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Brian Beck (Billa Vorstand Großhandel und Kaufleute) freut sich darüber, dass das Billa Kaufleute-Modell vor drei Jahren gestartet wurde.

Billa Kaufleute: Modell der Zukunft

Drei Jahre nach Eröffnung des ersten Billa Kaufmanns in Gloggnitz werden mit Jahresende 40 Billa Kaufleute am Netz sein.

Die Rewe Kaufleute in Deutschland freut es, dass das Modell der selbstständigen Billa-Kaufleute auch in Österreich gut ankommt - liegt doch die Selbstständigkeit in der DNA der deutschen Genossenschaft. Seit drei Jahren gibt es nun schon die Billa-Kaufleute in Österreich - und es werden stetig mehr. Im Osten Österreichs sind sie schon seit Anfang an vertreten, dann folgten die Steiermark, Oberösterreich und heuer auch Kärnten. Tirol und Salzburg sollen auch noch folgen, nur in Vorarlberg hat man ein bewährtes Modell mit Sutterlüty gefunden. 
Im Jahr 2023 wurden 7 Märkte eröffnet, 2024 folgen 13 weiter und heuer 17 Billa-Kaufleute bisher. Bis Ende 2025 werden insgesamt 40 selbstständig geführte Billa und Billa Plus Standorte in Österreich operativ sein. Von 40 Standorten werden es 6 Billa Plus Standorte sein, die in selbstständiger Hand sind - so auch der jüngste in der Wiener Geblergasse in 1170 Wien. Dieser Standort war der erste „Merkur“-Markt Österreichs. Er wird nun von Senad Omanovic geführt. 

Strategische Säule

Drei Jahre nach Einführung hat sich das Billa Kaufleute-Modell als strategische Säule der regionalen Nahversorgung etabliert. Für 2026 plant das Unternehmen eine deutliche Ausweitung: Das Modell wird erstmals auch für externe Interessentinnen und Interessenten geöffnet und soll im Laufe des Jahres auf rund 65 Kaufleute wachsen. Zudem erfolgt der Eintritt in neue Regionen – wie bereits erwähnt: erstmals werden auch Märkte in Salzburg und Tirol von Kaufleuten geführt.

Das Modell bietet den teilnehmenden Unternehmern unternehmerische Freiheit in Kombination mit der strukturellen und operativen Unterstützung des Billa Netzwerks. In einer Offenen Gesellschaft hält Billa 20% und der Kaufmann/die Kauffrau 80%. „Wir sprechen von einem Partnerschaftsmodell“, so Brian Beck, Vorstand für Großhandel und Kaufleute bei Rewe. Es gibt viele Individualisierungsgrade. „Wir setzen auf die Kaufleute, weil es wichtig ist, dass wir das Fünkchen MEHR für einen Standort herausholen“, so Beck. Das kann durch Sortimente passieren, aber auch durch Zusatzleistungen, wie Lotto/Toto, Postpartner oder spezielle Belieferungen in der Umgebung. 
Serviert werden die Kaufleute von Billa/Rewe in Form von Personalverrechnung, Buchhaltung und mehr. 

Diese Mischung aus Autonomie und zentralem Rückhalt gilt innerhalb der Branche als Alleinstellungsmerkmal. „Die selbstständig geführten Märkte zeigen eine überdurchschnittlich starke Performance, vor allem aufgrund ihrer regionalen Verankerung und der unternehmerischen Gestaltungsspielräume“, erklärt Brian Beck. Gleichzeitig bietet das Modell ein „verlässliches Sicherheitsnetz“, das vor allem in volatilen Marktphasen wichtig sei. Besonders fallen drei Punkte auf:

Der durchschnittliche Umsatz innerhalb der Billa-Kaufleute hat sich im Vergleich zu vorher um 2%Punkte erhöht; die Abschriften sind weniger und eine Erhöhung des Ertrages sieht man ebenfalls.

2025 markiert einen weiteren Wachstumsschritt

17 Kaufleute übernehmen heuer einen Markt – mehr als jemals zuvor. Unter ihnen auch der erste Rewe-Zentralist, der als Kaufmann in Kirchberg am Wagram startet, sowie der erste Kaufmann in Kärnten. Insgesamt sind Kaufleute-Standorte bereits in sechs Bundesländern vertreten. Ab 2026 werden neue Standorte in Westösterreich dazukommen. Für eine langfristige regionale Etablierung legt Billa besonderes Augenmerk auf Qualifikation und Nähe: Die Kaufleute verfügen im Durchschnitt über mehr als zehn Jahre Führungserfahrung und wohnen meist in unmittelbarer Umgebung ihrer Märkte.
Wie ein Markt für die Selbstständigkeit freigegeben wird, das hängt von vielen Faktoren ab und wird auch stark mit der Vertriebsmannschaft besprochen.

Auf einen Standort können sich schließlich all jene bewerben, die bereits im „Pool“ sind. Derzeit kommen 2/3 der Riege aus der Kategorie bisherige Marktmanager und 1/3 aus dem Außendienst. Wie gesagt: 2026 soll die Bewerbungsmöglichkeit auch für Externe geben sein.

Ein zentrales Element des Modells ist die individuelle Ausgestaltung der Standorte. Die Kaufleute setzen auf unterschiedlichste Technologien und Strukturlösungen – von Service- und Reinigungsrobotik über Trockennebelanlagen im Obst- und Gemüsebereich bis hin zu spezifischen Sortimentsinnovationen. Gleichzeitig fungieren viele Standorte als wichtige Schnittstellen zu regionalen Produzenten. Das stärkt sowohl lokale Wertschöpfungsketten als auch das Profil der Märkte. Die Preishoheit liegt bei Billa, wenn es um das Basis- und klassische Sortiment geht. Bei regionaler Ware und Saisonware können die Kaufleute entscheiden.

Auch soziales Engagement ist integraler Bestandteil des Konzepts

Viele Kaufleute initiieren eigene gemeinnützige Projekte – etwa Benefizveranstaltungen, Kooperationen mit dem Roten Kreuz oder Lebensmittelweitergabe an karitative Einrichtungen. Diese Aktivitäten stärken die lokale Verankerung und tragen zur Positionierung der Märkte als regionale Drehscheiben bei.

Billa Standorte der Kaufleute

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geschrieben am

03.12.2025