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Mag. (FH) Dominik Mattes, MBA | Director Marketing & Innovation

Kotányi: Qualität und Natürlichkeit in DNA verankert

Dominik Mattes, Director Marketing & Innovation bei Kotányi spricht im Interview mit retailreport.at über aktuelle Krisen, Herkunft, Qualität und Natürlichkeit.

Der österreichische Gewürzhersteller ist international tätig und weiß um die Herausforderungen weltweit Bescheid. Man setzt auf Qualität und Nachhaltigkeit, so Mag. (FH) Dominik Mattes, MBA, Director Marketing & Innovation im Hause Kotányi. Parallel wird auch der aufschlussreiche Gewürzreport 2022 vorgestellt.

retailreport.at: Wie hat sich das Unternehmen in den letzten Jahren entwickelt?

Dominik Mattes: „In den Sommermonaten 2021 haben sich trotz des fordernden Pandemiegeschehens Tourismus und Gastronomie erholt und konnten wieder mehr Gäste begrüßen. Dieses Plus an Außer-Haus-Konsumationen hatte zwar zu leichten Rückgängen in den Haushalten geführt, gleichzeitig wurde in der Gastronomie eine Steigerung um zehn Prozent und in erfolgreichen Tourismusregionen auch darüber hinaus erzielt. Damit konnte das Unternehmen 2021 trotz der herausfordernden Rohstoff-Versorgungslage positiv bilanzieren und weitere zehn Millionen Euro in den Ausbau des Produktionsstandorts im niederösterreichischen Wolkersdorf investieren.“

Wie geht man mit der aktuellen Krise um?

„Eine der derzeit größten Herausforderungen sind derzeit die Verpackungen unserer Gewürze. Denn die Preise wesentlicher Rohstoffe im Kunststoffbereich sind enorm gestiegen – bei rePET waren es mehr als 80 %. Auch die Papier-Beschaffungskosten haben um 55 % zugelegt, weitere Erhöhungen für die nächsten Monate sind angekündigt. Zusätzlich beeinflussen die in den vergangenen Monaten stark gestiegenen Energiekosten, aber auch der anhaltende und weltweite Personalmangel in der Logistikbranche die Beschaffungsmarktsituation.“

Gibt es genug Gewürze verfügbar? Wie sieht es mit der Lieferkette aus?

„Bei den unterschiedlichsten Kräutern und Gewürzen gibt es am Weltmarkt derzeit immer wieder Verfügungsengpässe. Auch wenn wir oft alle Hebel in Bewegung setzen müssen, um bestimmte Rohwaren zu einem vernünftigen Preis beziehen zu können, kommen uns unsere langjährigen und stabilen Beziehungen zu unseren Produzenten und Zwischenhändlern zugute. Wir setzen schon seit vielen Jahrzehnten auf eine möglichst vorausschauende und langfristige Einkaufspolitik.“

Apropos Lieferkette: Wie steht Kotányi zum Lieferketten-Gesetz?

„Konsumenten legen immer größeren Wert auf Transparenz und Nachvollziehbarkeit im Bereich der Lieferkette. Im Bereich der Beschaffung von Rohwaren und Verpackungsmaterialien ist Kotányi in ein globales Partner-Netzwerk eingebunden, dem rund 170 nach strengen Kriterien zugelassenen Kotányi-Lieferanten angehören. Unsere Lieferanten müssen im Zuge des Zulassungsverfahrens unter anderem die Einhaltung der ETI Base Code- Anforderungen (4-Pillar SMETA) nachweisen, unserem Code of Conduct folgen. Die gesamte Produktion findet nach wie vor ausschließlich am Standort in Wolkersdorf statt, wo wir Jahr für Jahr rund 15.000 Tonnen Rohwaren aus der ganzen Welt verarbeiten. Diese durchlaufen bei Kotányi zahlreiche mikrobiologische, chemische und physikalische Qualitätskontrollen, bevor sie mehrstufigen Sieb- und Reinigungsprozessen unterzogen, zu rund 4500 Produkten weiterverarbeitet und abgepackt werden. Um die bestehenden und künftigen Herausforderungen bestmöglich zu bewältigen und Wachstum zu ermöglichen, wurden in den Jahren 2020 bis 2022 rund 18 Millionen Euro in den Standort investiert.“

Welche Neuheiten hat Kotányi im Köcher?

„Kotányi hat im Herbst 2022 eine integrierte 360°-Markenkampagne („100 % natürlich. Echt im Geschmack“) gelauncht, die derzeit unter anderem mit aufmerksamkeitsstarken Out-of- Home-Sujets, PR-Aktivitäten und der Veröffentlichung eines eigenen Gewürz-Reports bei Konsument*en und Stakeholdern punktet. Im Fokus stehen die Stärken der Marke: Qualität und Natürlichkeit sind tief in unserer DNA verankert – und das seit über 140 Jahren.

Bei den Konsumenten besonders nachgefragt ist derzeit Bio, das sich den vergangenen Jahren von einem Trend zu einem Markt entwickelt hat. Kotányi bietet bereits seit einiger Zeit eine breite Palette an Bio-Gewürzen und Bio-Kräutern in verschiedenen Verpackungsformen an und wird das Bio-Sortiment 2022 um eine wichtige Range-Erweiterung ergänzen und im Laufe der kommenden Monate in zehn Ländern ausrollen. Auch bei unseren anderen Innovationen fokussieren wir weiterhin auf die Trends Individualität, Abwechslung und Genuss. Mit der Produktlinie Quick & Easy liefert Kotányi heimischen Konsumenten und Konsumentinnen ein einfaches und abwechslungsreiches All-inclusive-Konzept.“

Infobox: Der Kotányi Gewürz-Report
Den hohen Stellenwert von Kräutern und Gewürzen in den Küchen der Österreicher zeigt der aktuelle Kotányi Gewürz-Report – immerhin geben 98 % der Österreicher an, dass Gewürze zum Kochen dazugehören und diese unverzichtbar sind, um den Geschmack von Speisen und Getränken zu verfeinern oder zu intensivieren. Als klares „Gewürz des Jahres 2022“ konnte sich „Paprika Edelsüß“ durchsetzen. Rund 40 % haben das rote Geschmackswunder zu ihrem Favoriten gekürt – noch vor Pfeffer und Curcuma. Das ursprünglich aus Südamerika stammende Paprikapulver überzeugt mit seinem typischen Aroma und der intensiven Farbe, die beim Trocknen der Schoten entsteht. Ein geschichtlicher Rückblick verrät, dass Paprikapulver in Europa anfangs „nur“ als Ersatz für Pfeffer den Weg in die Kochtöpfe fand. Die geschmacklichen und kochtechnischen Vorzüge haben das Gewürz aber rasch zu einem Fixstarter in Österreichs Küchen gemacht. Auch Pfeffer wird in all seinen Variationen besonders häufig gekauft. Als ständiger Begleiter beim Kochen und am Esstisch liegt er sowohl in den Verkaufszahlen des Handels als auch in den aktuellen Kotányi-Umfragen in der Variante „Pfeffer schwarz“ und „Pfeffer bunt“ gleich nach „Paprika Edelsüß“ im Spitzenfeld.
Ein Trend, der sich in heimischen Küchen abzeichnet, ist die steigende Freude am Entdecken und Experimentieren. Internationale Gewürzmischungen, z.B. aus Südostasien oder dem Nahem Osten, werden zusehends für die Allgemeinheit interessant. Und Curcuma – ein Trend, der gekommen ist, um zu bleiben – setzt mit einer stetig wachsenden Fangemeinde für asiatische Gerichte und Curries seinen klaren Aufwärtstrend fort. Dominik Mattes, Director Marketing & Innovation bei Kotányi, hat sich für den Kotányi Gewürz-Report die Einschätzungen der Experten genauer angesehen und findet darin Bestätigung für den kulinarischen Zeitgeist und das steigende Gesundheitsbewusstsein der Österreicher: „Befragungen unserer Lieferanten und Partner in Handel und Gastronomie habenergeben, dass vegetarische, vegane und Bio-Produkte weiter am Vormarsch sind. Diesen Trend sehen wir auch am Gewürzmarkt, wo natürliche Gewürze aus nachhaltigem Anbau stärker nachgefragt werden. Steigendes Gesundheitsbewusstsein spiegelt sich aber auch beim Einsatz von Salz wider, das tendenziell sparsamer eingesetzt wird. Zu den spannendsten Trends für 2023 zählt Food-Pairing, das bei Österreichern immer beliebter wird und mehr als alle anderen Trends für das Entdecken neuer Geschmackswelten steht: Dabei werden eigentlich konträre Geschmäcker miteinander kombiniert und zu neuen Geschmackskompositionen zusammengefügt – zum Beispiel süße Früchte werden mit Chili gewürzt oder Kekse mit Pfeffer aufgepeppt.“

Der Kotányi Gewürz-Report 2022

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Veröffentlicht am

24.11.2022