AMA Forum 2020

Wieviel Wahrheit steckt in unseren Lebensmitteln?

Fake oder Fakt? Das Thema des heurigen digitalen AMA Forums überraschte, doch im nachhinein gesehen passte es besser denn je.

Die AMA Marketing war schon zu Beginn der Corona-Pandemie und des ersten Lockdowns ein „early adopter“: die Tochter der Marktordnungs- und Zahlstelle Agrarmarkt Austria, die AMA Marketing, war die erste in unserem Bereich, die im März eine digitale Pressekonferenz anbot und damit Zahlen, Daten und Fakten aus dem Lebensmittelbereich zur Verfügung stellte.

Warum nicht also auch das Thema Fake-News, Fakten und die damit verbundenen Mythen über Verschwörungen zum Anlass nehmen und es mit Lebensmitteln zu verbinden. Denn, wenn wir ehrlich sind: wie viele zahlreiche Mythen ranken um das Thema Essen und Trinken und Ernährung per se. Nehmen wir alleine das Thema „Nährwertprofil“, das zurzeit heftig diskutiert wird. Es ist Fakt, dass nur Zucker, nur Fett und nur Kohlehyrate dem menschlichen Körper nicht guttun. Es ist aber auch Fakt, dass man immer alles im Einklang mit allen anderen einwirkenden Faktoren sehen muss: Bewegung, Menge an diesen Lebensmitteln, die man zu sich nimmt, Qualität der Produkte, Ausbildung und Weiterbildung rund um Lebensmittel und Information über Nahrungsmittel an sich.

Also, wer könnte demnach noch an der Aktualität des Themas zweifeln, das Dr. Michael Blass (Geschäftsführer AMA Marketing), Dr. Werner Beutelmeyer, Geschäftsführer des Market-Instituts; Prof. Claus Oberhauser, Leiter des Instituts für fachdidaktische und bildungswissenschaftliche Forschung und Entwicklung, sowie einige ausgesuchte AMA-Mitarbeiter, wie er langgediente Chef der Milch- und Milchprodukte, Dr. Peter Hamedinger, zum Besten gaben?

Peter Hamdinger, der seit März drei Kampagnen mit der weißen Warengruppe fuhr, sah in darin einen sehr großen Erfolg. Es ging darum um Werte und Wertschöpfung. „Alle zogen an einem Strang und es war die schnellste Kampagne der AMA“, so Hamdinger. Auf österreichische Lebensmittel, also Regionalität, Herkunft und kontrollierte Lebensmittel wurde und wird genau in dieser Zeit Wert gelegt. Vertrauen und Sicherheit ist das Schlagwort der Corona-Krise, wenn es ums Essen und Trinken geht. Bio ist auf dem Höhenflug und – auch online bezogene – Regionalität ebenso. Österreich ist zum ersten Mal Nettoexporteur heimischer Nahrungsmittel, was eindeutig für die Qualität der Lebensmittel spricht.

Und: Gerade im Entstehen ist eine Klimastudie, die ein für allemal aufräumen soll mit dem Vorwurf, dass die Landwirtschaft der „böse Bube“ unter den Klimasündern ist - speziell nicht die heimische Landwirtschaft. Auf die Ergebnisse sind wir alle gespannt.

Mythen

Und hier sind wir bei den Verschwörungstheorien und Mythen angelangt. Die Bedeutung von sachlichen und erklärbaren Informationen betonen die beiden externen Referenten. Krisen, wie die Corona-Krise bringen natürlich Fantasien zum Vorschein, die aus starken Angstgefühlen entstehen. Am besten dagegen ankämpfen kann man eben mit Aufklärung, Wissen und Bildung. Das Aufkommen von Verschwörungstheorien ist in einer Krise an sich etwas Normales.

Die gute Nachricht zuletzt: Werner Beutelmeyer sieht in seinen jüngsten Umfragen einen starken Optimismus wachsen, der durch die neuesten Erkenntnisse rund um Impfungen und Medikamente zustande kam. Und da Optimismus mit wirtschaftlichem Wachstum eng korreliert, können wir einer positiven Zukunft entgegensehen.

Veröffentlicht am

27.11.2020