2-Faktor-Authentifizierung (2FA)

2-Faktor-Authentifizierung PSD2 bekommt Aufschub

Aufatmen im heimischen Handel rund um die Umsetzung der sog. 2-Faktor-Authentifizierung (2FA) bei Online-Zahlungen.

Die Europäische Bankenaufsicht (EBA) hat in einer Stellungnahme empfohlen, dass die nationalen Finanzmarktaufsichtsbehörden den Payment Service Providern und auch den Händler einen Aufschub bis 31.12.2020 gewähren sollen.

Ursprünglich hätten bereits bis 14. September 2019 alle Onlineshops die 2FA laut EU-Zahlungsdiensterichtlinie (PSD2) implementieren müssen. Die 2-Faktor-Authenfizierung besagt, dass sich Kunden bei Bezahlung über das Internet zumindest doppelt identifizieren müssen – etwa mittels Passwort und SMS-TAN.  Man müsse aber die Konsumenten erst über die neuen Authentifizierungen aufklären, um Ärgernisse aus dem Weg zu räumen.

Die Europäische Union versucht mit der 2FA, einen vernünftigen Kompromiss zwischen der Bequemlichkeit und Sicherheit im eCommerce vorzugeben. Viele Online-Händler befürchten infolge der höheren Komplexität und geringeren Nutzerfreundlichkeit beim Bezahlen jedoch einen Anstieg der Kaufabbrüche.

"Die Erfahrungen jener Händler, die etwa das sogenannte 3D-Secure-Verfahren für Kreditkartenzahlungen bereits anbieten, bestätigen diese Befürchtungen. 40 Prozent haben seit der Implementierung einen Anstieg der Kaufabbrüche festgestellt. Gerade für kleinere Webshops ist die Umstellung auch mit erheblichen IT-Kosten verbunden", so Rainer Will, Geschäftsführer des Handelsverbandes. 

Veröffentlicht am

17.10.2019