Post: DIE Partnerin des Handels
Genau genommen hat Logistik immer schon die Österreichische Post bestimmt – das Zustellen von Briefen, Paketen, Zeitungen und Werbesendungen musste immer schon logistisch gut durchdacht sein. Heute ist die Bandbreite der Aktivitäten um ein Vielfaches größer – im Herzen ist die Österreichische Post AG mehr denn je Dienstleisterin mit einer enormen Logistik-Kompetenz.„Die Post ist mehr als Post in Österreich“, so Walter Oblin, Generaldirektor der Österreichischen Post AG. „Wir bieten die wesentlichen Dienstleistungen des Alltags aus einer Hand: Post, Bank, Telekommunikation und vieles mehr. Und gemäß unserem neuen Claim sind wir: Immer da, wenn du uns brauchst“.
Postmarkt massiv im Umbruch
In Griechenland werden hunderte Postfilialen geschlossen, Dänemark stoppt die Briefzustellung, die British Royal Mail wurde an den tschechischen Milliardär Daniel Křetínský verkauft und ein Delisting erfolgte, die italienische Post ist mit Finanzdienstleistungen erfolgreicher als mit dem Kerngeschäft – all diese Entwicklungen zeigen, dass das weltweite Post-Business in Summe vor sehr spannenden Herausforderungen steht. Im Umgang mit diesen Faktoren trennt sich die Spreu vom Weizen: die Österreichische Post zählt zu den Gewinnern im Geschäft. „Die Österreichische Post AG verzeichnete in den ersten drei Quartalen 2025 einen leichten Umsatzrückgang, blieb jedoch über dem Niveau von 2023. Nach einem außergewöhnlich starken Jahr 2024, das durch Sondereffekte wie Wahlen in Österreich und Währungsgewinne in der Türkei geprägt war, stand 2025 im Zeichen einer Normalisierung – und eines herausfordernden Marktumfelds“.
Die Österreichische Post AG ist die führende eCommerce-Partnerin in Österreich, CEE und in der Türkei mit insgesamt 150 Mio. Kunden. Doch hier herrscht auch der größte Wettbewerb.
Der Konzernumsatz in den ersten drei Quartalen belief sich auf 2,21 Milliarden Euro, ein Minus von 1,1 % gegenüber 2024, aber ein Plus von 12,3 % im Vergleich zu 2023. Besonders das Paketgeschäft blieb Wachstumstreiber: Die Sparte Paket & Logistik legte auf vergleichbarer Basis um 3,9 % zu, während das Segment Brief & Werbepost um 7,0 % schrumpfte – bedingt durch den anhaltenden Rückgang des Briefvolumens und das Ausbleiben der Sonderimpulse des Vorjahres. Die Division Filiale & Bank büßte 4,5 % Umsatz ein, liegt aber deutlich über dem Niveau von 2023, was auch einer starken bank99 zuzuschreiben ist.
International stark im Paketgeschäft
Das Geschäftsfeld Paket & Logistik blieb auch im heurigen Jahr auf Wachstumskurs. Der Umsatz stieg um 2,8 Prozent (bzw. 3,9 Prozent auf vergleichbarer Basis) und liegt um 22 Prozent über 2023.
Während Österreich und die Türkei zulegen konnten, schwächte sich das Geschäft in Südosteuropa nach einem außergewöhnlich starken Vorjahr leicht ab. In der Türkei bleibt die Entwicklung von Inflation und Wechselkurs geprägt, doch fungiert dieses Land zunehmend als strategischer Brückenkopf in Richtung Aserbaidschan, Georgien, Usbekistan und in den Irak. Oblin: „Das zukünftige Wachstum kommt eindeutig aus dem Paketgeschäft. Dafür wird sowohl in bestehende Märkte als auch in zusätzliche investiert“. Rund 150 Millionen Euro fließen insgesamt 2025 in Logistikzentren, Dekarbonisierung und Wachstumsprojekte – unter anderem in den Ausbau der Kapazitäten in Budapest, Istanbul und Salzburg. Österreichs größte E-Fahrzeugflotte umfasst mittlerweile fast 6.000 Zustellfahrzeuge, mehr als die Hälfte der Flotte ist bereits CO₂-frei unterwegs. „Gerade im eCommerce müssen wir als Post-Gruppe noch stärker zusammenwachsen“, so Walter Oblin. Um für die großen Plattformen der Welt, wie Amazon, Shein & Co. noch stärker auftreten zu können, ist es wichtig eine „One Group Operative Excellence“ zu schaffen.
Österreichische Post AG und Handel – eine gewinnbringende Partnerschaft
Post und Handel arbeiten nicht nur in Österreich eng zusammen. Dabei geht es einerseits um das Flugblatt: „Es gibt kein Produkt, das mehr Preistransparenz zeigt als das Flugblatt“, fasst der CEO diese Aktivitäten des Handels zusammen. Das physische Flugblatt ist in Österreich noch immer DAS Printwerbeprodukt mit der höchsten Reichweite (fast 45%) und erreicht 3,3 Millionen Leserinnen und Leser österreichweit pro Ausgabe. Dazu gesellen sich positive Faktoren wie etwa ein hoher „Mitlesefaktor“. Mit dem beliebten „Kuvert“ bietet die Post den Lesern einen guten Überblick über die Angebote im heimischen stationären Handel und bringt Werbung dorthin, wo sie wirkt, nämlich direkt in die Hände der Konsumenten nach Hause - in Zeiten hoher Inflation eine wesentliche Einkaufshilfe.
Auch im eCommerce ist die Post eine bemerkenswerte Partnerin auf unterschiedlichen Ebenen: starke Partnerin der Händler in der Logistik und verlässliche Partnerin für die Kunden bei Abholung, Versand und Retouren.
Händler setzen auf Post
National und international ist die Post eine starke Partnerin im Paketgeschäft. Durch den Brückenkopf in den Osten verschafft man sich gute Verbindungen in den asiatischen Raum, was die Lieferketten stabilisiert. „Wir gehen mit unseren Kundinnen und Kunden die Schritte mit, wenn sie neue Märkte erschließen – besonders im ostasiatischen Raum, in dem es noch viel Wachstumspotential für den eCommerce gibt“, so Oblin.
Bei shöpping.at setzen mittlerweile rund 1.000 Händler auf die heimische Plattform. Dabei sind die Händler mit ihren Produkten nicht nur auf der Plattform vertreten, sondern die Post bietet auch die Möglichkeit eines kompetenten Fullfilments. Diese Angebote sind wie Bausteine zu nutzen, inklusive maßgeschneiderter eCommerce-Beratung. Bei der shöpping.at Academy gibt es Wissen zu Themen wie Fulfillment, Produktdatenqualität, Omnichannel-Commerce und vieles mehr. eCommerce-Experten stärken mit Know-How österreichische Händler, um sie auf dem besten Weg in den Online-Handel zu begleiten.
Online-Händler profitieren auch mit der Sonntagszustellung der Post von einem Premium-Service für ihre Kunden: In Linz, Graz und Wien hatten bereits erfolgreiche Testläufe stattgefunden, die nun in eine vollständige Premium-Dienstleistung umgewandelt wurde. „Früher hat man Telegramme am Sonntag erhalten, heute sind es Pakete von der Post. Dieses serviceorientierte Angebot wird gut angenommen, allein in Wien stellen wir 22.000 Pakete pro Sonntag zu“, sieht Walter Oblin die neue Möglichkeit positiv.
Innovation PostPay
PostPay entkoppelt Zahlung vom Checkout – und dient für mehr Sicherheit beim Einkauf. PostPay ist die moderne Alternative zur klassischen Nachnahme und ermöglicht Konsumenten, ihre Online-Einkäufe bequem während des Transports oder direkt bei der Zustellung zu bezahlen – wahlweise online oder bar. Der Zahlungsprozess ist dabei vollständig vom Bestellvorgang getrennt. Die Vorteile für die Händler:
- Höhere Checkout-Conversion und Steigerung des Handelsumsatzes durch vereinfachten Zahlungsprozess
- Sicherer Zahlungseingang vor oder bei Zustellung
- Automatisierte Abwicklung über ein Verrechnungskonto mit wöchentlicher Auszahlung
- Erweiterung der Zielgruppe, insbesondere für barzahlungsaffine und sicherheitsbewusste Kunden
Post: Bindeglied zwischen Handel und Konsumenten
Die Österreichische Post ist Vorreiterin, wenn es um moderne Selbstbedienungslösungen geht, die rund um die Uhr verfügbar sind. Mit den neuen SB-Filialen, von denen es bereits 42 in Österreich gibt, und auch den 1.500 Poststationen treibt die Post die Digitalisierung der Logistikangebote konsequent voran. Rund um die Uhr Pakete versenden, retournieren oder empfangen ist ein modernes Service, wie es die Kunden heute zurecht erwarten. „Über 50% der Retouren im eCommerce werden aktuell über SB versandt“, so Oblin.
Über allem steht der sogenannte „Schlapfenradius“, die einfache, unkomplizierte und nahe Möglichkeit der Konsumenten rasch an ihre bestellte Ware zu kommen und diese auch zeitnah und unabhängig retournieren zu können – für 75 Prozent der Wiener ist dieser Schlapfenradius, also die Erreichbarkeit einer SB-Lösung innerhalb von 250 Metern, bereits umgesetzt
Ausblick: Stabilität trotz anhaltender Herausforderungen
Für das Gesamtjahr 2025 rechnet das Post-Management mit einem leichten Umsatzrückgang und einem EBIT etwas unter dem Rekordniveau von 2024. 2026 soll sich das Ergebnis wieder stabilisieren. Die langfristige Vision der Post: eine führende Logistik- und Dienstleistungsgruppe in Österreich, Mittel- und Südosteuropa sowie der Türkei und darüber hinaus – mit über 150 Millionen Kunden und einem klaren Fokus auf Effizienz, Nachhaltigkeit und Kundennähe zu sein. „Wir bleiben auf Kurs – mit einer starken Position am Paketmarkt, einer profitablen Banktochter bank99 und einem klaren Plan für die grüne Logistik der Zukunft“, betont Generaldirektor Walter Oblin abschließend.