ARGE Heumilch zieht Bilanz

Die ARGE Heumilch freut sich über ein erfolgreiches Jahr 2019 und setzt auch heuer in der Kommunikation weiter auf die Themen Nachhaltigkeit und Tierwohl.

Im Jahr 2019 wurden in Österreich 510 Mio. Kilogramm Heumilch verarbeitet, das entspricht rund 15 % der heimischen Milch-Gesamtproduktion. 36 % der Menge entfallen auf zertifizierte Bio-Heumilch. Damit konnten die Umsätze der Heumilch-Produkte im österreichischen Lebensmittelhandel zuletzt um 5,4 % auf ca. 105 Mio. Euro gesteigert werden. Der Heumilchzuschlag lag bei fünf bis sieben Cent pro Kilo. „Damit konnte für unsere Bauern ein Mehrwert von rund 26 Mio. Euro geschaffen werden“, freut sich Karl Neuhofer, Obmann der ARGE Heumilch.

Nachhaltigkeit & Tierwohl

Bei der Kommunikation stehen 2020 weiter die Themen „Nachhaltigkeit“ und „Tierwohl“ im Fokus. So arbeitet die ARGE Heumilch aktuell an einer Nachhaltigkeitsstudie mit wissenschaftlicher Begleitung, die im Herbst gemeinsam mit der neuen Kampagne vorgestellt wird.
Durch die „Heumilch-Kuhwohl-Initiative“ erfahren die Konsumenten ja schon seit längerem, wie tierfreundlich die Heumilchbauern tagtäglich mit ihren Kühen umgehen. Sie wird auch heuer stark kommuniziert werden, mit dem Claim „Geht’s den Kühen gut, schmeckt’s urgut!“. Das Kommunikationspaket umfasst TV, Print, Online und Social Media, dazu kommen ein neues Kinderbuch sowie zur Fibel „Heumilchkäse und seine Freunde“, die das Thema Foodpairing aufgreift.

Grenzüberschreitende Zusammenarbeit

Mittlerweile werden über 60 % der heimischen Heumilch-Produkte ins Ausland geliefert, der wichtigste Exportmarkt ist Deutschland. Für eine bessere Vermarktung wurde im September 2019 eine Kooperation mit 14 Heumilch-Produzenten aus dem Allgäu geschlossen. Mit einem einheitlichen Auftritt und gebündelten Kräften will man die Vorteile der Heuwirtschaft noch stärker kommunizieren.

Durch die grenzüberschreitende Zusammenarbeit soll außerdem der Standard von Heumilch und ihren Produkten außerhalb von Österreich gehoben werden. Denn „Heumilchbauern und -verarbeiter, die der ARGE Heumilch angehören, halten sich neben den EU-weit vorgegebenen Richtlinien zur Heuwirtschaft zusätzlich an das strenge österreichische Heumilch-Regulativ“, erklärt Geschäftsführerin Christiane Mösl. Sie verpflichten sich also, über die europäischen Richtlinien von „Heumilch g.t.S.“ hinaus zu arbeiten.
Das betrifft neben der artgerechten Fütterung insbesondere das Wohl der Tiere. „Unsere Mitglieder verpflichten sich freiwillig, unsere Heumilch-Kuhwohl-Initiative umzusetzen“, so Mösl. Dazu gehören das Verbot einer dauernden Anbindehaltung ebenso wie die verpflichtende Mitgliedschaft beim Tiergesundheitsdienst.

Veröffentlicht am

29.01.2020