Harald Hauke (ARAplus Geschäftsführer und Vorstand der ARA AG) und Ursula Swoboda (Commercial Director GfK Austria) präsentieren den ARAplus Circular Economy Baromter 2020.

Ein Barometer für die Kreislaufwirtschaft

ARAplus & ARA sowie GfK Austria präsentieren den ARAplus Circular Economy Baromter 2020.

Wie gehen Österreichische Unternehmen mit der Kreislaufwirtschaft um? Dieser Frage ist GfK Austria im Auftrag von ARAplus nachgegangen und es gab spannende Ergebnisse: Während größere Unternehmen verstärkt mit der Kreislaufwirtschaft planen, diese bereits nutzen oder in sie investieren, drohen kleinere Betriebe zurückzufallen.
Auch wenn laut Umfrage bereits zwei von drei österreichischen Unternehmen (67 %) die Kreislaufwirtschaft nutzen oder mit ihr planen: Zwischen größeren Unternehmen (> 50 Mitarbeiter) und kleineren Betrieben (< 10 Mitarbeiter) gibt es eine deutliche Diskrepanz. Während große Unternehmen bereits zu 88 % zirkular wirtschaften oder mit der Kreislaufwirtschaft planen, liegt dieser Wert bei kleinen Unternehmen nur bei 54 %.

Warnsignal

„Große Unternehmen setzen verstärkt auf Abfallreduktion, Verbesserung des Abfallmanagements oder die Recyclingfähigkeit von Gütern und Verpackungen. Das ist im Sinne des europäische Kreislaufwirtschaftspakets, das auf die Werterhaltung von Produkten, Stoffen und Ressourcen innerhalb der Wirtschaft fokussiert und durch intelligentes Produktdesign auf mehr Recycling und Wiederverwendung abzielt, genau richtig. Kleinere Betriebe aber fallen hier zurück und haben entsprechende Maßnahmen im Vergleich zum Vorjahr sogar verringert“, führt ARAplus Geschäftsführer und ARA Vorstand Harald Hauke aus. „Die Ergebnisse unserer Marktforschung sind durchaus als Warnsignal zu verstehen. Denn die Kreislaufwirtschaft betrifft de facto alle österreichischen Unternehmen“, so Hauke.

Investitionsneigung

Der Anteil der in Circular Economy investierenden Unternehmen, die bereits die Kreislaufwirtschaft nutzen, hat sich im Vergleich zur vorjährigen Untersuchung deutlich von 50 % auf 69 % erhöht, bei großen Unternehmen sind es sogar 77 %. Im Vergleich dazu investieren allerdings nur 57 % der kleinen Betriebe aktuell in die Kreislaufwirtschaft. Fragt man die österreichischen Unternehmen nach der Investitionsneigung im Bereich Circular Economy, wird dieser Unterschied noch eklatanter: Während 64 % der befragten größeren Unternehmen auch in den nächsten drei Jahren Investitionen tätigen wollen (2019: 55 %), sind es im Bereich der kleineren Betriebe nur mehr 17 % (2019: 27 %). Das spiegelt sich auch im Circular Economy Index wider, der auf einer Skala von 0-100 einen Rückgang von 55,9 (2019) auf 51,7 (2020) verzeichnet. 

„Diese Entwicklung ist dramatisch und geht in die falsche Richtung. Als wichtige, tragende Säule der Wirtschaft dürfen kleinere Unternehmen nicht noch weiter im Bereich Circular Economy zurückfallen. Denn diese ist unsere Zukunft. Was wir jetzt brauchen ist ein Schulterschluss von Politik und Wirtschaft sowie die Ausgestaltung von Rahmenbedingungen, die den Unternehmen größtmögliche Investitions- und Planungssicherheit bieten“, so Hauke mit einem Appell. 

Circular Economy: ARAplus hilft bei Umsetzung 

Schon heute wird Österreich als internationales „Best Practice“ in Sachen Kreislaufwirtschaft gehandelt, an deren Ausgestaltung und Umsetzung die ARA seit über 25 Jahren tätig ist. „Mit Blick in die Zukunft arbeiten wir bereits jetzt intensiv, z.B. im Rahmen von ARA Circular Design: Gemeinsam mit unseren Kunden schaffen wir optimales Verpackungsdesign für morgen. Oder wir optimieren mit jeweils individuellen Lösungen das Stoffstrommanagement von Betrieben im Hinblick auf Abfallströme sowie die Verfügbarkeit von hochwertigen Rezyklaten“, so Hauke abschließend.

Veröffentlicht am

09.10.2020