille“ mit Beteiligung des Logistikverbund-Mehrweg arbeitet aktuell an der Einführung eines offenen Mehrwegsystems für 0,75-l-Weinflaschen.

Mehrweg-Bierflaschen haben sich im österreichischen Einzelhandel und in der Gastronomie längst etabliert. Mittlerweile werden auch Limonaden, Milch oder Joghurt immer häufiger in Mehrweg-Gebinden angeboten. Nur 0,75-l-Weinflaschen werden zu einem großen Teil ausschließlich einmalig befüllt.
Die große Vielfalt an Flaschentypen für die Abfüllung von Wein macht die Einführung eines einheitlichen Mehrwegsystems zu einer großen Herausforderung. Dieser stellt sich jetzt eine Gruppe aus Experten für Kreislaufwirtschaft, Verpackungs- und Mehrwegsysteme, Weinbau und -handel. 

Hohe CO₂-Emissionen im Weinbau

Eine kürzlich publizierte Studie zu den CO₂-Emissionen im Weinbau zeigte den hohen Anteil der Verpackungen an den Gesamtemis­sionen der Betriebe auf. Hauptverantwortlich dafür ist die Einwegglasflasche, die zwar fleißig gesammelt wird, deren Einschmelzen aber große Mengen an Erdgas erfordert.

Umweltschonende Mehrweg-Bouteillen aus Glas

Glas ist für den Schutz der Weine ideal und konnte sich bisher gut gegen Alternativen wie PET oder Kartonverbund behaupten. Deshalb geht es der Steuerungsgruppe darum, keinen anderen Werkstoff, sondern Glas selbst effizienter einzusetzen. Nicht nur durch Reduktion des Flaschengewichts, sondern auch durch die Kreislaufführung der Flasche. 

Die Projektgruppe „Österreichische Mehrweg-Bouteille"

In der angesprochenen Steuerungsgruppe sind neben dem Logistikverbund-Mehrweg das Österreichische Ökologie-Institut, Circular Analytics, das Bundesamt für Wein- & Obstbau, Biogast und RWA vertreten. Ihre Kompetenzen sollen in der Zusammenarbeit mit den Winzern und wichtigen Stakeholdern sicherstellen, dass am Ende eine optimale Lösung erzielt wird. Gefördert wird das Projekt von der Abfallvermeidungsförderung der Sammel- und Verwertungssysteme für Verpackungen.

Projekt-Schwerpunkte und Visionen

Im ersten Arbeitspaket wurden Empfehlungen für zwei 0,75-l-Flaschen, eine 1-l-Flasche sowie ein Anforderungsprofil für eine gemeinsame 6er-Kunststoffkiste erarbeitet. In den nächsten Arbeitspaketen widmet man sich den Themen „Vertrieb & Marketing“ sowie „Logistik & Spülen“. Da Mehrweg nie nur Verpackung, sondern ein System mit vielen Akteuren ist, geht es in der Folge auch um Investitions- und Poolmanagement, bevor 2025 im Pilot getestet werden kann. „In einer sehr heterogenen Branche ist die Einführung von Mehrweg-Standardflaschen eine besondere Herausforderung. Aktuelle Entwicklungen bei Energiepreisen, betrieblichen CSR- und Gesetzesinitiativen helfen aber“, so Philipp Haderer, Manager des Logistikverbund-Mehrweg. 

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geschrieben am

08.05.2024