GS1 Trace ermöglicht lückenlose Rückverfolgbarkeit

GS1 pusht Rückverfolgbarkeit

GS1 Trace heißt jenes Service, das die Rückverfolgbarkeit eines Produktes entlang der Wertschöpfungskette ermöglicht.

Für den Konsumenten wird die Rückverfolgbarkeit immer wichtiger. Speziell bei Fisch und Fleisch will er wissen, woher das Tier stammt, wie es behandelt wurde, wo geschlachtet und wo verarbeitet. Die Möglichkeit bietet nun GS1 Trace. 

Das Rückverfolgbarkeitsservice GS1 Trace ermöglicht die chargengenaue Rückverfolgbarkeit eines Produkts entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Diese stellt den Kernnutzen für jeden Anwender – unabhängig davon, ob Produzent, Händler oder Konsument – dar. Im B2B-Bereich ermöglicht das einen effizienten, chargengenauen Datenaustausch zwischen Unternehmen, die in einer Geschäftsbeziehung zueinanderstehen. Im B2G-Bereich, also in der Kommunikation mit Behörden wiederum, sorgt GS1 Trace für die elektronische Abbildung rechtlich relevanter bzw. durch EU-Verordnungen geforderter Rückverfolgbarkeitsdaten. Wenn es um den Konsumenten geht (B2C), wird durch die offene und transparente Darstellung der Wertschöpfungskette das Konsumentenvertrauen erhöht – und das weit über das Thema Herkunft hinaus. „Das heißt, der Konsument weiß nicht nur, woher sein Produkt kommt, sondern insbesondere auch, welchen Weg es gegangen ist“ unterstreicht Mag. Gregor Herzog, Geschäftsführer von GS1 Austria, die Besonderheit von GS1 Trace.

Wer nutzt GS1 Trace?

Grundsätzlich ist es für alle Unternehmen aus der Lebensmittelindustrie möglich, zur Zeit liegt der Fokus auf der Fleischverarbeitungsindustrie. Die vorgelagerten Stufen wie Schlacht- und Zerlegebetriebe sind dazu angehalten, Daten in diesem System zu pflegen, um damit die Wertschöpfungskette so transparent wie möglich zu gestalten. Ebenso attraktiv erweist sich GS1 Trace für Rohstofflieferanten, Produzenten, Händler und Markeninhaber. Der Großhändler Metro, der sich bereits in der Vergangenheit bei Fisch mit fTRACE vertraut gemacht hat, ist gerade dabei, dieses Rückverfolgbarkeitssystem nun auch auf den Fleischbereich auszuweiten. Aus diesem Grund ist Metro im Rahmen eines bereits erfolgreich abgeschlossenen Pilotprojekts mit dem Fleischwarenhersteller Berger auch einer der ersten Nutzer von GS1 Trace in Österreich.

Wie funktioniert GS1 Trace?

Die Basis dafür bilden GS1 Identifikationsnummern wie GLN (Global Location Number) und GTIN (Global Trade Item Number). Diese dienen dazu, sogenannte Ereignisse – im Fall von GS1 Trace „Events“ genannt – aufzeichnen zu können: wo (GLN), was (GTIN + Charge), wann (Zeit), warum (Geschäftskontext). Das hier zugrundeliegende Konzept heißt EPCIS. Der EPC Information Service (EPCIS) ist ein offener Schnittstellenstandard, an den sich alle Systeme, die dieses Konzept verwenden, anschließen können. Als technologische Basis nutzt GS1 Trace das in Deutschland bereits seit Jahren etablierte, cloudbasierte fTRACE-System.

GS1 Stars

Dass eine Zusammenarbeit mit GS1 Sinn macht, zeigt die verstärkte Kooperation im Bereich Stammdaten-Austausch. Heuer hat die GS1 Austria wieder drei Unternehmen für die Lieferung der Datenqualität im Rahmen des ECR Infotages ausgezeichnet: Manner, Coca-Cola und Bolton Group. 

Für die konsequente Beibehaltung der Qualität der Standards bei der Datenlieferung wurden folgende Unternehmen ausgezeichnet: Almdudler, Concept Fresh, Maresi, Senna, Spitz und Tante Fanny.

Warum das gerade in diesen Unternehmen so gut läuft, haben die einzelnen Preisträger im Rahmen der Award-Verleihung kurz erläutert. So meint Jörg Grossauer, Geschäftsführer von Bolton Austria, zu dessen bekannten Marken u.a. UHU oder Rio Mare zählen: „Wir haben den Anspruch überall Vorzugsschüler zu sein. Das wollen wir natürlich auch bei den Stammdaten zeigen.“ Dominik Jandl, EDI Expert von Coca-Cola HBC Austria, fühlt sich sehr geehrt über die Auszeichnung, gibt aber das Lob gleich weiter an das GS1 Sync Team: „Ohne deren Mitarbeit geht gar nichts!“. Claudia Schmidt, verantwortlich für Declarations/Master Datamanagement bei Manner, zeigt sich ob des Preises gleich motiviert für die nächsten Schritte: „Im Moment erfolgt die Stammdateneingabe bei uns noch manuell. In naher Zukunft soll dies über eine Schnittstelle aus unserem ERP-System erfolgen“.

 

GS1 Rückverfolgbarkeit

Veröffentlicht am

20.11.2018