100 Jahre DHK in Österreich: prominente Vertreter aus Politik und Wirtschaft

Deutschland/Österreich: wirtschaftliche Perspektiven

Unter dem Motto „100 Jahre. 100 Milliarden. Ein Jahrhundert im Zeichen der deutsch-österreichischen Wirtschaftsbeziehungen“ bekräftigten Politiker und Wirtschaftstreibende die gute Beziehung.

Deutschland ist der größte Handelspartner Österreichs, Österreich ist für Deutschland der achtwichtigste Wirtschaftspartner. Das bilaterale Handelsvolumen überstieg im Jahr 2017 erstmals die 100-Milliarden-Euro-Grenze, um bis zum Jahr 2019 auf den Rekordwert von 110 Milliarden Euro zu wachsen. Durch die Pandemie kam es zu einem Einbruch des Handelsvolumens von rund 9 % im Jahr 2020. Im Jahr 2021 gab es von Jänner bis April wieder einen Zuwachs: Die Exporte von Deutschland nach Österreich stiegen gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 13,8 %, die Importe aus Österreich um 13,6 %.
 
Die DHK feierte im Jahr 2020 ihr 100-jähriges Jubiläum. Als eine der ersten ausländischen Wirtschaftsvertretungen in Österreich wurde 1920 der „Verband zur Wahrung deutscher Industrie- und Handelsinteressen“ mit Sitz am Stubenring 1 im ersten Wiener Gemeindebezirk gegründet. Die DHK ist eine von weltweit 140 deutschen Auslandshandelskammern (AHKs). Sie bietet ihren Mitgliedern nicht nur Rechts-, Steuer- und Marktdienstleistungen für Österreich und Deutschland an, sondern auch die Vernetzung mit AHK-Experten in 92 Ländern.

Beziehungen ausbauen und immer neu kennenlernen

Bei der Podiumsdiskussion „Starke Partner. Starke Ziele. Deutschland und Österreich – Potenzial und Perspektiven der künftigen bilateralen Zusammenarbeit“ tauschten sich Experten und Wirtschaftstreibende aus beiden Ländern aus:

„Die Deutsche Handelskammer in Österreich ist mit ihren rund 1400 Mitgliedern das größte deutsch-österreichische Wirtschaftsnetzwerk in Österreich“, hob Hans Dieter Pötsch, DHK Präsident, Aufsichtsratsvorsitzender der Volkswagen AG und Vorstandsvorsitzender der Porsche SE, die Bedeutung der Organisation hervor. Auch während der Coronakrise hat sich dieses Netzwerk bewährt: Die Kunden wurden online betreut, die Mitarbeiter der DHK erteilten Tausende Auskünfte über Einreisebeschränkungen und Corona-Fördermaßnahmen für Unternehmen und DHK Veranstaltungen wurden online abgehalten. Nun, nachdem die schlimmste Phase der Pandemie überstanden scheint, gelte es, die bestehenden Wirtschaftsbeziehungen zu intensivieren, so Pötsch. Er fordert einen engen technologischen Schulterschluss zwischen den Ländern, zum Beispiel in der Mobilitätswirtschaft. „Ich würde es zum Beispiel sehr begrüßen, wenn wir verstärkt an der Vernetzung der E-Mobility-Infrastruktur zwischen Österreich und Deutschland arbeiten würden. Damit sollte auch eine intensivere Zusammenarbeit der Energieversorgungsunternehmen einhergehen.“

H

Veröffentlicht am

29.06.2021