Alle machen Elektro-mobil

Interspar, Metro, Stiegl haben verkündet: sie betreiben Transporter mit Elektroantrieb.

Federführend bei der Entwicklung der neuen E-LKW von MAN war das CNL (Council für Nachhaltige Logistik), das beim Zentrum für globalen Wandel und Nachhaltigkeit an der Universität für Bodenkultur angesiedelt ist. Neun namhafte Unternehmen sind Mitglied des Council für nachhaltige Logistik (CNL) und dadurch von Anfang am MAN Projekt beteiligt gewesen.

Interspar testet den Maxus EV80 von SAIC mit einer Reichweite von bis zu 200 Kilometern, einem 92kW Elektro-Motor und einem 56 kWh Lithium-Eisen-Phosphat Akku. Das Fahrzeug wird im Simpex-Lager Wiener Neudorf stationiert und beliefert von dort aus mehrmals täglich Interspar-Hypermärkte in Wien. Der benötigte Strom stammt, wie bei Interspar in ganz Österreich, aus erneuerbaren Energiequellen. Verbrauchs- und Erfahrungswerte übermittelt der Händler laufend an das Projektmanagement von i-LOG Integrated Logistics zum Vergleich mit anderen Testfahrzeugen und zur Optimierung des Flottenmanagements. Das Projekt wird im Rahmen der Ausschreibung „Leuchttürme der Elektromobilität“ aus Mitteln des Klima- und Energiefonds gefördert. Mit dem Fahrzeug testet man, ob sich E-Kleintransporter für die Verteil-Logistik in Innenstädten eignen. Die Spar Österreich Gruppe nimmt am Forschungsprojekt „Low Emission Electric Fright Fleet“ – kurz LEEFF – teil, in dem sechs Unternehmen insgesamt zehn Elektro-Transporter auf ihre Praxistauglichkeit testen.

Spar testet einen der ersten neun rein elektrisch betriebenen Lkw Österreichs im Stadtgebiet von Graz. Zum ersten Mal trägt ein Lkw von Spar ein grünes Kennzeichen, das Elektro-Autos vorbehalten ist. Der E-Lkw aus dem MAN-Werk in Steyr ist das erste in Kleinserie gefertigte Fahrzeug, das auch für die Lebensmittel-Logistik eingesetzt werden kann. Mit 26 Tonnen maximalem Gesamtgewicht entspricht der Neuzugang den sonst bei Spar eingesetzten Fahrzeugen und wird gleiche Logistik-Aufgaben übernehmen, wie etwa die städtische Anlieferung. Spar wird den neuen E-Lkw drei Jahre lang im Grazer Stadtgebiet auf seine Tauglichkeit für den Praxiseinsatz testen. Das neue Testfahrzeug nahmen Mag. Christoph Holzer, Geschäftsführer der Spar-Zentrale Graz, und der Grazer Bürgermeister Mag. Siegfried Nagl feierlich in Empfang. 

Metro Österreich vergrößert ihre umweltfreundliche Zustellflotte: Seit kurzem gehört auch ein eTruck dazu. Von Vösendorf aus wird er künftig den Großraum Wien beliefern und 40 Tonnen CO2 pro Jahr einsparen. Metro CEO Arno Wohlfahrter: „Ich bin davon überzeugt, dass die Zustellung mit Elektrofahrzeugen in den Städten aufgrund der Schadstoffbelastung ein immer größeres und wichtigeres Thema sein wird. Seit April 2017 sind wir im Großraum Wien mit E-Vans, dem Metro Express, unterwegs, mit dem wir an unsere Gastro-Kunden innerhalb von drei Stunden zustellen. Aufgrund des nachhaltigen Erfolgs gibt es den Metro Express seit diesem Frühjahr auch in Graz und Linz und seit der Festspielzeit wird auch an die Gastronomen in Salzburg zugestellt.“

Stiegl: als erste Brauerei Österreichs konnte sich Stiegl den neuen E-LKW im MAN-Werk in Steyr abholen. Der Elektromotor des neuen Stiegl-Lasters leistet 250 kW (entspricht 320 PS), hat eine theoretische Reichweite von ca. 200 Kilometern und ist dabei vollkommen emissionsfrei unterwegs. Auch die Lärmbelastung sinkt erheblich gegenüber mit fossilen Brennstoffen betriebenen Fahrzeugen. „Zum Einsatz wird unser E-LKW überwiegend für Auslieferungs-touren im Stadtgebiet von Salzburg kommen und so unsere Stiegl-Pferdekutsche perfekt ergänzen“, freut sich Stiegl-Geschäftsführer und Logistik-Experte Thomas Gerbl.

Veröffentlicht am

11.09.2018