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Kommentarfoto Gabi Jiresch

Ein Bruch mit Folgen

Eine Spaltung der Gesellschaft ist logisch, wenn man Raum dafür zulässt.

Alle schreiben, reden und denken darüber nach: die Spaltung der Gesellschaft ist da. Mit den Themen, die Corona betreffen sind auch die unterschiedlichen Meinungen so richtig ans Tageslicht gekommen. Wir kennen sie alle: Impfen oder nicht, Lockdown ja oder nein, zu Hause bleiben oder nicht, Wurmmittel nehmen oder nicht. Man denkt, dass die Spaltung durch den politischen Umgang mit dem Virus hervorgerufen wurde. Ich sage Nein!

Eine Spaltung der Bevölkerung, sogar der ganzen Weltbevölkerung, hat es schon immer gegeben. Der Unterschied zu heute: man hat allen Meinungen nun eine Plattform gegeben, lässt jeden und jede reden und seine Einstellung zu einem Thema mit Vehemenz sagen. Somit ist die Wirkung klar: Jede Meinung wird zugelassen, es findet sich immer eine Plattform und die Medien/sozialen Medien sind sich nicht zu blöd, diese Meinungen auch in ihren Foren/Websites/Printausgaben zu veröffentlichen.

Eine Spaltung wird man auch weiterhin nicht verhindern: es gab immer einen Kampf zwischen arm und reich (denken sie an die ‚Reichensteuer‘), zwischen alt und jung, zwischen weiblich und männlich, zwischen urban und rural, zwischen Denkern und Nicht-Denkern. Auch in der Lebensmittelbranche gibt es immer zwei Strömungen: Eigenmarken/Marken, Diskonter/Vollsortimenter, Bio/konventionell, eine Plattform haben sie auch alle. Der große Unterschied liegt in der Wertschätzung, die sich die einzelnen Protagonisten in letzter Konsequenz gegenüber erbringen. Um in der aktuellen politischen Lage den Bruch in der Gesellschaft ein wenig zu kitten und beruhigen, wäre es von beiden Seiten gut einen anderen Ton anzuschlagen.

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Veröffentlicht am

25.11.2021