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GS1 Trace: Spuren der Wertschöpfung

GS1 Trace: Spuren der Wertschöpfung

Bis vor kurzem standen Fisch und Fleisch im Mittelpunkt der Rückverfolgbarkeit. Nun kommen immer mehr Obst & Gemüse-Produzenten dazu.

Rückverfolgbarkeit, Tierwohl, Herkunft, Lieferkette – all das sind Schlagworte, die ein gemeinsames Ziel verfolgen: nachhaltige Transparenz zeigen. Dennoch sind die Vorgehensweisen unterschiedlich und die Herangehensweisen an die Thematik variieren im deutschsprachigen Raum. In Deutschland etwa heißt das Werkzeug für eine transparente Lieferkette fTRACE, in Österreich GS1 Trace, ist bei GS1 Austria angesiedelt und liegt im Verantwortungsbereich von DI Christian Lauer.

„Mit GS1 Trace stellen wir die Wertschöpfungskette transparent dar“, so Christian Lauer. Im Fisch- und Fleischbereich ist man seit einigen Jahren sehr gut im Rennen, denn der Konsument möchte bei „Monoprodukten“ immer öfter wissen, woher sein Fleisch kommt, wie das Tier lebte, aufgezogen wurde und schließlich auch geschlachtet, verpackt und transportiert. „Fisch und Fleisch stehen im Fokus, bei Obst und Gemüse sind wir eigentlich am Start“, bestätigt Lauer.

Spannend ist, wie bereits erwähnt, dass die Verbraucher bei den Monoprodukten sehr interessiert sind und genaue Details hinterfragen. „Schauen wir uns die verarbeiteten Produkte an, so sieht die Sache schon ganz anders aus“, sagt der GS1 Trace-Verantwortliche. Aber genau hier kann man sich als Gastronom oder Gemeinschaftsverpfleger differenzieren.

Warum steckt die Rückverfolgbarkeit hier noch so in den Kinderschuhen, will retailreport.at wissen?

„Erst wenn ich die Konsumenten mit der Nase darauf stoße, rüttle ich sie wach, das ist nicht immer allen recht“. Nach dem Motto „was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß“, lassen so manche die Rückverfolgbarkeit und Herkunft der angebotenen Produkte unter den Tisch fallen.

Wer verantwortet Tierwohl und Herkunft

Wenn man allerdings dem Regierungsprogramm von 2020 Glauben schenken darf, so ist der Gesundheitsminister innerhalb der Legislaturperiode für die beiden Themen und ihre Umsetzung verantwortlich. „Man kann nun sagen, der raschen Umsetzung dieser beiden Themen stand die Bewältigung der Krise im Wege, aber irgendwann wird die Politik die Reise starten“, mutmaßt Lauer. Einige der Großhändler machen sich auch schon umfangreich Gedanken über das Thema Rückverfolgbarkeit: darunter insbesondere Metro mit der eigenen App „Pro Trace.

Im Falle eines Lebensmitteleinzelhändlers ist Edeka in Deutschland schon recht weit und nutzt fTRACE sogar bei den TK-Erbsen im Eigenmarkenbereich. Deutschland ist Österreich in diesem Falle voraus, wie auch Produkte bei BoFrost zeigen. „Rückverfolgbarkeit kann für das Marketing gut aufbereitet werden, wenn man nun auch noch die Dynamik hinter den Codes versteht und umsetzt, ist das ein starkes Werkzeug zur Kundenbindung. Manche Hersteller und Händler nutzen den Link auch zu einer Website mit Rezeptvorschlägen“.

LkSG vs. GS1 Trace

Das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz  (LkSG) – in Deutschland bereits gesetzlich verankert – konzentriert sich im Allgemeinen auf menschenrechtliche Sorgfaltspflichten, die nachhaltige Anbauweise und faire Verarbeitung für alle Produzenten und Unternehmen ab einer gewissen Größe.

GS1 Trace hat einen anderen Fokus – hier wird chargenabhängig gearbeitet. Wer hat was, wann, wo und wie mit einem Produkt gemacht? GS1 Trace bedeutet vollständige Transparenz entlang der Wertschöpfungskette. „Ich sehe die Rückverfolgbarkeit mit GS1 als komplexer als das Lieferkettengesetz“, meint Christian Lauer.

Mit GS1 Trace kann man als Industrie und Handel Mehrwert generieren, man kann seine Marke differenziert positionieren“, so Lauer. Wenn dieses Denken beim Hersteller ankommt, so ist er einen wichtigen Schritt weiter als seine Marktbegleiter.

Informationen unter www.gs1.at/gs1-trace

DI Christian Lauer
Leiter GS1 Trace
+43 1 505 86 01-133
lauer@gs1.at

DI (FH) Christian Lauer, Leiter der Abteilung GS1 Trace

Kategorie

Veröffentlicht am

01.12.2021