Elf ambitionierte österreichische Großunternehmen verpflichten sich im klimaaktiv Pakt zur Halbierung ihrer CO2-Ausstöße bis 2030

Klimaaktiv Pakt: Role Models für den Klimaschutz

Elf ambitionierte österreichische Großunternehmen, darunter Vöslauer, Ölz und Rewe, verpflichten sich im klimaaktiv Pakt zur Halbierung ihrer CO2-Ausstöße bis 2030.

Klimaschutzministerin Leonore Gewessler hat einen Pakt geschlossen - nicht, was Sie jetzt denken, sondern mit 11 namhaften österreichischen Unternehmen, um bis 2030 den CO2-Ausstoß zu halbieren. Diese Unternehmen sind Role Models für heimische Wirtschaft, denn als Vorbilder können sie animieren und zeigen, wie es funktionieren kann. Was natürlich nicht heißt, dass es schon zahlreiche österreichische Unternehmen gibt, die permanent und sehr erfolgreich an der Verringerung des CO2-Ausstoßes arbeiten. Es geht- wie gesagt - um Vorbildwirkung. Die elf Unternehmen sind: Buwog Group, hali, Hypo Noe, Mc Donald’s Österreich, ORF, ÖBB, Ölz der Meisterbäcker, Rewe Group, UniCredit Bank Austria, Vöslauer, Zumtobel Group – gleichbedeutend mit über 110.000 Arbeitsplätzen in unterschiedlichsten Branchen entlang der Wertschöpfungskette – sie alle haben sich mit der Bewerbung zum klimaaktiv Pakt zu einem weiteren, aktiven und weitreichenden Beitrag zur Klimaneutralität entschlossen. 

Der klimaaktiv Pakt verfolgt in der Umsetzung einen ganzheitlichen Ansatz, denn nur durch ein breites Bündel an betrieblichen Maßnahmen kann die geplante Treibhausgasreduktion tatsächlich umgesetzt werden. So umfassen die vorgeschlagenen Klimaschutzkonzepte der Paktpartner unter anderem Aktivitäten in den fünf Maßnahmenbereichen Energiesparen & Energieeffizienz, Bauen & Sanieren, Mobilität, Erneuerbare Energieträger, nachwachsende Rohstoffe & Ressourceneffizienz sowie Sensibilisierungsmaßnahmen. Mit der Aufnahme in den klimaaktiv Pakt beginnt für die Unternehmen ein jährlich wiederkehrender strukturierter Prozess zur Optimierung des zum Start vorgelegten betrieblichen Klimaschutzkonzepts. Die Zielerreichung wird jährlich geprüft, um maximale Glaubwürdigkeit und Transparenz nach innen und außen zu schaffen. Details zum klimaaktiv Pakt finden sich unter klimaaktiv.at/pakt .

Vöslauer im Klima aktiv-Pakt dabei

Es wurden zwei wesentliche Vorhaben schon fünf Jahre früher als geplant umgesetzt: die Umstellung des gesamten PET-Sortiments auf 100 % rePET sowie die CO2-Neutralität. „CO2-Neutralität ist aber nicht gleich CO2-Neutralität, wir wollen weiterhin so viele Emissionen wie möglich aus eigener Kraft reduzieren und dies transparent dokumentieren. Verglichen mit 2005 konnten so bereits 50 % der CO2-Emissionen eingespart werden, den Rest haben wir mit hochwertigen Klimaschutzprojekten kompensiert", so Birgit Aichinger und Herbert Schlossnikl, die Geschäftsführer von Vöslauer.

Reduce – Reuse – Recycle steht sinngemäß schon seit Anfang der 2000er Jahre auf unserer Agenda, auch wenn es damals vielleicht noch nicht so tituliert wurde“, sagt Schlossnikl. Durch Materialeinsparungen, den Ausbau des Mehrweganteils und der Umstellung des PET-Sortiments auf 100 % rePET konnten bisher schon beträchtliche CO2-Einsparungen erzielt werden, deshalb will man genau dort weiter ansetzen und plant die Umsetzung folgender Schritte bis 2030, um weitere 28 % COeinzusparen:

  • Die Reduktion des Materialeinsatzes um weitere 10 % im Vergleich zu 2019 durch den Einsatz neuer Technologien, den Ausbau des Mehrwegsortiments und zielgerichtete Zusammenarbeit mit Zulieferern.
  • Die signifikante Erhöhung des Mehrweganteils. Vöslauer war und ist Vorreiter bei Mehrweg. Aktuell beträgt der Mehrweganteil etwas über 20 %. Bis 2030 soll er weiter ausgebaut werden. Damit wird einiges an Material eingespart und ein wesentlicher Beitrag zu einer aktiven Kreislaufwirtschaft geleistet. Bestes Beispiel dafür ist die erste moderne PET-Mehrwegflasche, die Vöslauer mit Anfang 2022 auf den Markt bringen wird.
  • Alle eingesetzten und verarbeiteten Materialien bestehen zu 100 % aus Recyclingmaterial oder stammen aus Bio-Ursprung, in der Produktion, im Büro, bei Promotionsartikeln uvm.

Auch in den Bereichen Transport und Mobilität werden zielstrebig weitere CO2-Einsparungen verfolgt und dabei auf alternative Antriebsformen (Schiene, Wasserstoff, E-Mobilität) gesetzt. Bis 2030 soll jeder durchschnittliche Transport-Kilometer um 20 % weniger CO2 verursachen als im Vergleichsjahr 2019. 

Als dritte Säule konzentriert sich Vöslauer auf den eigenen Energiehaushalt. Hier sollen bis 2030 mindestens 80 % des Erdgases durch erneuerbare Energie ersetzt werden, zusätzlich will man mit dem Ausbau der Photovoltaik-Anlagen künftig 5 % des Stromverbrauchsund, wie es bereits heute der Fall ist, 100 % des Strombedarfs mit Ökostrom decken.

 

Gewessler schließt Klimapakt mit Unternehmen

Veröffentlicht am

07.07.2021