Kastner Geschäftsleitung: Mag. Herwig Gruber, KR Christof Kastner, Andreas Blauensteiner, MBA

Die Sache mit der Kostenwahrheit

Als Händler muss man heute die Kosten gut im Griff haben, um für die Zukunft aufgestellt zu sein.

Nähme man als Händler nicht Fahrt auf mit der rasanten Entwicklung der Branche, so würde man scheitern. Früher oder später. Dass dem so ist, haben einige Händler bis dato noch nicht erkannt. Einer jedoch schon lange: Christof Kastner und sein Team.

Die eigentliche Challenge ist es, das „Alte“ mit dem „Neuen“ zu vereinen. Die Digitalisierung macht gerade vor dem Handel nicht Halt und es ist sicherlich falsch, sich ihr zu verschließen. Das erkannte KR Christof Kastner bereits 2004 und eröffnete den ersten Kastner-Onlineshop. Und 2015 beteiligte er sich beim damaligen Start-Up „myProduct.at“. „Digitalisierung, aber richtig“, so lautet die Devise. Für den Lebensmittel-Händler in fünfter Generation läuft die Entwicklung linear nach oben. Kastner setzt auf die Basis des gut eingeführten traditionellen Unternehmens in Zwettl die innovativen Neuerungen oben auf und schuf somit den Multifachgroßhändler. Von der vorherigen Führungsmannschaft unter KR Peter Kastner ließ er sich formen und mit seiner neuen Geschäftsführung mit Andreas Blauensteiner und Herwig Gruber schafft er die zukunftsorientierten Expansionen und Maßnahmen.

2020 ist ein wichtiges Jahr

Man nennt Christof Kastner auch den Waldviertler mit Bodenhaftung. In den letzten Jahren hat er bewiesen, dass auch ein regionales Handelsunternehmen aus der Großhandels-Ecke herauskam und in Österreichs Landschaft ordentlich mitspielt. Wir reden gar nicht mehr von Übernahmen wie Holzmann oder Biogast, sondern gehen einen Schritt weiter: Nachhaltigkeit, Expansion und Erneuerungen, sowie wieder: Digitalisierung. Die Schritte werden gut überlegt gesetzt, denn ohne Kostenwahrheit wird es nicht gehen. „In allen Bereichen unseres operativen Geschäftes ist es wichtig, dass wir uns ansehen, was unterm Strich herauskommt“, so Christof Kastner. 2019 war firmenrechtlich und -technisch bedeutungsvoll: TK Knapp wurde in die Kastner TK-Welt umgewandelt. Das übernommene Unternehmen Josef Stebel wurde in Kastner-Stebel umfirmiert und nicht zuletzt wurde aus „Geko“ „Kastner-Geko Großhandels Gmbh“.

2020 wird ein weiteres wichtiges Jahr für das Unternehmen, da sich einige Entwicklungen ergeben können, die den Händler aus Niederösterreich auf eine völlig neue Stufe heben könnten – dabei ist Geduld gefragt. Folgende Schwerpunkte fanden ihren Ursprung schon 2019, 2020 geht es weiter: Am Standort Amstetten wurden 2,5 Mio. Euro investiert und im März 2019 wurde der Markt neu eröffnet. Die Besonderheit im heurigen Jahr wird ein ganz spezielles Kunstprojekt sein, das sich bereits von Weitem sehen lassen kann.

Aber nicht nur Amstetten, auch Jennersdorf darf sich über eine Erweiterung und ein kräftiges Refurbishment in der Höhe von 2,5 Mio. Euro freuen. Sowohl im Expedit als auch im Wareneingang werden Veränderungen vorgenommen, sowie im gekühlten Bereich. Es ist der erste Schritt in eine große Ausbauphase.

Webshop nächste Schritte

Das Steckenpferd Digitalisierung und Kundenorientierung sind natürlich weiterhin die zentralen Elemente des Unternehmens: Der Webshop 2.0 wurde 2019 gelauncht, mit dem Schwerpunkt auf Biogast und Kastner. Die Kastner Gruppe macht mit beiden Online-Shops soviel Umsatz, wie der gesamte österreichische Lebensmittelhandel in Österreich – eine Pionierleistung der besonderen Art. Neu 2019 ist auch die Kastner Scan APP, sowie der Bestellassistent, der aufgrund von KI über individuelle Warenkörbe verfügt, damit der Kunde beim Bestellvorgang nichts vergessen kann. Daneben gibt es die Möglichkeit der Sprachsteuerung. 

Kastner macht Kunden zu Fans

Dass digital nur mit analog vereinbar sein kann, weiß Kastner schon seit langem. Aus diesem Grund wird sehr stark auf die Expertise der Mitarbeiter und auch Kaufleute vor Ort gesetzt. Für die Nah&Frisch-Kaufleute wird ein Pilotprojekt an zwei Standorten (Rastenfeld und Wang) getestet, das sich besonders mit Gastronomie auseinandersetzt – die Zukunft des Handels findet sich stark im Außer-Haus-Verzehr wieder, das weiß auch Christof Kastner. Und neben Regionalität spielt Bio nach wie vor eine beachtliche Rolle. Nicht nur deshalb gibt es als „Shop in Shop“-Lösung für die Nahversorger „Ich bin Bio“. Hier fließt das Wissen aus Biogast zu 100% mit hinein.

Nachhaltigkeit in Echtzeit

Selbstverständlich geht es bei all den Tätigkeiten richtig zu wirtschaften und Gewinn zu machen – es wäre keine Nachhaltigkeit, wenn ein Unternehmen nicht so denken würde. Aber: die Nachhaltigkeit geht einen großen Schritt weiter. Kastner ist über die Grenzen hinaus bekannt für sein nachhaltiges Wirken in der Gesellschaft, bei den Mitarbeitern und die Umwelt. Man nehme nur einige wenige Beispiele dafür her: Die Zusammenarbeit mit der Wiener Tafel, die gratis Betreuung der Kinder von Kastner-Mitarbeitern – genannt das  Apfelbäumchen-Projekt, die Waldviertler Windinitiative, „Plant for the Planet“, die Einhaltung der SDGs, Plastikvermeidung und vieles andere mehr. Die Bestätigung der Projekte aus den unterschiedlichen Bereichen münden in den zahlreichen Auszeichnungen, wie Trigos, Energy Globe Award und der Lehrlingsausbildner-Auszeichnung der WKO.

Bei allen gesetzten Zielen und umgesetzten Maßnahmen erkennt man eine Handschrift: systematisch an die Anforderungen der Zeit angepasst, das noch dazu mit einer Geschwindigkeit, die so manchen überrascht und trotzdem mit einer Bestandfestigkeit, die beachtlich ist. Wie gesagt: Kostenwahrheit und Transparenz gepaart mit Innovationskraft ist scheinbar das probate Mittel für Erfolg eines Händlers. 

Veröffentlicht am

08.01.2020