Amazon Verteilzentrum in Großebersdorf

Die einzige Konstante bleibt die Veränderung

Bereits beim ersten Lockdown war schnell klar, dass viele stationäre Händler ihre Geschäfte schließen müssen – und auf alternative Verkaufskanäle angewiesen sein würden.

Doch viele Unternehmen hatten keinen Online-Shop, keine Erfahrung mit Online-Marktplätzen oder mit Online-Marketing. Heute sind sie, auch viele österreichische Unternehmer und Händler auf dem Marktplatz bei Amazon. Das gilt für Start Ups, traditionelle Unternehmen, aber auch Autoren.

Was macht Amazon in Österreich aus?

Amazon investiert kontinuierlich in das österreichische Logistiknetzwerk und betreibt seit Oktober 2018 ein Verteilzentrum im niederösterreichischen Großebersdorf. Im Frühjahr 2020 wurde ein weiteres Verteilzentrum in Wien eröffnet. Mittlerweile zählen die beiden Standorte mehr als 300 Beschäftigte. Dadurch erhalten die ihre Bestellungen noch schneller. Ausgeliefert werden die Pakete durch die Fahrer der Lieferpartner. Für Zeiten der erhöhten Nachfrage wie den Prime Day oder das Weihnachtsgeschäft eröffnen sich jedes Jahr zusätzlich für hunderte Saisonarbeitskräfte attraktive Arbeitsmöglichkeiten, um die Kapazitäten zu verstärken.

Aktuell kommt vielen Einzelhändlern in Österreich die wichtige Rolle zu, Waren für Menschen im ganzen Land nach Hause zu liefern. Tausende kleine und mittlere Unternehmen (KMUs) aus Österreich nutzen hierfür Amazon. Konkret haben österreichische KMUs im vergangenen Jahr (1. Juni 2019 – 31. Mai 2020) mit 13 Millionen Produkten um 2 Millionen Produkte mehr als im Vorjahr verkauft. Im Jahr 2019 haben mehr als 100 österreichische Verkaufspartner einen Umsatz von über 1 Million US Dollar erzielt.

Mehr als 13 Millionen verkaufte Produkte

Die große Mehrheit der Verkaufspartnerinnen und Verkaufspartner auf dem Amazon Marketplace in Deutschland und Österreich besteht aus KMUs. Im Untersuchungszeitraum (1. Juni 2019 – 31. Mai 2020) haben sie ein deutliches Wachstum verzeichnen können: Die Zahl der von österreichischen Verkaufspartnerinnen und Verkaufspartnern bei Amazon verkauften Produkte stieg um 18 Prozent von 11 auf 13 Millionen – das sind über 25 verkaufte Artikel pro Minute. Die Jahresumsätze wuchsen dadurch durchschnittlich von 60.000 Euro auf 80.000 Euro an. Mehr als 100 kleine und mittlere Unternehmen erzielten im Jahr 2019 sogar Umsätze von jeweils mehr als einer Million US-Dollar.

Ein Beispiel: Ein Beispiel ist claro aus Salzburg. Josef Dygruber gründete das Unternehmen für ökologische Reinigungsmittel im Jahr 1995 und hat seither zahlreiche Preise für seine innovativen Geschirrspültabs und Zero-Waste-Verpackungen erhalten. Ein wichtiger Bestandteil seiner Exportstrategie ist die langjährige Zusammenarbeit mit Amazon: „Mit Amazon können wir Dinge tun, die vor fünf Jahren so noch nicht denkbar waren, zum Beispiel europaweit an Millionen potenzielle Kunden zu verkaufen. Unser Exportumsatz liegt mittlerweile bei 90 %. Im Zuge unserer Expansion haben wir unsere Betriebsstätte mit Produktion und Forschung im Oktober von Mondsee an einen größeren Standort nach Anif bei Salzburg verlagert.“

Veröffentlicht am

18.12.2020