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Studierende untersuchen das Einwegpfand in Österreich: TOMRA Collection und EWP starten Kooperation mit WU-Institut für

Einwegpfand und TOMRA an der WU-Wien

Studierende untersuchen das Einwegpfand in Österreich: TOMRA Collection und EWP starten Kooperation mit WU-Institut für Retailing & Data Science.

Seit der Einführung des Einwegpfandsystems am 1. Jänner 2025 zieht Österreich eine überwiegend positive Bilanz. Um aktuelle Erkenntnisse zum Konsumverhalten zu gewinnen, startet TOMRA Collection gemeinsam mit der EWP Einwegpfand Österreich und dem Institut für Retailing and Data Science (RDS) der WU Wien ein Forschungsprojekt. Bis Jänner 2026 sollen Einstellungen, Nutzungsmotive und Akzeptanzfaktoren rund um das Pfandsystem untersucht werden – mit besonderem Augenmerk auf Generationenunterschiede.

Besonders beliebt sind Multifeed-Bulkautomaten, die bis zu 100 Gebinde in einem Vorgang annehmen.
Besonders beliebt sind Multifeed-Bulkautomaten, die bis zu 100 Gebinde in einem Vorgang annehmen, wie hier bei Metro.

Das Einwegpfandsystem trägt maßgeblich zur Ressourcenschonung und Abfallvermeidung bei: Es erhöht Recyclingquoten, reduziert Littering und fördert die Rückgewinnung von Rohstoffen wie Aluminium und PET.

Über die österreichweit eingesetzten TOMRA-Automaten wurden bereits enorme Mengen an Einwegverpackungen in den Wertstoffkreislauf zurückgeführt.

Das Forschungsprojekt untersucht, wie unterschiedliche Bevölkerungsgruppen das System wahrnehmen, welche Motive zur Nutzung oder Ablehnung führen und welche Maßnahmen die Akzeptanz stärken können. Ziel ist es, Erkenntnisse für Kommunikation und Weiterentwicklung des Systems zu gewinnen.

„Das Einwegpfandsystem betrifft uns alle“, betont Roman Postl, VP und Head of Business Unit East Central Europe bei TOMRA Collection. „Wir verstehen uns als Schnittstelle zwischen Technologie, Konsumenten und Recycling auf dem Weg zur Kreislaufwirtschaft. Entscheidend sind leistungsfähige Rückgabesysteme, hohe Uptime-Raten und technische Standards.“

Monika Fiala, Geschäftsführerin der EWP Recycling Pfand Österreich, ergänzt: „Uns ist wichtig, ein komfortables und effizientes Pfandsystem bereitzustellen. Besonders interessiert uns, was Konsumenten motiviert oder hindert, am System teilzunehmen – und wie sich dies zwischen Generationen unterscheidet.“ Die Ergebnisse sollen gezielte Maßnahmen zur weiteren Akzeptanzförderung ermöglichen.

Für Cordula Cerha, Leiterin des RDS-Instituts der WU Wien, bietet das Projekt Studierenden praxisnahe Einblicke in Handel und Nachhaltigkeit: „Die Kooperation eröffnet Zugang zu wertvollen Daten und Branchenwissen, die wissenschaftlich aufgearbeitet werden können.“

Bereits im Wintersemester 2024/25 beleuchtete Roman Postl in einem Gastvortrag die Themen Recycling und Kreislaufwirtschaft aus Unternehmenssicht. Das neue Projekt soll nun weiterführende Erkenntnisse für Wissenschaft, Wirtschaft und Öffentlichkeit liefern.

Roman Postl, Monika Fiala und Cordula Cerha

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geschrieben am

15.10.2025