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Billa in Neulengbach

Billa: Resumee und Ausblick

Im Rahmen der Neueröffnung der Filiale in Neulengbach blickte das Management kurz zurück und optimistisch in die Zukunft.

Wolfgang Wimmer würde sich freuen. Der einstige Vorstandschef der Billa AG verhalf 2002 dem Markt im niederösterreichischen Neulengbach zu besonderen Ehren: Der dortige Billa wurde zu Big Billa mit 1500 m2

Nach 16 Jahren leitet der Markt – nach üblichem Refurbishment in den letzen Jahren – gefühlsmäßig einen Neustart bei Billa in Österreich ein. Denn auch wenn die Komplettsanierung eines Standortes nach 15 bis 16 Jahren bei Billa üblich ist, so präsentiert sich in Neulengbach ein neues Konzept. Die Vorstände Elke Wilgmann und Robert Nagele, sowie Vertriebsdirektorin Gabriela Jansa gaben Einblicke in die Innovationen im und rund um den Markt.

Optische Neuerungen

Alle neuen Billa-Märkte zeichnen sich durch die neue Linie der Ladengestaltung aus, die stark an „zu Hause“ erinnert. Sie ist heller und frischer, man kann sie ohne weiteres mit dem Schlagwort „Wohlfühlatmosphäre“ beschreiben. Bei der Errichtung der Märkte stehen zwei wesentliche Themen im Vordergrund: Man arbeitet mit lokalen Firmen zusammen und hält sich an die Green-Building-Regeln. „Wir arbeiten eng mit Firmen aus der Gegend zusammen, wie etwa der Firma Rubner Holzbau aus Obergrafendorf, die Zimmermannarbeiten übernommen hat“, so Billa Vorstand Elke Wilgmann. Die neu errichtete Filiale verfügt unter anderem über Wärmerückgewinnungsanlagen, geschlossene Kühlmöbel sowie LED-Beleuchtung und spart damit knapp 40% Energie.

Auch zum Thema Ladenbau gehört die Digitale Preisauszeichnung, die in Neulangbach durchgängig zum Tragen kommt. Laut Aussagen von Robert Nagele kommt die digitale Preisauszeichnung bei Kunden sehr gut an. Es gibt deutlich weniger Verwechslungen bei Aktionsartikeln, deutlich weniger Beschwerden beim Kassenpersonal und ein höheres Vertrauen. Da das Etikett mit dem Produkt „verheiratet“ ist, empfindet der Kunde eine hohe Preissicherheit. Ab 2019 sollen alle Neueröffnungen mit den digitalen Preisetiketten ausgestattet werden. Derzeit sind es 60 Filialen.

Zur besseren Entspannung und einen kurzen Plausch dient auch die Sitzgelegenheit hinter dem Kassenbereich. Nach dem Einkauf gestaltet sich das kleine Kaffee mit der Möglichkeit zu essen und sich seine Gerichte selbst zu wärmen zu einem „Place to be“.

Ebenfalls zum Ladenbau gehören die fünf Self-Check-Out (SCO)-Kassen. Bei starker Frequenz im Markt werden sie gut angenommen. Billa setzt verstärkt auf eine Cashless-Lösung und arbeitet mit Hochdruck an den Möglichkeiten. „Wir investieren Schritt für Schritt in die Hardware und unsere Rewe-Abteilung „Digital &Innovation“ entwickelt die Ideen“, so Nagele.

Doch nicht nur der Markt hat eine optische Neuerung hinter sich, auch die Mitarbeiter haben eine neue Kleidung erhalten. Sie hatten bei der Konzeption ein Mitspracherecht und somit hat die Funktionalität einen hohen Stellenwert bekommen. Projektinitiatorin war Gabriela Jansa, die Entwicklung der neuen Kleidung war wohl überdacht und dauerte nahezu zwei Jahre. Nun wird die neue Kollektion Anfang Februar ausgerollt – 300.000 Kleidungsstücke kommen zum Einsatz. Die nicht mehr getragenen Arbeitsgewänder werden von der Herstellerfirma TEMA übernommen und kommen karitativen Zwecken zu Gute. In Neulengbach werden es alleine 90 Mitarbeiter sein, die sich über das neue Outfit freuen.

Sortiment überarbeitet

Der Billa Markt in Neulengbach ist auch einer der ersten Märkte, der neue Sortimente präsentiert und wo die neue Billa-Eigenmarke – genannt Leistungsmarke – präsentiert wurde.

Fleisch und Fisch in Bedienung sind Selbstverständlichkeiten in der neuen Filiale, speziell wenn sie jene Filiale mit dem höchsten Fischverkauf in Österreich ist. Das gesamte Sortiment umfasst 11.000 Produkte, wobei 1000 neu gelistet sind, man sich mit den Angeboten in den Segmenten vertieft und erweitert. Ein gutes Beispiel sind die Teigwaren. Im Abstand von 14 Tagen erfahren rund 350 Artikel eine Preisänderung, wenn man die Aktionspolitik näher betrachtet. Im Billa Regional Regal werden rund 50 Produkte von 25 Produzenten direkt aus der Region geführt.

Die neue Filiale bietet außerdem eine umfassende Weinabteilung, in der an Wochenenden ein fachkundiger Sommelier für kostenlose Verkostungen und Beratungen zur Verfügung steht. Individuelle Kostproben können Konsumenten täglich persönlich durchführen. Auch bei der Weinauswahl wird auf ein regionales Angebot geachtet. So findet man beispielsweise den Gelben Muskateller vom Weingut Huber aus Reichersdorf. 

Außerdem ersparen sich Kunden den zusätzlichen Weg zur Post: Zu den regulären Filialöffnungszeiten – und damit auch samstags – können Pakete abgeholt oder zurückgegeben werden. 

Überarbeitung Eigenmarke

Bei der Eröffnungsfeier wurden zudem Produkte der Billa Eigenmarke vorgestellt, die einem kompletten Relaunch unterzogen wurde. Das „Gelb“ verschwindet und die Produkte haben einen anderen Auftritt. Das vereinende Dach ist das Billa Logo. Besonderes Highlight-Produkt ist die Billa Bergbauern Heumilch. Der Eigenmarkenanteil liegt bei Billa bei 30%. In den nächsten Monaten kommen zur Eigenmarke rund 500 Neuheiten dazu, die Preispositionierung bleibt wie gehabt.

Rückblick und Ausblick

Bei der Eröffnung der Billa-Filiale in Neulengbach, die im übrigen in Rekordzeit von 12 Wochen umgebaut wurde, zogen die Vorstände Resumée. Das erste Quartal lief nicht einfach für das gesamte Team. Aufgrund vieler Umstellungen im operativen Bereich gab es Einbußen, doch im Oktober konnte Billa wieder Marktanteile zulegen und marktkonform wachsen. 2018 wurden insgesamt 86 Filialen überarbeitet, 30 davon in NÖ. 

2019 sperrt unter Billa die 1100. Filiale auf, damit wird der Händler um netto 12 Standorte wachsen. Das begehrtere Ziel ist jedoch das Flächenwachstum von 1500 m2: 25 Filialen à 250 m2 mehr Fläche sind im Fokus. 30 Neubauten wird es 2019 geben, davon werden acht über 1000 m2 haben, acht zwischen 800 und 1000 m2 und der Rest liegt im Billa-Durchschnitt bei 600-800 m2. 120 Mio Euro werden in die Umbauten investiert. 

Kundenanalysen waren in den letzten Monaten an der Tagesordnung, denn im Unternehmen ist man sich sicher, dass dadurch die Angebote stark verbessert werden können. Dabei spielen die Verbesserung der Frischequalität, Platzierungs- und Verpackungs-Optimierungen eine wesentliche Rolle. „Die Steigerung der Exzellenz bei Frische ist enorm wichtig“, so Nagele. „Aber wir werden uns auch das Aktionssystem genauer ansehen und es dem Kunden leichter machen“.

Beim Thema e-commerce ist Billa dran. Hier wird – wie bereits erwähnt – geforscht und getestet. Die Herbstkampagne des Billa Online-Shop brachte 120% Zuwachs und diente auch der Bekanntmachung. Denn nach der Kampagne wird es auch wieder Liefergebühren geben, die normalerweise bei 4,99 Euro liegen. Durch den Wegfall des Merkur-Onlineshop gab es einen Push, rund 1000 Artikel wurden daraus in den eigenen Webshop aufgenommen. Für Wien und Umgebung erfolgt das Fullfilment über das Lager in Inzersdorf, den Rest übernehmen 11 Billa-Filialen in Österreich: 

1210 WIEN. BRÜNNER STRASSE 57 D

3100 ST. PÖLTEN, PRATERSTRASSE 24

4020 LINZ, DAUPHINESTR. 226

4600 THALHEIM BEI WELS, AEGYDIPLATZ 2

2700 WR. NEUSTADT, NEUNKIRCHNER STRASSE 107

8010 GRAZ, SCHOENAUGASSE 139-141

8600 BRUCK A.D.MUR, GRAZER STRASSE 32

9020 KLAGENFURT, HANS-SACHS-STRASSE 21

5020 SALZBURG, LINZER BUNDESSTRASSE 104

6370 KITZBUEHEL, ST.JOHANNER STRASSE 20A

6170 ZIRL, SCHWABSTRASSE 4

6850 DORNBIRN, WALLENMAHD 17

 

Dass die Rewe an sich stark an digitalen Lösungen forscht, zeigen auch die Umsetzungen bei der Mitarbeiter-Kommunikation, die vermehrt über eine APP geführt wird. Dafür hat das Unternehmen Billa sogar eine Auszeichnung mit dem „Austrian Retail Innovation Award“ bekommen. 

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Veröffentlicht am

17.12.2018