Ende der Maskenpflicht wird gefordert

Handel: Weg mit der Maske!

Der Handel in Österreich fordert, dass die Maskenpflicht in den Einkaufsstätten fällt. Denn: die aktuelle Situation der Preissteigerungen ist hart genug.

„Das Einzelhandelsklima repräsentiert eine selbsterfüllende Prophezeiung von kurz- bis mittelfristigen Entwicklungen – und das lässt nichts Gutes für den Einzelhandel vermuten. Steigende (Energie-)Preise, unterbrochene Lieferketten und Kaufzurückhaltungen der Konsumenten im Zuge der Ukraine-Krise bescheren dem ohnehin gebeutelten Einzelhandel die nächste Talfahrt ins Ungewisse. Erst ein Ende der Kriegshandlungen wird die Abwärtsspirale aus sinkendem Konsum- und Einzelhandelsklima durchbrechen können“, so Dr. Ernst Gittenberger vom IHaM Institut für Handel, Absatz und Marketing über die aktuelle Einzelhandelssituation.

Und Univ. Prof. Christoph Teller fügt hinzu: „Die Geschäftslage im Einzelhandel wird sich in den kommenden Monaten verschlechtern. Bleibt abzuwarten, wie die qualitativen Einschätzungen der Handelsmanager ihren Niederschlag in den harten Umsatzdaten finden. Eine Verkaufspreiserhöhung wird im Einzelhandel auf Grund der steigenden Preise für Energie und in den Vorstufen wohl nicht ausbleiben können – bei aller Empathie gegenüber den Kunden“.

Umso lauter wird die Forderung aller Händler und Vertreter des Handels, dass die Maskenpflicht endlich fällt – für Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen und auch für die Konsumenten. „Das Ende der Maskenpflicht im Handel ist ein überfälliger Schritt, den wir uns schon lange erhofft haben,“ sagt Rainer Trefelik, Obmann der Bundessparte Handel in der WKÖ. „Nur sollte der in Aussicht gestellte Wegfall der Maskenpflicht im gesamten Handel, also auch im Lebensmittelhandel, in den Drogerien und Trafiken gelten.“ Trefelik begründet seine Forderung damit, dass in der Vergangenheit im Handel – unabhängig von der Branche – so gut wie keine Infektionen stattgefunden haben. Mit ein Grund: In vielen Branchen des österreichischen Handels gibt es einen enormen Aufholbedarf, um die Existenz der Betriebe auf längere Sicht und damit Arbeitsplätze und Wohlstand zu sichern.

Hier herrscht Einigkeit mit dem Handelsverband. Mag. Rainer Will, Geschäftsführer des Handelsverbandes zum geforderten Ende der Maskenpflicht: "Fast alle europäischen Länder haben die Maskenpflicht in den Geschäften bereits aufgehoben, zuletzt Deutschland und die baltischen Staaten. Am 16. April läuft bekanntlich auch hierzulande die Verordnung betreffend der Maskenpflicht aus. Angesichts der virologischen Lage und der täglich sinkenden Fallzahlen gehen wir fix davon aus, dass sie zumindest für den Handel nicht mehr verlängert wird.“ Auch die Diskriminierung des Personals im Lebensmittelhandel gegenüber den Beschäftigten im Non-Food Handel durch die Maskenpflicht muss endlich aufhören.

Weise vorausschauen

Und noch etwas liegt dem Handelsverband am Herzen, nämlich die Vorausschau für Herbst. "Es braucht jetzt den Startschuss für die Vorbereitungen, um möglichst krisenresilient durch den Herbst und Winter zu kommen. Dies muss auch eine klare Branchendifferenzierung umfassen, damit wissenschaftlich fundiert aber auch transparent vorausschauend für die Unternehmen geplant werden kann. Wir empfehlen dringend, dass die Bundesregierung einen konkreten Corona-Masterplan entwickelt, veröffentlich und in der Folge je nach virologischer Lage stufenweise umsetzt. Keinesfalls darf sich das Zuwarten im Sommer 2020 und im Sommer 2021 wiederholen, da jede negative Entwicklung der Gesundheitskrise die Effekte der realwirtschaftliche Ukraine-Krise weiter verschärfen würde. Planung und Transparenz ergeben Sicherheit und Zuversicht für alle", so Rainer Will.

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Veröffentlicht am

14.04.2022