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Junge Zielgruppe favorisiert Marken bei Onlinekauf

Junge favorisieren Markenhersteller bei Onlinekauf

Vor allem jüngere Verbraucher bestellen lieber direkt bei Markenherstellern, anstatt bei Einzelhändlern oder auf Online-Marktplätzen einzukaufen - das sagt eine Capgemini-Studie.

Vor allem jüngere Verbraucher bestellen lieber direkt bei Markenherstellern, anstatt bei Einzelhändlern oder auf Online-Marktplätzen einzukaufen, das sagt der Consumer Trend Report 2022 des Unternehmensberaters Capgemini. Für Händler ist der Trend spannend, um auf das Veralten der "Generation Z" und der Millenials eingehen zu können. 

Etwa zwei Fünftel (41 %) der Verbraucher weltweit haben in den vergangenen sechs Monaten Produkte direkt bei Markenherstellern bestellt und dabei sowohl traditionelle Einzelhändler als auch Online-Marktplätze umgangen. Mehr als zwei Drittel (68 %) der Verbraucher der Generation Z und mehr als die Hälfte (58 %) der Millenials haben direkt bei einer Marke eingekauft, gefolgt von der Generation X (37 %) und der älteren Generation der Baby Boomer (21 %). Von denjenigen, die direkt bei einer Marke eingekauft haben, gaben fast zwei Drittel (60 %) ein besseres Einkaufserlebnis als Grund dafür an. 59 % nannten den Zugang zu Treueprogrammen.

Für diese Vorteile sind Verbraucher bereit, ihre Daten an Unternehmen weiterzugeben. Fast die Hälfte (45 %) aller Verbraucher ist damit einverstanden, Informationen darüber anzugeben, wie sie Produkte konsumieren oder verwenden. Mehr als ein Drittel (39 %) ist auch dazu bereit, persönliche Daten wie demografische Angaben oder Produktpräferenzen weiterzugeben. 54 % der Verbraucher würden ihre Daten mit Unternehmen teilen, wenn sie dafür Angebote oder Rabatte erhalten.

Was bringt die Zukunft?

22 % der Verbraucher wollen nach der Pandemie mehr mit Click-and-Collect bestellen (Online-Bestellung und Abholung im Geschäft). Dieser Trend ist bei den Millennials am stärksten (33 %) und bei den Baby Boomern am geringsten (11 %) ausgeprägt.
Die Studie zeigt zudem, dass die Kunden mehr Wert auf Lieferung und Service legen als auf das Einkaufserlebnis im Laden – insbesondere in den Bereichen Gesundheit und Beauty sowie bei Lebensmitteln. Für 42 % der Verbraucher sind Lieferung und Auftragsabwicklung die wichtigsten Service-Faktoren beim Einkauf. Der Wunsch nach einer bequemen Lieferung kann Kunden sogar dazu bewegen, neue Einkaufsmodelle auszuprobieren. Knapp die Hälfte der Verbraucher (47 %), die Produkte über Abonnementdienste gekauft haben, wollten dabei vor allem von der Lieferung nach Hause profitieren.

Generell erwarten Verbraucher zunehmend eine schnelle Lieferung als Teil des Kundenerlebnisses. Gleichzeitig sind sie jedoch weniger bereit, einen Aufpreis für Geschwindigkeit zu zahlen: Über alle Altersgruppen hinweg würden Verbraucher durchschnittlich nur 3,3 % für eine zweistündige Lieferung zahlen. Im Jahr 2019 waren es noch 4,6 % der Gesamtkosten. Nach wie vor sind jüngere Kunden mit Kindern ehesten bereit, einen solchen Aufpreis zu zahlen.

44 % der Verbraucher sind bereit, einen Aufpreis für Lebensmittelprodukte mit nachhaltigen Verpackungen zu zahlen. Dies ist bei der Generation Z (64 %) und den Millennials (54 %) stärker ausgeprägt als bei der älteren Generation (30 %).

Wie kann Handel profitieren?

Der Bericht des Capgemini Research Institute nennt vier Maßnahmen, die Marken und Händler ergreifen können, um von diesen grundlegenden Verbrauchertrends zu profitieren:

  1. Die Analyse von Verbraucherdaten, um neue Produkte und Dienstleistungen für bestimmte Kundensegmente zu entwickeln

  2. Die Entwicklung einer Omnichannel-Strategie, die die Rolle von Ladengeschäften, E-Commerce, Direktvertrieb und Marktplätzen einbezieht

  3. Die Neupositionierung von Liefer- und Fulfillment-Leistungen als Wachstumstreiber für das Kundenerlebnis

  4. Eine wettbewerbsfähige Preisgestaltung für nachhaltige Produkte, um den Erwartungen der Verbraucher gerecht zu werden

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Veröffentlicht am

10.01.2022