1 Jahr Unibox: v.l.: Dkfm. Andreas Haider (Eigentümer UNIGRUPPE), Thomas Ahörndl (Bürgermeister Dorf an der Pram), Alexander Palnik (Syreta) und Univ.-Prof. Dr. Christoph Teller (JKU)

Unibox - think out of the Box

Das Konzept der Unibox - entworfen von der UniGruppe - feiert einjähriges Bestehen, greift auf viele Learnings zurück und investiert in die Zukunft.

Die Unibox feiert 1jähriges Bestehen. Mittlerweile gibt es 10 Uniboxen in Oberösterreich, zwei in der Steiermark und im aktuellen Geschäftsjahr will man die Anzahl noch auf 20 Uniboxen erhöhen. Dieses Ziel gab heute Dkfm. Andreas Haider, Geschäftsführer der Unigruppe im Beisein des Bürgermeisters von Dorf an der Pram, Thomas Ahörndl, Alexander Palnik vom Technologieunternehmen Syreta und Univ.-Prof. Dr. Christoph Teller von der JKU bekannt.

„In Wahrheit haben wir ein noch viel höheres Potential“, so Haider, „denn: rund 600 Orte in Österreich sind ohne Nahversorger“.

Nahversorgung: The New Sexy

Genau darum geht es: wenn Treibstoffpreise in die Höhe klettern, die Inflation ansteigt und Nachhaltigkeit und Regionalität immer wichtiger werden, dann will der Verbraucher im Ort einkaufen – zumindest, was die Grundversorgung betrifft. Und genau hier tritt die Unibox auf die Bühne. Sie versorgt, im Rahmen der gesetzlichen Öffnungszeiten wohlgemerkt, die Bevölkerung im Ort mit den wichtigsten Produkten, die man zum Leben braucht. „Zusätzlich haben wir tolle Kooperationen mit örtlichen Bäckern, die uns für die Unibox Brot und Gebäck liefern“, freut sich Haider.

In Dorf an der Pram, wo seit August 2021 einen Unibox steht, kommt nun neu hinzu, dass man nicht nur mit der APP, sondern auch mit Bankomatkarte die Box betreten und gleichzeitig auch damit zahlen kann. „Wir haben im letzten Jahr viele Learnings erlebt und entwickeln uns laufend weiter – sowohl im Sortiment als auch in der Technologie“. Hier arbeitet die Unigruppe mit Syreta zusammen. Einer der Geschäftsführer, Alexander Palnik, gibt seine Erfahrungen wieder: „Die Unigruppe ist hier ein First Mover und wir haben das Konzept bereits europaweit präsentieren dürfen“. Die Geschäftsmodelle des Lebensmittelhandels werden sich verändern und auch wenn es langsam geht – die Zukunft der Lebensmittelhändler wird sich in den nächsten Jahren und Jahrzehnten anders darstellen als heute. „Nehmen wir alleine die klassischen Tankstellen: sie müssen und werden sich aufgrund der e-Mobilität verändern. Was bleibt aber über, wenn die Tankstelle fehlt und der Tankstellen-Shop noch da ist? Hier wird man in Zukunft umdenken müssen“, blickt Haider in die Zukunft.

Dr. Christoph Teller: „Der Handel hat eben auch eine soziale Funktion, die enorm wichtig ist. Wir haben zwar in Österreich eine der größten Dichten an Outlets im Lebensmittelhandel, aber auch immer mehr weiße Flecken. „Nahversorgung is the new sexy“, sagt Teller. Und: auch unbemannte Shops haben eine soziale Funktion. Die Unibox versogt die Bevölkerung mit einem Sortiment von rund 1000 Artikeln zu Supermarktpreisen und beim Einkauf trifft man sich auch hier. Was die Zukunft für die Uniboxen noch alles bringt, wird man sehen. „Hier sind alle Möglichkeiten offen, keine Idee ist ausgeschlossen: vom Paketabholdienst über Paketannahme bis hin zu Sofortverzehr von Lebensmitteln ist alles möglich“, so Haider.

Uniboxen strahlen, laut JKU, Attraktivität des Ortes aus, sie sind für die Gemeinde attraktiv und stoßen auf eine durchwegs positive Resonanz. Je mehr Vorbilder es in den Gemeinden gibt, desto schneller entwickeln sich auch die Boxen.

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Veröffentlicht am

06.05.2022