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Nach zehn Monaten Einweg-Pfandsystem: Über eine Milliarde Dosen und Flaschen retourniert

EWP: eine Milliarde erreicht

Das Anfang 2025 gestartete Einweg-Pfandsystem zählt zu den größten Kreislaufwirtschaftsprojekten Österreichs.

Zehn Monate nach Einführung wurde die Marke von einer Milliarde zurückgegebenen Dosen und Flaschen erreicht. Laut Umfragen unterstützen rund 75 Prozent der Konsumentinnen und Konsumenten das System.

Im ersten Quartal 2025 wurden zunächst 36 Millionen Kunststoffflaschen und Metalldosen retourniert. Nach zehn Monaten beläuft sich die Bilanz auf mehr als eine Milliarde Einweggebinde. Ziel des Pfandsystems ist es, wertvolle Materialien im Kreislauf zu halten und das Littering deutlich zu reduzieren. Die gesetzlich vorgesehene Rücklaufquote liegt heuer bei 80 Prozent und soll bis 2027 auf 90 Prozent steigen. Österreich dürfte damit die von der EU bis 2029 geforderte Zielmarke zwei Jahre früher erreichen. Eine endgültige Bilanz für 2025 wird Anfang 2026 vorliegen, da Verpackungen im Durchschnitt sieben bis acht Wochen im Umlauf sind.

Mit dem Pfandsystem entsteht erstmals ein geschlossener Materialkreislauf zwischen Produzenten und Recyclingbetrieben: Getränkehersteller besitzen ein Vorkaufsrecht auf die gesammelten Materialien und können diese wiederverwenden. Dadurch bleibt die Qualität erhalten, und der Mindestanteil von 25 Prozent Rezyklat in Kunststoffflaschen kann durch heimisches Material gedeckt werden.

Die Rückgabezahlen nach Bundesländern seit Einführung des Systems:

  • Wien: 239 Mio.
  • Niederösterreich: 221 Mio.
  • Oberösterreich: 149 Mio.
  • Steiermark: 137 Mio.
  • Tirol: 74 Mio.
  • Salzburg: 69 Mio.
  • Kärnten: 64 Mio.
  • Burgenland: 40 Mio.
  • Vorarlberg: 40 Mio.

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geschrieben am

05.11.2025