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PLMA: Handelsmarken in Europa

Handelsmarken behaupten starke Position

Die Vereinigung der Private Labels, die PLMA, veröffentlicht im jährlichen Bericht die Entwicklung der Handelsmarken in Europa.

In fast allen der 18 europäischen Länder, die 2020 von Nielsen für das Internationale Jahrbuch der Handelsmarken 2021 erfasst wurden, konnten Einzelhandelsmarken ihren Marktanteil von über 30 % behaupten. In fast der Hälfte der Länder wurden Marktanteile von mehr als 40 % erreicht, wobei sich mehrheitlich eine positive Marktdurchdringung zeigte.

Den Daten von Nielsen zufolge sind Frisch- und Tiefkühlwaren, Molkereiprodukte sowie Gesundheit und Schönheit die führenden drei Produktkategorien mit den höchsten positiven Wachstumsraten unter den 18 Ländern.

Österreich blieb stabil

Der Heimmarkt Österreich behielt einen Marktanteil von über 40 % gesamt gesehen. Den höchsten Marktanteil nach Menge hatten Haushaltsreiniger (69%), Papier und Hygiene (68,1%). Nicht sehr stark etabliert sind Handelsmarken bei den Bereichen Babynahrung (13,5%), Alkoholische Getränke (15,3%) und auch Süßwaren (28,3%).

Im Wert sah die Welt etwas anders aus. Hier führen das Ranking an Papier und Hygiene (55,7%), sowie Molkereiprodukte (51,1%), aber auch die Warengruppe Haushaltreiniger (44%).

Die Kategorien mit dem größten Wachstum 2020 bei Private Labels waren in der Menge Kochsets & Trockene Nahrungsmittel, Kunsttsoffreiniger, aber auch TKK-Produkte.

In der Menge führen ebenfalls die Kochsets, gefolgt von Baby-Sonnenschutzprodukten und TK-Gebäck.

Internationale Aspekte

In Deutschland und Großbritannien, den größten Einzelhandelsmärkten Europas, lag der Marktanteil von Handelsmarken deutlich über 40 % und behauptete damit seine starke Position.

In Frankreich kam es zu einem beträchtlichen Anstieg des Marktanteils von 7 Punkten auf 38,5 %. Einen Beitrag dazu leisteten die Umsätze von Discountern, Proximity-Geschäften und Drive-Geschäften, die von Nielsen erstmals in die Statistik einbezogen wurden.

In Belgien war der Marktanteil von Einzelhandelsmarken leicht rückläufig, hauptsächlich aufgrund des Umsatzrückgangs bei Süßwaren und Snacks, wie die Ergebnisse von Nielsen zeigen. In den Niederlanden kam es hingegen zu einem leichten Anstieg des Marktanteils auf 37,1 %.

In Spanien und der Schweiz beträgt der Marktanteil von Handelsmarken etwa 50 %. Hier sind fast die Hälfte aller verkauften Produkte Einzelhandelsmarken.

Das stärkste Wachstum unter gleichen Untersuchungsbedingungen wurde in Portugal verbucht. Hier kletterte der Marktanteil von Handelsmarken auf 45 %, getragen von einem Anstieg von insgesamt fast 5 Punkten in vier Jahren seit 2016.

In Mittel- und Osteuropa, wo Handelsmarken stets gut abgeschnitten haben seit Nielsen die Daten für die Region 2003 erstmals erfasste, verzeichneten Polen, die Tschechische Republik und die Slowakei einen Marktanteil von über 30 %.

Der größte Zuwachs wurde in Ungarn verbucht. Mit einem Anstieg von 1,4 % auf 36,2 % erzielten Handelsmarken hier den bisher höchsten Marktanteil und das bisher stärkste Wachstum.

Spitzenreiter in Skandinavien war Schweden mit einer Steigerung des Marktanteils um 1 Punkt auf erstmals 34 %. In Finnland blieb der Marktanteil über 30 %.

In den Mittelmeerländern Türkei und Griechenland konnten Handelsmarken ihren Marktanteil von 30 % behaupten. In Italien setzte sich der 2020 beobachtete Aufwärtstrend für Handelsmarken fort. Hier wurde ein Marktanteil von 22,6 % erzielt.

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Veröffentlicht am

16.04.2021