Woerle im Dialog mit der Landwirtschaft
Die Qualität von Käse beginnt bei der Milch – und damit bei den Bäuerinnen und Bauern. Um die Zusammenarbeit entlang der Wertschöpfungskette zu stärken, bietet die Privatkäserei Woerle seit mehreren Jahren Praxiswerkstätten, Vorträge und Webinare für ihre rund 500 Milchlieferant:innen aus dem Flachgau und dem Mondseeland an. In Kooperation mit ÖKL und LFI werden praxisnahe Inhalte zu Tierwohl, Nachhaltigkeit, Artenvielfalt, Klima- und Energiethemen sowie sozialen Aspekten vermittelt. Seit 2020 nahmen rund 1.300 Bäuerinnen und Bauern an den kostenlosen Angeboten teil.
Woerle sieht sich als langfristiger Partner der Landwirtschaft und möchte Wissenstransfer aktiv fördern. „Wir wollen die Menschen unterstützen, die tagtäglich die Basis unserer Produkte schaffen“, erklärt Nachhaltigkeitsbeauftragte Diana Reuter. Besonders wachse das Interesse an Kreislaufwirtschaft als ganzheitlichem Ansatz, der Tier, Boden und Mensch in Einklang bringen soll. Die Themen der Workshops reichen von standortangepasster Bewirtschaftung über Energiesparen bis zur Gestaltung naturnaher Lebensräume.
Alternatives Heilwissen im Rinderstall
Ein aktueller Praxisworkshop widmete sich dem Thema „Homöopathie im Rinderstall“. Die Veranstaltung war mit 50 Teilnehmenden ausgebucht und zeigte, dass das Interesse an ergänzenden Methoden im Bereich Tiergesundheit steigt. Bäuerin Tanja Putz berichtete von ihren persönlichen Erfahrungen mit traditionellen Hausmitteln und betonte die Bedeutung von altem Erfahrungswissen.
Workshopreferentin Angela Lamminger-Reith stellte ihren Ansatz vor, bei dem Naturbeobachtung, Prävention und die Nutzung bewährter Hausmittel ergänzend zur tierärztlichen Betreuung eingesetzt werden. Die Referentin schilderte Beispiele aus ihrer Praxis und betonte die Rolle sorgfältiger Beobachtung für die Herdenführung.