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Großbäckereien in Deutschland: Konzentration geht weiter

Großbäckereien Deutschland: Konzentration geht weiter

Trotz schwieriger Rahmenbedingungen möchten auch die deutschen Handwerks- und Großbäckerei die Backwarenvielfalt erhalten.

In Deutschland gestaltet sich die Situation ähnlich wie in Österreich: die Konzentration in den Branchen nimmt zu; auch in der Backwarenbranche. Präsidentin des Verbands Deutscher Großbäckereien, Prof. Dr. Ulrike Detmers bringt es auf den Punkt: "Die Brotvielfalt der deutschen Handwerks- und Großbäckereien muss weiter gefördert werden. Jedoch werden die Herausforderungen jetzt und zukünftig allen Akteuren der Branche viele gute Entscheidungen abverlangen."

Die Zahl der Bäckereien in Deutschland (erfasst werden nur Betriebe mit mehr als 20 Beschäftigten) ist 2020 gegenüber dem Vorjahr von 10.803 um mehr als 600 Betriebe auf 10.181 Betriebe zurückgegangen. Diese Entwicklung wird sich auch in den nächsten Jahren fortsetzen. Der Umsatz der Betriebe mit mehr als 20 Beschäftigten steigt weiter kontinuierlich an: Für 2020 wird er auf rund 21 Milliarden Euro geschätzt. Insbesondere in den Betrieben mit einem Umsatz von weniger als 1 Million gibt es Rückgänge sowohl bei der Anzahl als auch beim Umsatz. Zuwächse gab es lediglich bei den Betrieben mit mehr als 1 Million Euro Umsatz. Rund ein Drittel aller Umsätze entfiel 2019 auf die Betriebe mit einem Umsatz von mehr als 50 Millionen Euro.

Preissteigerung in Deutschland

Auch im Nachbarland Deutschland treffen die Preissteigerungen auf die herstellende Industrie. Die Hauptbrotgetreidearten Weizen und Roggen sind zum Vorjahr um 60 % (Weizen) und 70 % (Roggen) gestiegen. Ursächlich sind schlechtere Qualitäten – dazu gehört auch ein wachsender Anteil an Schmachtkorn (kümmerlich ausgebildetes Getreidekorn). Der Klimawandel schlägt hier zu Buche. Während der Wachstumszeit gab es zu wenig Sonne und während der Erntezeit zu viel Regen und aufgeweichte Böden erschwerten den Bauern die Ernte. Der US-amerikanische Erntebericht weist darauf hin, dass die Weizenvorräte sehr stark reduziert worden sind. Sonnenblumen- und Kürbiskerne sowie Leinsamen und Sesam sind im Preis um 30 % zum Vorjahr teurer geworden. Die Preisentwicklung nach oben wird sich aller Voraussicht nach fortsetzen, insbesondere auch deshalb, weil chinesische Einfuhren kritisch bewertet werden.

Energiekosten haben sich gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppelt. Kartonagen für den Transport der Brote und Backwaren sowie Folien für das hygienische Verpacken sind um 30 bis 40 % im Beschaffungspreis angestiegen. Die Preise für Brot-Etiketten sind um 20 bis 25 % angestiegen. Die Kosten für den Transport vom Herstellerbetrieb bis zum Lebensmitteleinzelhändler schlagen mit 40 % mehr gegenüber dem Vorjahr zu Buche.

Die Branche steht vor großen Herausforderungen, wenn man in die Zukunft blickt, umso wichtiger ist es Nachhaltigkeit in allen Unternehmensbereichen zu implementieren.

 

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Veröffentlicht am

18.11.2021